Donnerstag, 13. August 2026

Colorado Trail 2026: 16. Tag

Heute stand ich nicht so früh auf. Eigentlich wollte ich eine kürzere Etappe wandern. Aber erstens kommt es anders, zweitens als man plant. Aber von vorne. 
Als ich aus dem Zelt kam, sah ich am Hang drüben drei Hirsche. Bisher hatte ich immer nur Deers ( Rehe) gesehen. Diese hier haben Geweihe und heißen Elks. Die Elche heißen Moose. Etwas verwirrend. Ich mache Fotos und packe zusammen. Nun kommt eine ganze Kuhherde zum See. Sie trinken Wasser und gehen dann weiter rauf zum Pass. Mich lassen sie zum Glück ungestört. Als die Herde langsam weiterzieht, gehe ich auch zum Pass rauf. Dort benutze ich noch die Toilette. 


Dann um 07:30 Uhr wandere ich los. Es geht gleich etwa 200 Höhenmeter rauf. Von oben habe ich eine tolle Aussicht! Überall Berge um mich herum und weit unten ist eine Ebene zu sehen. Kurz geht es nun runter und auf einem Grat weiter. Hier ist übrigens die Kontinentale Wasserscheide von der USA. Das heißt, fließt das Wasser auf die eine Seite, landet es im Pacific. Fließt es auf die andere Seite, landet es im Atlantik. 




Weiter geht es am Hang entlang und wieder etwa 200 Höhenmeter rauf. Hier mache ich eine kleine Pause. Es tut gut den Rucksack abzustreifen. Heute laufe ich übrigens fast die ganze Zeit über der Waldgrenze. Es begegnen mir viele Wanderer. Auch Murmeltiere und Pikas sehe ich einige. Mal geht es durch Wiesen, dann wieder durch Geröllfelder. Sehr Alpin wirkt das ganze. Wieder geht es etwas runter. Es folgt der dritte Anstieg. Habe ich schon erwähnt, dass ich Anstiege hasse. Natürlich geht es nun auch wieder runter. 








Gut getarnt

Ich sehe nun auch mal Hühner. Vermutlich sind es Schneehühner. Eine Mutter mit fünf Küken. Sehr süß. Endlich nach 10 Kilometern komme ich an den ersten Bach. Hier mache ich Mittagspause. 








Es folgt Aufstieg Nummer vier. Bei einem kurzen Stopp sitzt tatsächlich ein Pika auf meinem Schuh! Oben angekommen bestaune ich die Aussicht. Dann geht es wieder durch eine hügelige Landschaft runter zu einem Bach. Hier wollte ich eigentlich über Nacht bleiben. Leider finde ich aber keinen Platz für ein Zelt. Was nun? Da muss ich wohl weiter laufen. Ich beginne darauf den Aufstieg Nummer fünf. Dieser ist der höchste und steilste von heute. 






Dann geht es noch etwa sieben Kilometer und etliche Höhenmeter runter. Irgendwann komme ich zurück in den Wald. Am Nachmittag hat es einige Wolken gegeben. Geregnet hat es aber nicht. So gegen 18:00 Uhr komme ich endlich im Tal unten an. Es fließt hier ein Bach durch. Es soll auch Elche geben. Ich sehe aber nur Rehe. Schnell stelle ich mein Zelt auf und richte alles ein. Dann hole ich Wasser und koche mein Nachtessen. Müde geht es dann ins Bett. 

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