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Dienstag, 8. Januar 2019

03.01. + 04.01.2019

Heute heisst es nun Abschied nehmen von Südamerika. Meine Reise geht nun zu Ende. Von sommerlichen 30 Grad geht es zurück in den -2 Grad kalten Winter. Aber der Reihe nach.

Nach dem packen gehe ich gemütlich frühstücken. Ein Taxi bringt mich um 08:30 Uhr zum internationalen Flughafen. Anschliessend ans CheckIn gehe ich zum Zoll und dann zur Gepäckkontrolle. Es gab keine Probleme. Die Warteschlange war etwa mittelgross. Auf dem Weg zu meinem Gate, schaute ich mir die Läden ein wenig an. Im Restaurant esse ich mein Mittagessen. Um etwa 13:00 Uhr startet das Edelweissflugzeug in die Luft. Schön, dass im Flugzeug auch mal deutsch gesprochen wird. Ich habe einen Fensterplatz. Wir bekommen eine Decke, ein Kissen und Kopfhörer. Als wir die Flughöhe erreichen, werden Getränke serviert. Endlich wieder Rivella! So gut! Etwa zwei Stunden später gibt es schon Abendessen. Das Essen ist recht gut.
Am Sitz vor mir habe ich einen Monitor. Darauf kann ich Musik hören, Videospiele spielen, Filme anschauen oder die Flugroute verfolgen. Auch mein iPhone kann ich am Monitor aufladen. Ich schaue mir nun einen Film an. Etwa alle zwei Stunden werden Getränke serviert. Einmal noch Nüsse und einmal ein kleines Sandwich. Ein sehr guter Service. Schliesslich versuche ich zu schlafen. Leider gelingt mir das nur sehr schlecht. Mehr als etwa zwei Stunden werden es nicht. Morgens um vier Uhr Schweizer Zeit, werden wir geweckt. Es werden warme Feuchttücher verteilt. Dann wird das Frühstück serviert. Wow, richtiges Brot! Kein Toastbrot.
Um 06:15 Uhr Ortszeit, landen wir in Zürich. Ich bin zurück in der Schweiz! Mit dem Flughafenzug geht es zum Hauptgebäude. Dort heisst es Zollkontrolle. Sehr modern ist es hier. Alles elektronisch. Der Pass wird eingescannt und dann wird ein Foto gemacht. Ist alles in Ordnung geht die Türe auf. Am Gepäckband muss ich noch Geduld haben. Endlich kommt meine Tasche. Am Ausgang warten schon meine Eltern auf mich. Nach der freudigen Begrüssung trinken wir noch etwas im Café. Anschliessend fahren wir nach Hause.
Endlich wieder zu Hause. Nach so einer langen Reise komme ich sehr gerne wieder nach Hause. Man schätzt es viel mehr. So geht eine lange und sehr schöne Reise zu Ende. Diese Region kann ich zum Reisen nur weiter empfehlen. Die Landschaften sind einfach atemberaubend schön!

Freitag, 4. Januar 2019

02.01.2019

Heute schlief ich mal etwas länger. Um neun Uhr ging ich gemütlich frühstücken. Danach lief ich etwa 1km zu einem kleinen Park. Dort hält der Droppandoff Bus. Am letzten Tag möchte ich noch Buenos Aires anschauen. Dieser Bus hat an den meisten Sehenswürdigkeiten Haltestellen. Dort kann man aussteigen und danach in den nächsten Bus wieder einsteigen. Im Bus bekommt man über Kopfhörer in verschiedenen Sprachen Erläuterungen zu den Sehenswürdigkeiten. Eine tolle Art, die Stadt zu besichtigen. Zunächst fahre ich eine längere Strecke mit dem Bus. Das Wetter ist heute nicht so toll. Bewölkt, trotzdem 30 Grad warm. Als ich endlich aus dem Bus aussteige, zieht gerade ein Gewitter heran. Ich gehe in einen großen Park. Dort suche ich den ersten Geocache. Die Letterbox finde ich schnell. Und dann fängt es an zu regnen. Bis ich zurück am Eingang bin, bin ich recht durchnässt. Dort stelle ich mich beim Toilettengebäude unter das Dach. Es blitzt und donnert und schüttet wie aus Gießkannen. Nach einer halben Stunde ist der Spuk zum Glück wieder vorbei. So kann ich meine geplante Tour fortsetzen. Zu Fuß laufe ich nun ein paar Kilometer und suche weitere Geocaches. Meine Kleider sind schnell wieder trocken. Die meisten Dosen finde ich erfreulicherweise. Wenige nicht. Bei einem Geocache kann ich sogar noch den FTF machen! Ein Stück fahre ich dann wieder mit dem Bus weiter. Rund um den berühmten Friedhof suche ich noch weitere Dosen. Im Friedhof besuche ich auch das Grab von Evita. Schließlich fahre ich mit dem Bus zurück zum Ausgangspunkt. Ein Spaziergang bringt mich zurück zum Hotel. Dort komme ich etwa um 19:00 Uhr an. Nach dem Abendessen gehe ich müde schlafen. 









01.01.2019

Nach einer kurzen Nacht ging ich um 06:00 Uhr zum Frühstück runter. Bei der Reception möchte ich ein Taxi bestellen. Es folgt eine Überraschung. Mir wurde gesagt, dass am Neujahrstag erst um 09:00 Uhr ein Taxi bestellt werden kann! Vorher sei die Zentrale nicht besetzt. Und das in einer Millionenstadt wie Buenos Aires! Nun muss ich sofort los. Zu Fuß laufe ich etwa 1.5km zu einer Straße mit viel Verkehr. Immerhin warte ich nur etwa 5 Minuten, bis ein Taxi anhält. Dieses bringt mich zum Hafen. Dort Checke ich auf der Fähre ein. Da ich mit dem Schiff nach Uruguay fahre, muss ich durch den Zoll gehen. Wenigstens sind beide Länder hier vertreten. So bekomme ich beide Stempel nacheinander. Auch das Gepäck wird durchleuchtet. Jetzt heißt es warten. In Ruhe frühstücke ich nun. Im Hotel gab es so früh nur ein süßes Gebäck. Um 08:00 Uhr fahren wir los. Ich überquere nun den Rio Plata. Nach einer ruhigen Fahrt kommen wir um 09:30 Uhr in Colonia, Uruguay an. Ich gehe nun gemütlich die Altstadt anschauen. Die Läden sind fast alle geschlossen. Der Neujahrstag lässt grüßen. Wenigstens haben die Restaurants offen. Die Altstadt ist sehr schön. Eine Festungsmauer und viele alte Gebäude. Mitten im Dorf steht der Leuchtturm. Von fünf Geocaches, welche ich suche, finde ich nur einen Traditionellen und den Earthcache. In einer Kneipe esse ich etwas. Gemütlich schlendere ich am Nachmittag zurück zur Fähre. Man sollte zwei Stunden vor der Abfahrt dort sein. Das finde ich ein wenig übertrieben. Wieder gibt es die ganze Prozedur. Zoll und Gepäckkonntrolle. Um 17:00 Uhr legen wir los. Gegen 18:30 Uhr erreichen wir Buenos Aires. Ein Taxi bringt mich zum Hotel zurück. Ein schöner Tag geht zu Ende. 

Dienstag, 1. Januar 2019

31.12.2018

Heute morgen packte ich alles wieder in meinen kleinen Rucksack. Zusammen mit meiner Kamera ist er etwa 8kg schwer. Nach dem Frühstück begebe ich mich zur Bushaltestelle. Um etwa 08:10 Uhr kommt mein Bus. Erfährt nach Argentinien. An der brasilianischen Grenze muss ich aussteigen. Der Bus fährt aber weiter. Ich gehe zum Zoll und lasse meinen Pass abstempeln. 10 Minuten später bin ich wieder bei der Bushaltestelle. Fast eine Stunde warte ich nun auf den nächsten Bus. Kurz darauf muss ich bei der argentinischen Grenze aussteigen. Hier gibt es auch einen Stempel. Zum Glück wartet der Bus hier auf uns. Beim Busbahnhof steige ich aus. Von hier nehme ich den nächsten Bus zu den Wasserfällen. Die Uhr konnte ich nun wieder eine Stunde verstellen. So habe ich die Zeit am Zoll wieder gutgemacht. Um 10:00 Uhr komme ich bei den Wasserfällen an. Ich sehe sofort, dass Montag ist. Viel weniger Leute. An der Kasse brauche ich nur fünf Minuten zu warten. Für das Gepäck hat es ein paar Schließfächer. Leider sind alle besetzt. Da mein Rucksack so leicht ist, macht es mir aber nicht aus. 
Heute stehen die Geocaches im Vordergrund. Auf dem Weg zum Zug finde ich schon den ersten. Beim Zug angekommen, sehe ich eine Warteschlange. Deshalb gehe ich wieder zu Fuß. Veim Teufelswasserfall finde ich den ersten Geocache. Den zweiten leider nicht. Einen finde ich zwar, aber die Dose ist zu weit ins Versteck reingeschoben worden. Zudem ist sie auch noch verkehrt herum drin. So kriege ich sie nicht heraus. 
Ich verabschiede mich nun auch von diesen tollen Wasserfällen. Am Schluss habe ich zwar nicht ganz alle Geocaches gefunden. Das stört mich aber nicht so stark. Langsam werde ich ein wenig müde. Mit dem Zug fahre ich zurück. Hier muss ich nur fünf Minuten warten. Im Restaurant esse ich nun etwas. Anschließend suche ich auch dort noch ein paar Geocaches. So gegen 14:30 Uhr bin ich zurück am Eingang. Ein Taxi bringt mich zum nahen Flughafen. Mein Flug wurde nochmals verschoben und startet statt um 18:00 Uhr, schon um 17:00 Uhr. Dachte ich jedenfalls. Am Flughafen angekommen sehe ich nun, dass der Flug Verspätung hat! Er startet erst um 19:15 Uhr! Mit Flybondi fliege ich nicht so schnell wieder. Dieser Flug wurde ganze sechs mal verschoben. 
Nun heißt es recht lange warten. Auf diesem kleinen Flughafen hat es auch nur ein Café und drei Läden. Zum Glück habe ich meine eReader App dabei. Ich lese in meinem Buch weiter. 
Endlich startet mein Flug um 19:20 Uhr. Um 21:00 Uhr landen wir in Buenos Aires. Leider auf dem winzigen Flughafen Palomar. Als ich rauskomme, finde ich kein einziges Taxi. Anders komme ich hier aber nicht weg. Zum Glück treffe ich einen Einheimischen, der auch ein Taxi sucht. Da wir fast das selbe Ziel haben, tun wir uns zusammen. So wird die Fahrt auch günstiger. Er bestellt nun ein Ubertaxi. Wahrscheinlich ist es wegen Silvester so schwierig, ein Taxi zu bekommen. Nach einer halben Stunde Wartezeit, kommt endlich das Ubertaxi. Wir nehmen noch ein Pärchen mit. So zahle ich statt 1000 Pesos nur ein Viertel davon. Mit dem Bus wäre es etwa der selbe Preis gewesen. Um 10:30 Uhr erreiche ich endlich mein Hotel. Nach der Dusche gehe ich müde ins Bett. 


Ich wünsche allen ein gutes neues Jahr! 

30.12.2018

Am heutigen Tag steht die argentinische Seite der Wasserfälle auf dem Programm. Da es hier etwas schwieriger ist mit der Anreise, mache ich eine geführte Tour. Um 08:00 Uhr werde ich abgeholt. Der Kleinbus hält noch in drei Hostels und am Schluss sind wir sieben Gäste. Nun geht es zur Grenze. Der Guide geht mit unseren Pässen zum Zoll und weiter geht es zur zweiten Grenze. Auch hier geht nur der Guide ins Gebäude rein. Wir warten. Schließlich bekommen wir unsere Pässe zurück. Die Uhren müssen wir auch wieder umstellen. Eine Stunde ist die Differenz zu Brasilien. Zuerst fahren wir zum Drei Grenzen Monument. Hier fließen die zwei großen Flüsse zusammen. Es ist auch ein Knotenpunkt. Brasilien, Argentinien und Paraguay treffen hier an einem Punkt zusammen. Wir machen ein paar Fotos und weiter geht es. So gegen 10:30 Uhr erreichen wir die Wasserfälle. Da heute Sonntag ist, hat es auch hier massenhaft Menschen. Dank unserem Guide müssen wir zum Glück beim Ticketschalter nicht anstehen. Nach fünf Minuten sind wir im Nationalpark. 
Hier sind die Wanderwege 10km lang. Es hat zwei Rundwege. Dann kann man mit einem Zug zum Wasserreichsten Wasserfall fahren. Dort führt ein 1km länger Steg zu diesem Wasserfall hin. Beim Zug muss man zur Zeit 1.5 Stunden anstehen. Deshalb machen wir zunächst die zwei Rundwege. Die Wege und Stege gehen durch den Regenwald und zu verschiedenen Wasserfällen. Sehr schöne Wege. Unser Guide zeigt uns die verschiedenen Pflanzen und immer wieder Tiere. So sehen wir Nasenbären, Leguane, Spinnen, Riesenameisen, viele Vögel, bunte Schmetterlinge und viele Insekten. Die Wasserfälle sind von nahem noch beeindruckender. 




Nach den zwei Rundgängen machen wir eine kurze Mittagspause. 


Nun wollen wir noch zum Teufelswasserfall. Leider ist die Wartezeit beim Zug noch nicht kürzer geworden. Auch heute ist es wieder erdrückend schwül und 32 Grad heiß! Wir beschließen, die drei Kilometer zu Fuß zu laufen. Immerhin ist die Strecke flach. Unterwegs sehen wir sehr viele Schmetterlinge und einen Kapuzineraffen. 
Im Park hat es auch einige Trinkwasserhähne. Verdursten muss man also nicht. Nach einer gefühlten Ewigkeit kommen wir zum Endbahnhof des Zuges. Es war aber nur etwa eine halbe Stunde Fußmarsch. Dort hat es zwei Duschdüsen. Ich halte meinen Kopf darunter. Diese Abkühlung tut sehr gut. 
Gespannt laufen wir nun über den Steg. Der Fluss ist hier etwa zwei Kilometer breit. Im Wasser sehen wir viele Fische. Darunter auch recht große. Viele kleine Inseln hat es hier im Fluss. Auch kleine Schildkröten sehen wir. Bei der Plattform am Ende des Steges angekommen, staune ich nur noch. Ein ohrenbetäubendes brausen ist zu vernehmen. Wir stehen am Abgrund von diesen gewaltigen Wasserfällen. Wow, was für ein Spektakel! Da wir so nahe sind, ist es aber schwierig, das ganze zu fotografieren. 




Schließlich gehen wir wieder zurück. Leider ist auch hier die Wartezeit über eine Stunde. So gehen wir zu Fuß zurück zum Eingang. Das waren heute über 16km zu Fuß. Ich lasse an der Kasse noch mein Ticket abstempeln. So kann ich morgen zum halben Preis in den Park hinein gehen. Heute hatte ich keine Zeit, Geocaches zu suchen. Mein Flug geht morgen auch erst am Abend. So habe ich noch etwas Zeit, nochmals herzukommen. 
Um 17:00 Uhr fahren wir zurück. Bei den Grenzen geht wieder nur der Guide hinein. Etwa um 18:00 Uhr bin ich wieder im Hostel zurück. Die Uhren werden wieder umgestellt. Im Hostel gibt es heute ein Barbecue. 




29.12.2018

Auch in der Nacht kühlt es kaum ab. Unter 25 Grad fällt die Temperatur nicht. Heute morgen gehe ich nach dem Frühstück zur Bushaltestelle. Der Bus Nummer 120 fährt zu den Wasserfällen auf der brasilianischen Seite. Nach einem Drittel der Fahrt steige ich aus. Hier gehe ich kurz einen Geocache suchen. Es ist ein Kurzmulti. Der nächste Bus bringt mich schließlich zu den Wasserfällen. 
Zum Glück ist die Warteschlange bei der Bezahlung mit Kreditkarte kürzer, als bei Barzahlung. So kann ich mich schnell in die Warteschlange bei den Bussen einreihen. Nur langsam geht es voran. Es war keine gute Idee, am Wochenende zu diesen Wasserfällen zu kommen. Es ging aber nicht anders. Nach über einer halben Stunde Wartezeit, darf ich endlich in den Bus einsteigen. Bei der zweitletzten Station steige ich aus. Hier beginnt der Spazierweg. Auf Stegen geht es durch den Regenwald zu Aussichtspunkten. Von diesen hat man verschiedene Aussichten zu den Wasserfällen. Die Strecke auf der brasilianischen Seite ist nur etwas mehr als einen Kilometer lang. Hier kommt man den Wasserfällen auch nicht so nahe. Dafür sieht man von hier aus fast die ganzen Wasserfälle zusammen. 
Gleich zu Beginn des Steges ist schon ein schöner Aussichtspunkt. Wow, diese Wasserfälle sind gewaltig! Ein gewaltiges Rauschen ist zu hören. Millionen Liter Wasser fallen auf einer Breite von über einem Kilometer breite über die Felsen runter. Über mehrere Stufen fällt das Wasser runter. Sehr hoch sind sie nicht. 


Einfach überwältigend schön!
Weiter geht es. Heute hat es extrem viele Leute. Nur langsam geht es voran. Bei jedem Aussichtspunkt muss man in einer Warteschlange stehen. Sonst kriegt man nichts zu sehen. Die Wartezeit wird aber immer wieder von den Tieren  verkürzt. Nasenbären sehe ich sehr viele. Sie laufen einfach zwischen den Leuten herum. Auch mit den Jungtieren. Natürlich hoffen sie auf Nahrung. Auch Leguane sehe ich einige. Dazu natürlich viele Vögel. Kleine zwischen den Bäumen und Geier kreisen weit oben am Himmel. Die Panoramas auf die Wasserfälle werden immer besser. 


Schließlich komme ich zum Ende des Spazierganges. Hier führt der Steg über das Wasser und sehr nahe an einem gewaltigen Wasserfall vorbei. Die Plattform sehr direkt über einem weiteren Wasserfall. Hier wird man garantiert nass! 










Das scheint aber noch nicht zu genügen. Als ich endlich bei der Plattform ankomme, gibt es noch einen kurzen Regenschauer! Nun bin ich komplett durchnässt! Bei diesen Temperaturen ist dass aber sogar sehr erfrischend! Außerdem habe ich schnell trocknende Kleider an. Meine Sachen hatte ich auch alle wasserdicht verpackt. Das tosen des Wassers ist hier ohrenbetäubend laut! Einfach nur grandios! Ich staune nur noch. 
Zurück geht es und über eine Treppe erreiche ich die Straße. Hier hat es ein Restaurant und auch Läden. Mit dem Bus kann man von hier aus zurück fahren. Ich laufe aber das Stück bis zur nächsten Bushaltestelle noch an der Straße entlang zurück. Hier hat es nämlich noch ein paar Geocaches. Der Bus bringt mich zurück zum Eingang. Auf der anderen Straßenseite steht noch ein Vogelpark. Auch diesen besuche ich. Darin hat es auch einen Geocache. Zudem sieht man die Vögel hier sehr nahe. Oft kann man sogar durch die Vogelkäfige laufen. Hier fliegen die Vögel direkt über meinem Kopf vorbei. Die Anlage ist sehr schön angelegt. Mitten im Regenwald. Als hätte man nur die Käfige in den Dschungel gestellt. Ich kann einen Besuch nur empfehlen. 
Schließlich geht es mit dem öffentlichen Bus wieder zurück zu meinem Hostel. Im Supermarkt besorge ich noch etwas fürs Abendessen. 
Müde gehe ich nun schlafen. 

Montag, 31. Dezember 2018

28.12.2018

Heute heißt es früh aufstehen. Das große Gepäck kann ich im Hotel lassen. Nur mit meinem kleinen Rucksack gehe ich auf die Weiterreise. Um 05:45 Uhr kommt das Taxi mich abholen. Wieder geht es zum internationalen Flughafen. Um 08:00 Uhr startet mein Flugzeug. Dieses ist noch kleiner als das letzte. Es hat nur zwei Sitze auf jeder Seite. Ich habe wieder einen Fensterplatz. Der Flug geht in Richtung Norden. 
Übrigens war hier gestern Abend zwei Stunden früher Sonnenuntergang! Das Klima ist auch anders. Etwa 30 Grad warm! Was für ein Unterschied! Als ich aus dem Flugzeug Ausstieg, war es, als würde ich gegen eine Mauer prallen. 
Das nächste Ziel ist Iguaçú. Es liegt im Dreiländereck von Argentinien, Brasilien und Paraguay. Zwei Flüsse fließen hier zusammen und bilden eine natürliche Grenze. Am Fluss zwischen Argentinien und Brasilien liegen die berühmten Wasserfälle. Was die Wassermassen angehen, sind sie größer als die Niagarafälle. Sehr viele unterschiedliche große Wasserfälle reihen sich hier aneinander. Beim Landeanflug sehe ich den Fluss von oben. Von den Wasserfällen sehe ich nur die Gischt aufsteigen. Nach 1.5 Stunden lande ich auf dem argentinischen Flughafen. Da ich mich mit den Bussen nicht auskenne, nehme ich mir lieber ein Taxi. Dieses bringt mich zur argentinischen Grenze. Hier muss ich nicht mal aussteigen. Der Pass wird am Autoschalter abgestempelt. Weiter geht es zur brasilianischen Grenze. Nun muss ich aussteigen. Die Taxifahrerin begleitet mich zum Zoll. Ein Stempel wird gemacht. Noch ein Stopp gibt es beim Geldwechselbüro. Nun habe ich brasilianisches Geld. Eine kurze Fahrt später erreiche ich das Hostel Bambu. Um 12:00 Uhr komme ich dort an. Schnell bringe ich meine Sachen in mein Einzelzimmer. Bald danach mache ich mich auf den Weg nach Paraguay. Zwei Blöcke weiter ist eine Bushaltestelle. Ein Bus bringt mich zur Brücke, welche über den Fluss führt. Zu Fuß gehe ich weiter. Da sehr viele Leute nur kurz zum Shopping über die Grenze gehen, wird es hier nicht so genau genommen mit den Formalitäten. Mann kann auch ohne Stempel über die Grenze gehen. Leider ist der Geocache auf der Brücke scheinbar verschwunden. Bei der Grenze zu Paraguay hole ich mir trotzdem einen Stempel ab. Es folgt ein Kulturschock! Hier reiht sich ein Laden an den anderen. Alles Hochhäuser. Sehr viele elektronische Geschäfte hat es. Und massenhaft Menschen. Der Lärmpegel ist sehr hoch. Ich bin heillos überfordert! Zu viele Eindrücke prasseln, in zu kurzer Zeit auf mich ein. Was für ein krasser Gegensatz, zum ruhigen und endlosen Patagonien. Ich gehe in einer Seitenstraße einen Geocache suchen. Diesen finde ich zum Glück. Danach gehe ich wieder zurück nach Brasilien. Leider steige ich auf der falschen Straßenseite in den Bus ein. Dieser fährt noch recht weit , in den nördlichen Teil der Stadt. Irgendwann kehrt er zum Glück wieder um und ich komme nach mehr als einer Stunde zurück zu meiner Bushaltestelle. So habe ich noch eine Stadtrundfahrt gemacht. Im nahen Supermarkt gehe ich noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen. Vor allem Wasser. Das Leitungswasser ist nicht trinkbar. Hier ist das Klima noch extremer, als in Buenos Aires. Um die Städte herum befindet sich der Regenwald. Es ist heiss, 30-34 Grad. Dazu kommt eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit! Schon nach wenigen Schritten ist man komplett durchgeschwitzt. 
Schnell gehe ich ins Hostel zurück. Zum Glück hat mein Zimmer eine Klimaanlage. Bald gehe ich müde ins Bett. 

27.12.2018

Wie ein Stein habe ich geschlafen. Nachdem ich endlich aufstand, genieße ich das Frühstück. Anschließend muss ich alles umpacken. In Argentinien darf bei Inlandsflügen nur 15kg mitkommen. Deshalb habe ich übers Internet ein zusätzliches Gepäckstück dazugebucht. Das kostet nur etwa 20 Franken. Also teile ich mein Gepäck nun auf meine Tasche und meinen großen Rucksack auf. 
Nach 11:00 Uhr kommt dann ein Taxi und bringt mich zum Flughafen. Dieser liegt etwa 20 Kilometer nördlich der Stadt. Es ist ein recht kleiner Flughafen. Ich checke ein und gehe zum Gate. Um 13:05 Uhr startet das volle Flugzeug. Leider ist es kein Direktflug. Es gibt eine Zwischenlandung in Bariloche. Fast alle Passagiere verlassen hier das Flugzeug schon wieder. Ich und etwa zehn Leute warten. Das Flugzeug wird gereinigt und dann kommen die neuen Passagiere an Bord. Das Flugzeug ist nun aber nur noch etwa zur Hälfte voll. Es sind drei und drei Sitze in einer Reihe. Ich habe einen Fensterplatz under patz in der Mitte ist frei. Am Gang sitzt dann wieder jemand. So können wir es uns ein wenig gemütlich machen. Weiter geht die Reise. 
Um kurz vor 18:00 Uhr komme ich am internationalen Flughafen in Buenos Aires an. Mit dem Tienda Leon Bus geht es zum nationalen Flughafen. Dort nehme ich ein gratis Shuttletaxi zum Hotel Aeroparque Inn and Suites. Nach dem Abendessen gehe ich bald schlafen. 

26.12.2018

Heute ist die letzte Gelegenheit, den Sonnenaufgang zu erleben. Tatsächlich habe ich großes Glück! Als ich aus dem Zelt schaue, sehe ich den Sternenhimmel! Schnell ziehe ich mich an und dann schnappe ich mir meine Kamera und los geht es. Da der Mond scheint und es langsam immer heller wird, brauche ich nicht einmal eine Stirnlampe, um den Weg zu sehen. Vorbei am Nationalparkgebäude geht es hoch zum Aussichtspunkt Mirador de los Condores. Nach etwa einer halben Stunde erreiche ich den Gipfel. Nun suche ich mir einen Platz und mache es mir gemütlich. Den Blick richte ich auf die Torres und den Mount Fitz Roy. Sie erstrahlen hell am Morgenhimmel. 


Langsam geht die Sonne auf. Erste rote Strahlen erscheinen auf Mount Fitz Roy. Dann wird ein Berg nach dem anderen rot beleuchtet. Was für ein Anblick! Ich bin sprachlos und habe Tränen in den Augen! Ein perfekter Abschluss meines Aufenthaltes in Patagonien. Fast vergesse ich Fotos zu machen. Ich erwache aus meiner Erstarrung und knipse drauf los. Dabei kommt auch das genießen nicht zu kurz. 


Als das rote leuchten nachlässt, gehe ich zurück zum Zelt. Nun frühstücke ich zuerst. Dann wird alles sortiert. Und zusammen gepackt. Das Zelt lasse ich an der Sonne trocknen. Der Boden war ein wenig feucht. 
Letzte Nacht war es übrigens still. Nach zehn Uhr breche ich auf. Ein kurzer Spaziergang bringt mich zum Busbahnhof. Dort warte ich auf meinen Bus. Um 11:00 Uhr geht die Fahrt los. Nun muss ich mich von dem schönen Patagonien langsam verabschieden. Es fällt mir schwer. Es ist eine raue, aber wunderschöne Landschaft. 
Etwa drei Stunden später komme ich in El Calafate an. Eine Nacht verbringe ich im selben Hostel, wie das letzte mal. Da ich so früh da bin, kann ich sogar meine Wäsche zum Waschen abgeben. Kurz gehe ich noch ins Dorf. Die anschließende Dusche tut gut. 
Da ich heute früh aufstand, gehe ich recht früh schlafen. Endlich wieder ein richtiges Bett. 

Mittwoch, 26. Dezember 2018

25.12.2018

Letzte Nacht schlief ich sehr wenig. Leider war bei einem Nachbar scheinbar eine Party. Wahrscheinlich hat ein Hostel gefeiert. Auf jedenfall lief die ganze Nacht lang laute Musik. Erst als ich um sieben Uhr aufstand, war es plötzlich still! So fies. 
Auch heute gab es keinen Sonnenaufgang zu sehen. Es ist bewölkt. Dafür fast windstill. Zuerst frühstücke ich. Als ich zurück zum Zelt gehe, sehe ich erste blaue Himmelsfetzen zwischen den Wolken. Ich packe meinen kleinen Rucksack und um 08:00 Uhr wandere ich los. Vorbei geht es am Nationalparkgebäude und auf mir schon bekanntem Weg laufe ich in Richtung Huemul-Circuit. Stetig aber nicht zu steil geht es aufwärts. Hier höre ich ein klopfen. Schnell schaue ich mich um. Auch heute sehe ich einen männlichen Magellanspecht. Leider ist auch er etwas entfernt auf einem Baum. Nun fliegt auch noch das Weibchen dazu. Kurz darauf flattern beide davon. Unterwegs sehe ich auch noch viele andere Vögel. Der Weg geht nun in den Wald hinein. Hier sehe ich einen Hasen. Beim Aussichtspunkt sehe ich, dass die Berge noch ziemlich in den Wolken stecken. Der Mount Fitz Roy ist immerhin schon teilweise sichtbar. Das macht mir Mut. Bald komme ich zur Abzweigung. Diesmal gehe ich rechts weiter und wieder in den Wald hinein. Heute hat es recht viele Kühe und Kälber auf den Wiesen. 
An einem Bach entlang geht es weiter rauf. Der Wind weht wieder ein wenig stärker. Ein wenig später komme ich endgültig aus dem Wald heraus. Weit oben sehe ich einen Kondor seine Kreise ziehen. Der letzte Abschnitt geht nun über eine Steinwüste weiter. Einmal muss ich noch einen kleinen Bach kreuzen. Schließlich erreiche ich um 11:00 Uhr eine Kuppe. Eigentlich wollte ich noch weiter hoch und auf den Gipfel steigen. Ein kurzes Stück gehe ich auch hoch. Doch mein Körper kommt langsam an seine Grenzen. Es waren schon 11km und etwa 900 Höhenmeter. Deshalb drehe ich wieder um und gehe zum Aussichtspunkt. Kurz sehe ich vier Kondore vorbei gleiten. Es hat einen Halbkreis aus Steinen. Hier richte ich mich ein. Ich bin die erste hier oben. Es weht ein kalter Wind. Von den Bergen ist nur teilweise etwas zu sehen. Ich rechne mit einer langen Wartezeit. Schnell ziehe ich alle Kleiderschichten, welche ich dabei habe, an. Bald kommen viele Wanderer. Der Mount Fitz Roy zeigt sich schon mal. Die Torres weigern sich aber. Unter mir sehe ich dem Lago Torres. Dahinter liegt ein Gletscher. Drumherum erheben sich hohe Felszacken. Das Panorama ist einfach überwältigend schön! Auch der Mount Fitz Roy hüllt sich wieder in die Wolken ein. Wieder einmal brauche ich viel Geduld. Zwischenzeitlich esse und trinke ich etwas. In meinem Kopf laufen dauernd Weihnachtsmelodien ab. Die Sonne scheint noch recht spärlich. 
So vergeht eine Stunde nach der anderen. Später scheint die Sonne zum Glück stärker. Die meisten Wolken haben sich aufgelöst. Nur an den Torres entlang ist noch ein hartknäckiges Wolkenband. Der Mount Fitz Roy ist entgültig frei von Wolken. Nochmals fliegen zwei Kondore vorbei. Etwa gegen 16:00 Uhr kommt auch endlich der Cerro Torres aus den Wolken heraus! Auch die anderen Torres zeigen sich langsam. Wow, was für ein grandioses Panorama!




Um 16:45 Uhr wird es langsam Zeit zum Aufbruch. Mühsam löse ich mich von diesem tollen Panorama. Beim Abstieg komme ich gut voran. Immer wieder schaue ich zurück und mache Fotos. Schließlich sehe ich, dass sich die Wolken alle aufgelöst haben. Das ist ein wenig fies! Ich habe schließlich sehr lange gewartet. Aber auch so, bin ich sehr zufrieden mit diesem tollen Tag. Um 19:00 Uhr komme ich wieder bei meinem Zelt an. Nach dem Abendessen gehe ich müde ins Zelt. Inzwischen ist der Himmel völlig Wolkenlos. 

24.12.2018

Leider wurde es wieder nichts mit dem Sonnenaufgang. In dieser Hinsicht scheine ich kein Glück zu haben. So lasse ich es gemütlich angehen. Es ist bewölkt. Dafür hat der Wind ein wenig nachgelassen. So gegen 10:00 Uhr packe ich alles zusammen. Der Plan war eigentlich, nun gemütlich ins Dorf zurück zu wandern. Aber wie so oft ändere ich meine Pläne. 
Ein letzter Blick vom See aus zeigt mir nämlich, dass der Himmel sich langsam aufklärt. Der Mount Fitz Roy kommt immer mehr aus den Wolken heraus! Irgendwie habe ich das Gefühl, es wird ein schöner Nachmittag. So fasse ich den verückten Entschluss, nochmals hoch zum Lago de los Tres zu gehen. Der Weg ist nun leider länger. Den großen Rucksack verstecke ich hinter einem Gebüsch und mit dem leichten Rucksack gehe ich los. Es ist nun 11:00 Uhr. Ohne Pause laufe ich bis zum anderen Camp durch. Beim Aufstieg mache ich zwei kurze Pausen. So gegen 12:40 Uhr erreiche ich den See. Wow, was für ein Panorama! Die Berge sind wolkenlos! Die Sonne scheint und ich sehe einen Kondor davon segeln. Ein paar Wolkenfetzen hat es aber am Himmel. Leider bläst ein eiskalter Wind. Immerhin sind die Windböen nicht mehr so stark und zwischendurch ist es sogar mal kurz windstill. Schnell gehe ich wieder zum Hügel und zu meiner Lieblingsstelle. Nun kann ich viele Fotos machen. 




Schließlich muss ich langsam absteigen. Der Abschied fällt mir sehr schwer. Eine kleine Wolke schiebt sich vor den Mount Fitz Roy. Das hilft mir, mich loszureißen. Um kurz nach 14:00 Uhr beginne ich den Abstieg. Kurz nach dem Camp treffe ich ein schweizer Ehepaar. Wir unterhalten uns ein wenig. So laufen wir gemütlich zum nächsten Camp. Ein Blick zurück zeigt uns, dass der Berg nun ganz in Wolken gehüllt ist. Es scheint auch von da hinten langsam regen zu kommen. 
Im Camp packe ich das wenige in meinen großen Rucksack um. Weiter geht es. Nun wandere ich runter nach El Chalten. Lange geht es durch den Wald. Zwischendurch hat man eine schöne Aussicht auf das Tal mit seinem Fluss. Um 17:15 Uhr komme ich beim Hotel an. Das Hotel war leider für die nächsten zwei Nächte schon ausgebucht gewesen. Daneben hat es ein Hostel und einen kleinen Campingplatz. Im Hostel will ich lieber nicht schlafen. Sie haben keine Einzelzimmer. So stelle ich mein Zelt auf. Zum Glück hat es einen Aufenthaltsraum. Es ist kalt geworden. Die Sonne ist verschwunden, es windet und immer wieder regnet es leicht. Zum Glück nie lang und auch nicht fest. Nun Telefoniere ich über WhatsApp nach Hause. Schließlich ist Weihnachten 🎄! Anschließend gehe ich kurz einkaufen und dann hole ich mein übriges Gepäck im Hotel. Nun kommt die große Herausforderung, dass alles im Zelt unterzubringen! Irgendwie schaffe ich es. Ab geht es unter die Dusche. Leider ist das Wasser nur noch handwarm. Deshalb gibt es nur eine kurze Dusche. Im Aufenthaltsraum koche ich mir dann mein Abendessen. Schnell komme ich mit den anderen Gästen ins Gespräch. Weil es langsam kühl wird, gehe ich schließlich ins Zelt zum schlafen. 

Ich wünsche euch allen eine schöne und besinnliche Weihnachten 🎄!

23.12.2018

Heute habe ich den Wecker auf 04:00 Uhr gestellt. Meine Hoffnung war, dass ich den Sonnenaufgang zu sehen kriege. Am Abend war es ja klarer Himmel. Kurz gehe ich raus und checke die Lage. Leider Pech gehabt! Zwar sehe ich vereinzelt Sterne und auch den runden Mond, es hat aber viele Wolken. Die Berge sind total dicht. Keiner ist zu sehen. Zudem tropft es auch leicht. Deshalb gehe ich wieder schlafen. 
Als ich schließlich gegen neun Uhr aufstehe, sind die Berge immer noch verborgen hinter den Wolken. Die Sonne scheint immer wieder kurz und es ist trocken. Aber immer noch hat es starke Windböen. Ich beschließe, nicht nochmals hoch zu steigen. Nach dem Frühstück packe ich alles zusammen und um 11:00 Uhr wandere ich los. Die Strecke heute ist sehr kurz. Sie führt mich am Bach entlang durch ein enges Tal. Es geht nur leicht auf und ab. Viele Wanderer kommen mir entgegen. Schließlich ist es Sonntag und auch die Hochsaison hat begonnen. Das letzte kurze Stück geht leicht aufwärts. Nach einer Stunde komme ich schon beim Camp Capri an. Es liegt im Wald und hat eine Toilette. Das Camp liegt an der Laguna Capri. Von hier hat man einen schönen Ausblick auf die Berge. Wasser hole ich aus dem See. Natürlich filtere ich es. Ich suche mir einen windgeschützten Platz aus. Schnell stelle ich das Zelt auf. Ich will raus aus dem Wind. Er wirbelt nämlich auch den Sand auf. Bald verschwindet die Sonne und leichter Regen setzt ein. Mal tropft es nur oder es ist trocken. Richtig nass, wird das Zelt zum Glück nicht. Ich mache es mir im Zelt gemütlich. Immer wieder gehe ich kurz raus und schaue, wie das Panorama ist. Die Berge sehe ich den ganzen Tag nie. So lese ich halt in meinem Buch weiter. Zum Glück habe ich eine gute Powerbank dabei. Mit ihr kann ich mein iPhone mehrere Male aufladen. 
So geht auch dieser Tag vorüber. Hoffentlich wird das Wetter wieder besser. Am Abend wird immerhin der Wind langsam schwächer. Um 21:00 Uhr hört der Regen auf. Die Sicht auf die Berge wird wieder besser. 

22.12.2018

Heute schlief ich mal aus. Gemütlich frühstückte ich. Ein Blick hoch zum Berg zeigte mir, dass dieser noch in den Wolken verborgen war. Es bestand also keine Eile. 
In der Nacht kam ein starker Wind auf. Besser gesagt, heftige Windböen. Dazwischen ist es auch mal windstill. Den Morgen über war es auch stark bewölkt. Am Mittag kam aber die Sonne immer mehr zum Vorschein und es wurde, bis auf die Windböen, ein schöner Nachmittag. 
So gegen 11:00 Uhr hatte ich das Gefühl, die Wolken an den Bergen verziehen sich langsam. Deshalb packte ich Wasser, etwas zu Essen und warme Sachen zusammen und mit dem leichten Tagesrucksack erklomm ich nochmals den Hügel hoch zum Lago de los Tres. Diesmal brauchte ich genau eine Stunde. Gestern waren es noch zwanzig Minuten länger. Am Mittag war ich oben. Nun heißt es Geduld haben. Das ganze Panorama ist super. Nur der Mount Fitz Roy weigert sich, aufs Foto zu kommen! Er scheint eine eigene Nebelmaschiene zu besitzen. Die Spitzen links und rechts sind ohne Wolken. Nur der Hauptdarsteller scharrt den Nebel um sich. Zunächst bleibe ich im Windschatten einiger großer Steine auf der Moräne. Einige Male hatte ich das Gefühl, nun hebt sich der Nebel. Kurz bevor die Spitze rauskam, senkte sich der Nebel aber wieder. So verging eine Stunde nach der anderen. Ich schaute dem Nebel zu oder beobachtete die Leute. Ein paar Fotos machte ich trotzdem. Schließlich lief ich zum See runter. Daneben ist ein kleiner Hügel. Dort hinauf ging ich nun. Wow, das Panorama von hier ist noch viel besser! Links, tief unten sieht man die Laguna Sucia. Rechts den Lago de los Tres. Dahinter die Gletscher und natürlich die Berge. Felsnadeln strecken sich in den Himmel. Der größte ist der Mount Fitz Roy. Einmal sehe ich eine Schneelawine, welche in die Laguna Sucia stürzt. Hoch oben fliegen zwei Kondore vorbei. Die Windböen sind hier oben fast Orkanartig. Man kann sich kaum auf den Beinen halten. Deshalb sitze ich auch die ganze Zeit. Fotografieren ist so auch sehr schwer. Fast unmöglich. Wieder vergeht einige Zeit. Doch Geduld ist mein zweiter Vorname. So gegen 16:00 Uhr kommt langsam Bewegung in den Nebel. Er hebt sich immer mehr. Plötzlich ist der Berg wolkenfrei! Was für ein Anblick! Unbeschreiblich schön. Schnell versuche ich Fotos zu machen. Doch genau jetzt fegt wieder eine heftige Windböe durch. Als der Wind nachlässt, ist wieder ein Wolkenfeldern vor dem Berg!😥
Das wiederholt sich ein paarmal. 
Berg frei = Windböe
Windstill = Berg im Nebel 
So fies!!
Irgendwie schaffe ich es aber doch noch, ein paar wenige Fotos zu machen. 




Bald schlossen sich die Wolken wieder mehr um den Berg. So machte ich mich langsam auf den Rückweg. Am See machte ich noch ein paar Fotos. Um 17:15 Uhr startete ich meinen Abstieg. Die Sicht war jetzt sehr schlecht. Fast alle Spitzen sind im Nebel und ein Dunst liegt in der Luft. Als ich um 18:15 Uhr wieder ins Camp komme, gehen immer noch Tageswanderer rauf zum See! Das heißt eine Stunde oder mehr rauf und zwei bis drei Stunden zurück ins Dorf. Die Südamerikaner werde ich nie verstehen. Klar ist es bis nach zehn Uhr hell, aber trotzdem. 
Als ich um 21:00 Uhr zur Toilette ging und Bettfertig machte, war der Berg wieder wolkenlos! Als wollte er mich verhöhnen. Die Sonne war aber schon hinter den Bergen verschwunden. 


Nochmals schlafe ich im selben Camp. Wasser habe ich auch wieder beim Abstieg aufgefüllt. 

21.12.2018

Heute hatte ich den Wecker früh gestellt. Der Sonnenaufgang ist hier sicher wunderschön. Als er läutete, ging ich aus dem Zelt und schaute nach, wie das Wetter ist. Wolken am Himmel und die Torres sind ebenfalls in den Wolken. Deshalb gehe ich wieder schlafen. Etwa gegen acht Uhr wache ich wieder auf. Ich lasse es langsam angehen. Gemütlich bleibe ich noch liegen und ich lese auf meiner eReader App ein Buch. Dann frühstücke ich gemütlich. Das Wetter wird langsam besser und die Sonne kommt langsam raus. Die Wolken lösen sich immer mehr auf. Nun gehe ich zum See hoch. Die Torres hüllen sich immer noch im Nebel ein. Da ich Zeit habe, warte ich einfach. Gegen Mittag habe ich Glück und die Türme zeigen sich ein paar Sekunden lang!



Kurz sind sie zu sehen und dann wieder in den Wolken drin. Das wiederholt sich immer wieder. Ein toller Anblick! Irgendwann kehre ich zum Zelt zurück und nun packe ich alles zusammen. 
Um 12:30 Uhr wandere ich los. Zunächst geht es auf dem selben Weg zurück. Beim letzten guten Bach fülle ich noch meine Wasserflasche auf. Schließlich erreiche ich die Abzweigung. Statt zurück ins Dorf, geht es für mich nach links weiter. Kurz geht es flach durch den Wald weiter. Doch schon bald beginnt die Steigung. Eine Weile geht es recht steil rauf. Immer durch den Wald. Auch hier kommen mir viele Wanderer entgegen. Endlich erreiche ich eine Anhöhe. Ein flacher Abschnitt folgt. Danach geht es nochmals kurz rauf. Nun geht der Weg in leichtem auf und ab weiter. Sehr angenehm. Manchmal ist das Unterholz sehr dicht und ich muss mich fast durch die Büsche kämpfen. Dann wieder ist der Wald sehr offen. Einmal will ich eine Pause machen. Als ich mich hinsetze, sehe ich an einem Baum eine Bewegung. Ich stehe wieder auf und nun sehe ich einen männlichen Magellanspecht. Er hat einen knallroten Kopf. Schnell mache ich ein paar Fotos. Leider ist er ein wenig zu weit weg. Langsam gehe ich näher heran. Jetzt fliegt er leider davon. Plötzlich höre ich ganz nahe einen weiteren Specht hämmern. Es ist das Weibchen. Nach kurzer Zeit fliegt es auch davon. Schade, habe ich das Männchen nicht so nahe gehabt! Immerhin habe ich nun auch ein Männchen gesehen. Ein tolles Erlebnis! Die Pause habe ich ganz vergessen und nun laufe ich weiter. Bald darauf komme ich zu einem See. Am Ufer entlang geht es weiter. Der Weg geht ein wenig hoch und nun schaue ich auf den See runter. Gleich dahinter folgt ein zweiter See. Langsam komme ich aus dem Wald heraus und nun sehe ich hinter dem See, den Mount Fitz Roy aufragen. Ein tolles Panorama! Nach dem See komme ich zu einer Wiese. Die Aussicht ist hier sogar noch besser!

Ist der Mount Fitz Roy nicht schön?
Weiter geht es. Nicht weit entfernt erreiche ich das Camp Poincenot. Es liegt ebenfalls im Wald. Hier hat es zwei Toiletten und sie sind zum Glück nicht voll. Wasser gibt es vom nahen Bach. Diesmal ist es nicht Gletscherwasser. Etwa um 15:30 Uhr komme ich hier an. Schnell suche ich mir einen Platz für mein Zelt aus. Leider sind die besten Plätze schon vergeben. So stelle ich mein Zelt halt weniger windgeschützt auf. Die Bäume halten aber sehr viel Wind vom Boden fern. Immerhin ist der Boden eben und auch meine Heringe kann ich problemlos reinstoßen. Schnell richte ich alles ein. Dann packe ich warme Kleidung und etwas zu trinken und einen Riegel in meinen leichten Tagesrucksack. Um 16:15 Uhr laufe ich los. Es geht über den Bach und dann fängt die Steigung an. Steil geht es nun zwei Kilometer aufwärts. Dabei sind über 400 Höhenmeter zu bewältigen. Da hier viele Tageswanderer herkommen, ist der Weg aber sehr gut angelegt. Viele Steinstufen sind eingebaut worden. Mühselig erklimme ich eine Stufe nach der anderen. Schnell gewinne ich an Höhe. Endlich um 17:30 Uhr komme ich oben auf der Moräne an. Wow, ein tolles Panorama! Unter mir liegt der Lago de los Tres. Dahinter erheben sich mehrere steile Türme. Nur der Mount Fitz Roy ist leider in den Nebel eingehüllt. Ein leichter Wind weht. Ich ziehe alles an und suche mir einen windgeschützten Platz. Nun warte ich ab. Ein paar mal habe ich die Hoffnung, das der Berg hervor kommt. Leider kommt aber immer wieder eine neue Wolke zum Vorschein. Lange warte ich. Jedoch vergeblich. Dafür sehe ich zwei Kondore vorbei fliegen. Nur leider weit weg. Um 19:00 Uhr gebe ich es auf. Schnell suche ich noch den Geocache. Anschließend beginne ich den Abstieg. Auch runter geht es nicht viel schneller, als hoch. Zu viele Steine hat es im Weg. Etwa um 20:15 Uhr komme ich im Camp an. Unterwegs habe ich noch alle Flaschen mit Wasser aufgefüllt. Nun koche ich etwas und esse dann mein Abendbrot. Müde und voller neuer Eindrücke gehe ich dann schlafen. Übrigens ist der Zeltplatz nun voll. 




20.12.2018

Etwa um 06:00 Uhr wachte ich auf. Ein Blick aus dem Fenster zeigte mir, dass es tolles Wetter ist. Keine Wolken sind zu sehen. Der Mount Fitz Roy ist gut zu sehen. Schnell ziehe ich mich an und dann schnappe ich mir meine Kamera und los geht es. Schade habe ich den Sonnenaufgang verpasst. Der wäre heute sicher bombastisch gewesen. Tja, kann man nichts dagegen machen. Ich laufe vorbei am Nationalparkgebäude und erklimme den Hügel dahinter. Es führt ein sehr guter Weg rauf zu diesem Aussichtspunkt. Oben angekommen, etwa nach einer halben Stunde, eröffnet sich mir ein megageiles Panorama! Die Torres und auch der Mount Fitz Roy sind wolkenlos zu sehen. 


Nachdem ich diese Aussicht genug genossen hatte, suchte ich noch einen Geocache. Danach lief ich gemütlich zurück ins Hotel. Das Frühstück ließ ich mir schmecken. Nun ging ich noch kurz einkaufen. Ich brauche Essen für meine nächste Wanderung. Anschließend packte ich alles zusammen. Meine große Tasche kann ich wieder im Hotel deponieren. Um 10:00 Uhr muss ich mein Zimmer räumen. Da die Etappe von heute recht kurz ist, gönne ich meinem Körper noch etwas Ruhe. Ich surfe noch im Internet, dabei schaue ich auch den Wetterbericht an. Die nächsten Tage sollte es trocken bleiben und auch relativ viel Sonne geben. Auch Wolken sind möglich. Hoffentlich sind die Berge zu sehen. 
Nochmals unterhalte ich mich mit Martin und Marion. Ich habe mich sehr gefreut, euch kennengelernt zu haben. Am Mittag breche ich dann zu meiner Wanderung auf. Kurz gehe ich durchs Dorf. Bald stehe ich am Anfang des Weges. Hier sind viele Tagestouristen unterwegs. Gleich das erste kurze Stück geht schon rauf. Es folgt ein flacher Abschnitt. Die Strecke ist heute 9 km lang und wird mit etwa 3 Stunden angegeben. Anstiege und flache Abschnitte wechseln sich ab. Bei einem Aussichtspunkt mache ich eine kurze Pause. Von hier sieht man die Torres das erste mal. Leider sind sie nun in Wolken gehüllt. Der Himmel ist stahlblau und nur diese Berge sind in den Wolken versteckt. Das ist fies! 
Weiter geht es. Etwa 1.5 km vor dem Ziel kreuzt ein Bach meinen Weg. So gegen 15:00 Uhr erreiche ich das Camp D’Agostini. Es liegt zwischen Moränen in einem kleinen Wald. Dadurch ist es sehr windgeschützt. Es ist gratis und hat nur eine Toilette. Leider ist die schon ganz gefüllt. Deshalb gehen alle in die Büsche. Neben dem Camp fließt ein großer Gletscherbach. Es ist der Rio Fitz Roy. Aus diesem müssen wir auch unser Wasser holen. 
Schnell stelle ich mein Zelt auf und richte es ein. Auf diesem Campingplatz hat es am Abend weniger Zelte, als auf dem Huemul-Circuit. Schon seltsam. Nun steige ich auf die Moräne und ich komme zum Lago Torres. Es hat ein paar kleine Eisberge darauf. Dahinter erheben sich die Torrestürme. Leider sind diese immer noch verhüllt. Ich suche mir einen windgeschützten Platz. Mehrmals kommt ein mittelgroßer Greifvogel in meine Nähe und sucht nach essbarem. Oder er fliegt an mir vorbei. Stundenlang warte ich nun. Nur einmal kommen die Torres für ein paar Sekunden heraus. Die Wolken wollen sich einfach nicht auflösen. Schließlich gehe ich zum Zelt zurück und esse mein Abendbrot. 

19.12.2018

Heute stand ich früh auf. Der Sonnenaufgang soll hier sehr schön sein. Der Himmel und die Wolken färbten sich auch ein wenig rot. Doch leider hatte es dort, wo die Sonne aufgeht, zu viele Wolken. Trotzdem genoss ich die morgendliche Stimmung. Ich machte mir warmes Wasser für mein Müsli und zum trinken. Anschließend packte ich alles zusammen. Um 07:30 Uhr lief ich los. Das Wetter wurde immer besser. Die Wolken lösten sich auf und es wurde ein strahlend schöner und sonniger Tag. Am Nachmittag wurde es zudem richtig warm. Sicher über 20 Grad. 
Ein kurzer Aufstieg brachte mich vom Camp zurück zum Wanderweg. Nun ging es erst mal recht flach weiter durch die Pampa. Ich sah einige Hasen davon hoppeln. Nach einer Weile komme ich ans Ufer des Lago Viedmas. Der Weg folgt nun dem Kiesstrand. Einen Bach muss ich hier überqueren. Schließlich geht der Weg ins Hinterland. Ich komme in hügeliges Gelände. Langsam wandere ich einen Hügel hoch. Die Aussicht zurück wird immer besser. Der See liegt vor mir und dahinter sehe ich das Ende des Gletschers. Hinter dem Gletscher ragen schöne vergletscherte Berge in den Himmel hoch. Jetzt geht es rauf und runter weiter. Ein Stück vor mir wandert ein Pärchen. Immer weiter folge ich dem Wanderweg. Kurz sehe ich einen Kondor vorbei fliegen. Es folgen ein paar sumpfige Abschnitte. Irgendwann kommt es mir aber seltsam vor, dass der Weg immer weiter vom See weg geht. Ich schaue auf mein GPS und tatsächlich habe ich den richtigen Wanderweg verlassen! Ich habe keine Ahnung, wo ich den Fehler gemacht habe. Der Weg war immer gut sichtbar. Ich rufe dem Pärchen zu, dass sie warten sollen. Zusammen suchen wir nun einen Weg durchs Gelände und zurück zum Weg. Weiter rechts sehen wir fünf Leute hochkommen. Schnell folgen wir Ihnen. Wir finden wieder auf den Weg zurück. Irgendwann kämpfen wir uns aber wieder durchs Gestrüpp. Ein Blick aufs GPS bestätigt meine Vermutung. Wieder haben wir den Weg verloren. Die Richtung stimmt aber. Das Vorwärtskommen ist recht mühsam. Die Büsche haben oft Dornen. Weiter geht es hoch und runter. Endlich finden wir den Weg wieder. Bei einem Bach mache ich eine Pause. Meine Füße schmerzen langsam. Das Tempo ist mir ein wenig zu schnell gewesen. Da es hier viele Spuren von Kühen hat, filtere ich das Wasser. Nachdem der Durst gelöscht ist, esse ich etwas. Auch hier sehe ich kurz einen Kondor vorbeigleiten. Als meine Pause fast vorbei ist, kommt ein schweizer Ehepaar vorbei. Sie machen auch eine Pause. Ich gehe nun langsam weiter. Gerade als ich ein paar Fotos mache, holen die Schweizer mich ein. Wir kommen ins Gespräch. Sie heißen Martin und Marion. Die zwei sind gerade in den Flitterwochen. Zusammen laufen wir weiter. Es geht runter in die Ebene. Bald sind wir beim großen Fluss angekommen. Es ist der Rio Tunel. Den selben Fluss haben wir am zweiten Tag, weiter oben, schon einmal überquert. Nun müssen wir hier, wo der Fluss in den See fließt, wieder auf die andere Seite gelangen. Der Fluss führt hier viel mehr Wasser. Zu Fuß möchte ich ihn lieber nicht durchwaten. So bleibt mir nur die Zipline. Martin und Marion helfen mir zum Glück. So gelange ich sicher ans andere Ufer. Beim Pier angekommen, können wir leider kein Autostop machen. Die Schifffahrt wurde eingestellt und so kommen keine Autos mehr hierher. So bleibt uns nichts anderes mehr übrig, als weiter zu laufen. Ein Weg geht zu einem Hotel. Dort, so hoffen wir, können wir ein Taxi anrufen. Es geht rauf und runter durch die Pampa. Einige Kühe Weiden hier. Nach einer gefühlten Ewigkeit kommen wir zum Hotel. Leider ist es uns aber nicht möglich, das Hotel zu erreichen. Es ist umgeben von einem hohen Zaun. Die zwei einzigen Tore sind mit einer Kette und Schlössern gesichert. Deshalb müssen wir auch die letzten Kilometer nach El Chalten zu Fuß zurück legen. Kurz geht es nochmals rauf. Dann erreichen wir eine Ebene. Hier werden wir für unsere Strapazen entschädigt. Das Panorama ist überwältigend schön. Die Torrestürme und Mount Fitz Roy erheben sich vor uns! Wow, und das mit blauem Himmel und fast ohne Wolken! Unbeschreiblich ist dieser Anblick. 


Nun geht es runter zum Dorf. Kurz nach 16:00 Uhr kommen wir beim Nationalparkgebäude an. Wir stecken den Zettel in den Kasten. So wissen die Ranger, dass wir zurück sind. Wow, das waren heute fast 30 Kilometer! Auf dem Weg ins Dorf sehen wir noch drei Kondore am Himmel kreisen. Einer kommt relativ nahe und ich mache ein paar Fotos. Im Dorf steuern wir zuerst einen Laden an. Ich kaufe eine große Flasche Fanta! Davon habe ich jetzt schon einige Zeit geträumt. Zufällig schlafen wir im selben Hotel. Nach dem duschen treffen wir uns wieder. Ich gebe Marion meine Telefonnummer. Sie hat Fotos von mir gemacht, als ich die Zipline benutzte. So kann sie mir diese per Whatsapp schicken. Gemeinsam gehen wir nun zu unserem verdienten Abendessen. Müde aber satt gehe ich dann schlafen. 
Nochmals ein herzliches Dankeschön für alles an Martin und Marion. 

Den Huemul-Circuit kann ich jedem nur empfehlen! Er ist zwar streckenweise recht anstrengend und nicht einfach. Aber die phänomenale Landschaft entschädigt das tausendfach! Ein Geheimtipp ist es aber nicht mehr. Es waren immer mindestens 20 Zelte im Camp. Die Ausrüstung kann man auch vor Ort mieten. 

Donnerstag, 20. Dezember 2018

18.12.2018

Die Wettervorhersage für heute war sehr schlecht. Es sollte den ganzen Tag lang regnen. Was soll ich sagen? Es schien die Sonne. Ein paar Wolken hatte es. Zwischendurch tropfte es mal ganz kurz. Am späteren Nachmittag war es bewölkt. Dann kam nochmals die Sonne raus. So gegen 19:00 Uhr war es wieder bewölkt und kurz tropfte es etwas stärker. Doch der Regen blieb aus. Was für ein Glück. Der Wind blies aber zum Teil sehr kräftig. Erst am Abend wurde es ruhiger. 
Um 07:30 Uhr wanderte ich los. Es ging eine Weile hoch und runter. Immer hinter der Moräne. Endlich kamen wir rauf auf einen Hügel und nun sah ich wieder den Viedma Gletscher. So schön! Im steten auf und ab geht es weiter. Viele kleine Bäche kreuzen den Weg. Auf einer Anhöhe sehe ich auch wieder das große Eisfeld. Wow, immer noch bin ich bei diesem Anblick sprachlos! 
Wieder geht es runter. Beim nächsten Anstieg finde ich ein Smartphone auf dem Boden! Ich nehme es mit. Der Besitzer ist sicher froh darüber, es zurück zu bekommen. Weiter geht es im Takt. Auf und ab. Einmal Quere ich einen größeren Gebirgsbach. Dank großen Steinen, kein großes Hindernis. Etwa zwei Kilometer nach dem Fund des Smartphones, kommt mir eine Frau ohne Rucksack entgegen. Ich zeige ihr das Smartphone. Sie ist heilfroh, es zurück zu kriegen. Mission erfüllt. Ich mache eine kurze Pause. Eine Kleinigkeit essen und etwas trinken. Das tut gut. 
Nun folgt der Aufstieg zum Huemul Pass. Zunächst geht der Weg entlang des steilen Hanges nur leicht rauf oder sogar flach weiter. Ein paar knifflige Stellen hat es. Dort muss ich Felsen umgehen. Es ist aber gut machbar. Schließlich geht es sehr steil aufwärts. Zuerst noch ein wenig hin und her. Es folgt nochmals ein kurzer flacher Abschnitt. Das letzte Stück geht dann direkt hoch. Hier wehen heftige Windböen. Zum Glück von unten rauf. So bekomme ich Aufstiegshilfe. Ich muss aber aufpassen, das der Wind mich nicht umbläst. Endlich stehe ich auf dem Pass! Besser gesagt, setze ich mich so schnell es geht hin. Ich kann mich vor lauter Wind, kaum auf den Füßen halten. Die Windböen blasen mit fast 100 km/h. Das Panorama ist überwältigend schön! Nochmals kann ich den Gletscher und das Eisfeld sehen. 


Leider ist es bei diesem starken Wind fast nicht möglich, ein Foto zu machen. Ich kann die Kamera nicht stabil genug halten. Trotzdem bleibe ich einen Moment sitzen und genieße einfach das Panorama! Über mir kreisen zwei Kondore am Himmel. Schließlich wird es mir zu heftig und ich starte den Abstieg. Auf der anderen Seite des Passes schaue ich runter auf den Lago Viedma. Ein großer Gletschersee. Zwischen großen Steinen finde ich einen einigermaßen windgeschützten Platz für meine Mittagspause. Ich muss mich stärken für den brutalen Abstieg. Davor hat es mir von Anfang an gegraut. 
Nach der Pause packe ich meine Kamera in den Rucksack. Sie wäre mir beim kommenden Abstieg im Weg. Zudem ziehe ich Handschuhe an. So sind meine Hände geschützt. Nun kann es losgehen. Zuerst geht es harmlos runter zu einem Plateau. Hier hat es einen Bach und zwischen Büschen auch ein paar Campstellen. Inzwischen ist es aber verboten hier das Zelt aufzuschlagen. Nochmals sehe ich einen Kondor vorbeigleiten. Meine Kamera ist aber leider im Rucksack verstaut. Ich folge dem Weg rein ins Gebüsch. Es geht am Hang entlang nochmals kurz rauf. Ich muss über viele dicke Wurzeln klettern. Dann fängt die Hölle an. Es geht senkrecht und sehr steil runter. Der Untergrund ist sehr rutschig. Loser Schotter und Sand. Ich benutze Büsche zum Festhalten oder meine Stöcke. Vorsichtig und sehr langsam steige ich konzentriert ab. Nach einiger Zeit komme ich in ein Waldstück rein. Hier ist es ein wenig einfacher. Es hat Wurzeln zu drauf stehen und der Weg macht auch ein paar Kurven. Ich verschnaufe ein wenig, trinke etwas und gönne meinen Knien einen Pause. Raus aus dem Wald geht es wieder senkrecht nach unten. Die ganze Zeit sehe ich weit, direkt unter mir den See. Auch das Camp am Ufer ist zu sehen. Vor dem Camp treiben sehr große Eisberge im Wasser. Nun ist mir auch klar, woher das poltern und krachen herkommt. Eisbrocken lösen sich und poltern ins Wasser. Ich dachte schon, es wäre Steinschlag! Sehr erleichtert, wandere ich weiter. Es folgt ein felsiger Abschnitt. Etwa 20-30 Meter geht es über einen Felsen runter. Zum Glück wurde hier ein Seil montiert. Rückwärts und mit Hilfe des Seils klettere ich langsam runter. Die Füße finden zum Glück guten Halt. Puh, das wäre geschafft! Steil geht es weiter runter. Endlich kommt der Boden langsam in Sicht. Die letzten Höhenmeter sind dann wieder einfacher zu laufen. Erleichtert mache ich, am Talboden angekommen, eine kurze Pause. Ein Blick zurück zeigt mir den Abstieg. Da bin ich runter gekommen?! Ich habe die Hölle auf der Erde gefunden. Gemütlich laufe ich die letzten Meter runter zum Camp direkt am See. Es hat hier nicht so viele Zeltplätze. Sie sind aber geschützt in den Bäumen. Um 14:30 Uhr komme ich hier an. Eine Toilette hat es nicht. Wasser gibt es von einem kleinen Bach. Schnell stelle ich mein Zelt auf. Am Abend ist der Platz dann voll. Nun genieße ich die tolle Aussicht vom Strand. Leider ist es ein Strand mit großen Steinen. Ich sehe das Ende des Gletschers und vor dem Strand viele kleine und auch viele große Eisberge schwimmen. Was für ein Anblick! Das Eis ist zum Teil tiefblau. Immer wieder fallen Eisstücke krachend ins Wasser. Ein paarmal sehen wir auch einen größeren Eisberg auseinander brechen. Das donnert gewaltig! Und dann drehen sich die Bruchstücke und der blaue untere Teil kommt zum Vorschein. Ein toller Anblick! 



Nach dem Abendessen fängt es leider stärker an zu tropfen. Ich flüchte ins Zelt. Es sieht nach Regen aus. Ich bin aber noch nicht mal im Schlafsack, als es schon wieder aufhört. Nun ist es windstill. Irgendwie habe ich auch das Gefühl, dass es wärmer wurde. Ich öffne sogar den Schlafsack ein wenig. So um 22:00 Uhr fängt es wieder an zu winden. Da aber so viele Zelte dicht um meines aufgestellt wurden, kommt kaum Wind zu meinem Zelt. 
Und nun gute Nacht. 

17.12.2018

Wieder ist es ein wunderschöner Tag. Sonne pur und nur wenige Wolken am Himmel. Ein paar Berge sind aber mit Nebel verhüllt. Um 07:10 laufe ich los. Es wartet eine anstrengende Etappe auf mich. Bald darauf komme ich zum See. Auf der rechten Seite wandere ich vorbei zum anderen Ende. Durch ein breites Steinfeld laufe ich zum Fluss. Diesen müssen wir heute überqueren. Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder zu Fuß durchs Wasser oder mit einer Zipline. Am Stahlseil muss man sich einklinken und dann rüber ziehen. Deshalb auch die ganze Ausrüstung. Ich versuche es lieber zu Fuß. Kurz oberhalb vom See, sehe ich eine gute Stelle zum furten. Der Fluss teilt sich hier in zwei Arme. Bei beiden sehe ich eine Stelle, wo es augenscheinlich Steine im Wasser hat. Ich vermute, dass es dort nicht so tief ist. Als erstes heißt es Schuhe ausziehen, dann ziehe ich Neoprensocken und meine Crocs an. Zur Sicherheit ziehe ich auch meine Hose aus. Ich weiß ja nicht, wie tief das Wasser ist. Alles wird wasserdicht verpackt. Nun kann es losgehen. Langsam und vorsichtig setze ich einen Fuß vor den anderen. Die Stöcke sind auch sehr hilfreich. Ich muss gut aufpassen, denn die Steine im Wasser sind aalglatt. Auf der Insel in der Mitte kann ich kurz verschnaufen. Es folgt der zweite Teil. Endlich erreiche ich das andere Ufer. Das Wasser war maximal wadentief. Eigentlich war es eine einfache Furt. Nur ist das Gletscherwasser logischerweise eiskalt. Dank meinen Neoprensocken, sind meine Füße aber warm und trocken geblieben. Nur meine Beine wurden ein wenig kalt. Sehr viel angenehmer als barfuß. Ich kann die Socken nur weiter empfehlen. 
Alles wird wieder angezogen und die Socken hänge ich außen an den Rucksack. Von hier führt auch ein markierter Wanderweg weiter zur Zipline hoch. Dort angekommen, schaue ich kurz zu, wie die Leute sich da rüber hangeln. Jetzt weiß ich immerhin, wie es funktioniert. Die Leute stehen regelrecht Schlange. Jeder braucht halt Zeit, da rüber zu kommen. 
Nun fängt der lange Aufstieg an. Durch ein Schotterfeld geht es am Hang entlang rauf zur nächsten Geländestufe. Hier komme ich langsam zum Gletscher. Kurz davor verliere ich den Weg. In den Steinen ist kein Weg mehr zu erkennen. Ich laufe einfach in Richtung Gletscher weiter. Irgendwann sehe ich wieder Steinmänner. Sie weisen mir den Weg zur Moräne neben dem Gletscher. Hier ist wieder ein Weg zu sehen. Dem folge ich nun, dicht am Gletscher entlang. Zwischendurch geht es auch runter zum Gletscherfuss. Das letzte kurze Stück laufe ich auf dem Gletscher. Hier ist es aber kein Problem. Spalten hat es keine und das Eis ist voller Steine. Meine Füße haben einen guten Halt. Ein großer Steinmann weißt mir den Aufstieg. Hier führt ein guter Weg schräg die Moräne hoch. Anschließend geht es im Zickzack weiter rauf zu einem ehemaligen Camp. Dahinter und ein wenig weiter unten ist ein weiterer See. Der Weg geht aber links rauf. Zuerst noch angenehm im Zickzack. Dann geht es am Hang entlang in Richtung See. Die Aussicht wird immer besser. Über dem See wird es langsam kriminell. Sehr steil geht es hier durch losen Schutt hoch. Es ist aber immer ein guter Weg. Daneben geht es steil runter. Ich schaue nur noch vor meine Füße. Ein paar Stellen gibt es, wo ich verschnaufen kann. Hier ist ein kleines Plateau. Immer wieder mache ich Fotos von dem tollen Panorama! Zwei Gletscher und einige Berge sind zu sehen. Dazu kommen zwei Sees und auch die Ebene und ein Teil der Strecke von gestern sehe ich. Der Wind ist heute einiges angenehmer. Er bläst weniger stark. Scheinbar ist es auch wärmer als gestern. Der steile Aufstieg geht weiter. Völlig erschöpft komme ich endlich auf dem Pass an. Er heißt passenderweise Windpass. Der Wind pfeift hier eiskalt durch. Schließlich kommt er vom großen Gletscher hoch. Schnell ziehe ich meine Regenjacke an. Dann folge ich den Spuren durch ein kleines Schneefeld. In einer Senke hat es zwei kleine Seen. Dahinter ist ein kleiner Hügel. Darauf klettere ich nun. Voller Staunen bleibe ich stehen! Vor und unter mir erstreckt sich ein riesiges Eisfeld! Einen so großen Gletscher habe ich noch nie gesehen. Es ist links der Viedmagletscher, rechts und geradeaus sehe ich Teile des Inlandeisfeldes. Und das ist nur ein winziger Ausschnitt vom ganzen Inlandeisfeld. 



Leider windet es hier stark und es ist eiskalt. Schnell mache ich ein paar Fotos. Dann suche ich mir einen windgeschützten Platz für meine Mittagspause. Von hier sehe ich aber das Eisfeld leider nicht. Dafür kann ich mich an der Sonne ein wenig aufwärmen. 
Nach der Pause gehe ich nochmals kurz zum Aussichtspunkt. Ich kann mich kaum sattsehen. Langsam muss ich mich von diesem grandiosen Panorama losreißen. Es folgt ein sehr steiler Abstieg. Halb unten folge ich dem Hang entlang. Noch immer sehe ich einen Teil des Eisfeldes. Schließlich komme ich zum Talboden. Nun liegt eine hohe Moräne zwischen mir und dem Gletscher. Ich sehe das Eisfeld nicht mehr. Entlang der Moräne geht es gemütlich leicht abwärts weiter. Das letzte Stück folge ich einem Bach runter zu einem See. Am oberen Ende des Sees, direkt an der Moräne, liegt ein einfaches Camp. Hier hat es zwar einen Raum zum Kochen, dafür keine Toilette. Wasser hat es vom Bach. Ein paar Plätze hat es in Steinkreisen. Diese schützen ein wenig vor dem Wind. Am Abend stehen zwanzig Zelte auf der Wiese. Hier kann ich immerhin mal meine Heringe richtig in den Boden stecken. 
Um 14:30 Uhr kam ich im Camp an. Nach dem Zelt aufstellen und einrichten genieße ich die Sonne. Zur Zeit weht auch kaum Wind. Am Abend wird der Wind leider stärker. Er rüttelt heftig an meinem Zelt. Das wird eine lustige Nacht werden. 



16.12.2018

Wow, was für ein Glück habe ich heute mit dem Wetter! Die Sonne scheint und die letzten Wolken verziehen sich langsam. Noch sind die Berge aber in den Wolken versteckt. Dafür ist es sehr kalt geworden. Die höheren Berge, welche sichtbar sind, haben weiße Hauben bekommen! Dabei ist es doch Sommer! Nach dem Frühstück gebe ich mein übriges Gepäck in Gewahrsam und um 07:15 Uhr starte ich meine Wanderung auf dem Huemul-Circuit. 
Zuerst laufe ich zum Nationalparkgebäude. Dahinter beginnt der Wanderweg. Durch eine Wiese mit vielen Büschen geht es flach bis zu einer Weggabelung. Links geht es hoch zu einem Aussichtspunkt. Ich nehme den rechten Weg. Es folgt ein kurzer aber steiler Aufstieg. Durch die Hügel geht es weiter. Hier sehe ich zwei Hasen. Es fallen noch ein paar Schneeflocken! Danach ist es aber trocken. Steigungen und flache Abschnitte wechseln sich ab. Zwischendurch geht es immer wieder durch einen Wald. Sehr schöne Bäume stehen hier. Nach etwa zwei Stunden komme ich auf eine Kuppe. Hier habe ich ein tolles Panorama auf die Berge. Vergletscherte Bergspitzen sehe ich. Hier mache ich eine kurze Pause. Langsam kommt der Torres aus den Wolken heraus. Leider hüllt sich der Mount Fitz Roy noch störrisch in die Wolken. Entweder sehe ich nur den unteren Teil oder nur die Spitze von ihm. 
Da es windet und dadurch eiskalt ist, muss ich wohl weiter laufen. Bald komme ich zur nächsten Weggabelung. Rechts geht der Weg hoch zu einem tollen Aussichtspunkt! Einige Leute sind auf dem Weg dorthin. Sie bekommen heute ein traumhaftes Panorama zu sehen. Ich laufe links weiter in den Wald hinein. Es folgt ein sehr sumpfiger Abschnitt. Zum Glück hat es oft Äste am Boden, über die man balancieren kann. Kontinuierlich geht es weiter rauf. Weiter oben komme ich aus dem Wald heraus und auf eine sehr feuchte Wiese. Links sehe ich den großen Lago Viedma. Was für eine Aussicht! Vor mir erhebt sich der Mount Huemul mit seinen Gletschern. Ihn werde ich die nächsten Tage umrunden. Rechts reihen sich viele vergletscherte Berge aneinander. Darunter sehe ich auch den Torres und nun auch den Mount Fitz Roy. Die Wolken haben sich vollständig aufgelöst. So ein tolles 360 Grad Panorama! Ich weiß gar nicht, wo ich zuerst hinschauen soll. Ein zwar eiskalter, aber prachtvoller Tag. 
Zwei Wanderer überholen mich hier. Ein paar Meter weiter sehe ich drei mittelgroße Vögel. Sie haben lange gebogene Schnäbel, ähnlich wie der Kiwi. Damit stochern sie im Boden herum. Sicher auf der Suche nach Insekten oder Würmern. Es folgt nochmals ein kurzer Aufstieg durch denn Wald. Nun habe ich den höchsten Punkt von heute erreicht. Der Weg biegt nun in ein Tal ein. Als ich aus dem Wald komme, eröffnet sich ein toller Ausblick vor und unter mir. Das ganze Tal liegt mir zu Füßen. Durch das grüne Tal fließt ein großer Gletscherbach. Er hat ein sehr breites Steiniges Flussbett. Scheinbar fließt er nicht immer an der selben Stelle. Weiter hinten sehe ich einen kleinen See. Davor liegt in einem Wald mein heutiges Camp. Hinter dem See folgt eine Felsstufe und darauf liegt ein Gletscher. Hinter dem Gletscher ist das Tal zu Ende. Mein Weg morgen führt auf den Pass hoch. 
Nun beginne ich den Abstieg ins Tal runter. Der Weg ist nun nicht mehr immer gut zu sehen. Manchmal weisen Pfosten oder Steinmänner den Weg. Schließlich erreiche ich den Talboden. Ein paar Bäche folgen. Einige kann ich über Baumstämme überqueren, andere über Steine. Geschützt in einem kleinen Wald, mache ich meine Mittagspause. 
Weiter geht es. Es folgt ein weiterer Bach. Hier hat es nichts, dass als Hilfe zum überqueren dienlich sein könnte. Also heißt es Schuhe aus und in meinen Crocs laufe ich durch das nicht ganz knietiefe Wasser. Brr, war das Wasser kalt! Es kommt auch von einem Gletscher runter. Etwas fünfzehn Minuten später folgt der nächste Bach. Wieder Schuhe aus und durch. Der letzte Abschnitt verläuft im breiten Flussbett. Steinmänner weisen mir den Weg. Um 14:00 Uhr erreiche ich das Camp Laguna Toro. Es stehen schon etwa fünf Zelte. Zum Glück liegt es in einem kleinen Wald. Da es kein Unterholz hat, wurden mit Ästen halbrunde Campstellen geschaffen. So ist das Zelt ein wenig vor dem Wind geschützt. Hier treffe ich ein Pärchen, dass ich schon kenne! Sie wanderten gleichzeitig wie ich den O-Circuit! Wie klein doch manchmal die Welt ist. Leider sprechen sie nicht gut englisch. Eine Unterhaltung ist sehr schwer. Schade! 
In diesem Camp hat es nur ein Plumpsklo. Wasser müssen wir aus dem Gletscherbach holen. Da es durch den Wind so kalt ist, gehe ich für eine Weile ins Zelt. Kurz nicke ich ein. Zwischenzeitlich kommen immer mehr Wanderer. Ich stehe schließlich wieder auf. Ich finde einen einigermaßen geschützten Platz, der auch noch Sonne hat. Hier ist es recht angenehm zum sitzen. Nun schaue ich den Leuten zu, wie sie ihre Zelte aufbauen. Am Ende ist der Platz sehr voll. Auch zwischen den geschützten Stellen stehen nun Zelte.  Schließlich koche ich mein Abendessen. Danach geht die Sonne schon bald hinter den Bergen unter. Da es nun schnell kühl wird, verziehe ich mich wieder ins Zelt. 

Sonntag, 16. Dezember 2018

15.12.2018

Heute ist ein Tag um zu Hause zu bleiben. Es stürmt extrem. Am Morgen regnet es immer wieder. So gegen 10:00 Uhr ist es kurz trocken. Schnell gehe ich die Lebensmittel für meine Wanderung einkaufen. Im Outdoorladen kaufe ich noch Zeltheringe, eine Karte (Vorschrift fürs Permit) und Gas für den Kocher. Das alles bringe ich zurück ins Hotel. Nach dem Mittagessen kommt ein wenig die Sonne raus. Der Sturm tobt aber weiterhin. Immerhin ist es trocken. Die Berge sehe ich heute den ganzen Tag lang nicht. Schnell packe ich alles, was ich fürs Permit brauche zusammen und gehe zum Nationalparkgebäude. Der Ranger kontrolliert meinen Kocher, meine Karte, den Klettergurt, die Bandschlinge, 2 Karabiner (einer Stahl) und die 30 Meter lange Schnur. Das alles braucht man für die zwei Tryolinen, welche über einen Bach führen. Mit etwas Glück, kann ich auch zu Fuss durch den Bach laufen.
Danach muss ich ein Formular ausfüllen. Einen Zettel muss ich nach der Wanderung wieder zurück bringen. Sonst kommen sie mich suchen. Zum Schluss muss ich noch ein Video ansehen. Darin gibt es tipps zur Strecke. Ich mache Fotos von dem Video. So kann ich unterwegs nachschauen, wenn ich den Weg verliere.
Danach gehe ich zurück zum Hotel. Das Wetter ist zu ungemütlich, um lange draussen zu bleiben. Am späteren Nachmittag fängt es auch wieder an zu regnen. Der Ranger sagte mir, dass das Wetter in den nächsten Tagen gut sein soll. Hoffentlich hat er recht.