Heute fand ich es etwas schwierig aufzustehen. Der Schlafsack war so schön warm! Und so war ich die letzte, welche aufbrach. Gegen 07:30 Uhr war ich dann auch so weit loszulaufen. Jetzt kam auch die Sonne zwischen den Wolken durch. Perfekt. Natürlich ging es gleich aufwärts weiter. Bäume werde ich nur noch von weitem sehen. Die Landschaft ist einfach traumhaft. Weite gelbe Grasebenen und rundherum jede Menge Berge.
Es geht mal rauf, dann wieder etwas runter. Die Aufstiege sind meistens angenehm.
Es folgt ein etwas steilerer Aufstieg. Ein Biker überholt mich hier. Das Wetter ist sehr schön. Dann geht es wieder auf einer Ebene weiter. Hier hole ich zwei meiner Mitwanderer ein. Wir laufen zusammen weiter. Es geht weiter hoch und runter.
Ein letzter Aufstieg bringt uns rauf zum höchsten Punkt am Colorado Trail. 4041 Meter hoch.
Hier machen wir auch unsere Mittagspause. Herrlich an der Sonne. Gerade noch rechtzeitig. Bald ist die Sonne weg. Deshalb brechen wir wieder auf. Kurz darauf tropft es etwas. Bald ist es aber wieder trocken. Trotzdem montiere ich die Regenausrüstung.
Es geht nun eine Weile auf einer Schotterstraße weiter. Ein schöner Abstieg. Uns begegnen mehrere Offroadfahrzeuge und ein Jeep. Ich schaue mir eine ehemalige, vermutlich Silber, Mine an. Es hat noch eine verfallene Hütte und Maschinen dort. Wie es aussieht wurde aber nur oberflächlich abgebaut. Es sind keine Schächte zu sehen.
Kurz geht es noch auf der Straße weiter. Dann biegt der Weg auf einen Wanderweg ab und es beginnt ein Aufstieg. Es geht ein Tal aufwärts. Unten wäre ideales Elch Revier. Es ist aber nichts zu sehen.
Bei einem Bach machen wir einen kurzen Stopp. Wasser fassen. Dann geht es weiter. Am Hang oben sehen wir etwa sechs Rehe und etwas weiter Talaufwärts einen Rehbock. Kurz darauf fängt es an leicht zu hageln, gefolgt von heftigem Regen und Wind. Sehr ungemütlich und kalt. Zum Glück aber ohne Donner und Blitz. Es hat nichts zum Schutz finden. Deshalb wandern wir weiter. Sonst kühlen wir uns nur aus. Es geht rauf auf den Pass.
Endlich sind wir oben und dann geht es gleich runter. Langsam lässt der Regen endlich nach und auch der Wind bläst nicht mehr so stark. Ich bete dafür, dass die Sonne zurück kommt. Endlich kommen wir zu einem kleinen See. Der Regen hat inzwischen aufgehört. Hier stehen schon einige Zelte. Wir gehen aber auf einen kleinen Hügel rauf. Dort oben haben wir einen guten Platz gefunden. Etwas geschützt vor dem Wind. Innert Minuten klart es nun vollständig auf und wir haben einen sonnigen Abend. Angekommen sind wir um 15:30 Uhr. Es hat einige große Felsen und wir legen nun alles zum trocknen aus. Wie schnell hier das Wetter wechseln kann.
Ich gehe nun runter zum See und filtere Wasser. Beim hochgehen sehe ich einen Elch. Er liegt auf der anderen Hügelseite auf dem Boden. Schnell gehe ich hoch und sage den anderen Bescheid. Dann schnapp ich mir meine Kamera und zusammen gehen wir einen Hügel hoch. Von dort haben wir den Elch wunderbar im Blick. Er scheint sich auszuruhen. Wir beobachten ihn lange. Schließlich steht plötzlich ein zweiter Elch auf. Den hatten wir gar nicht gesehen. Nun gehen beide im Gebüsch fressen. Wir schauen ihnen lange zu. Die zwei anderen gehen schließlich zurück zum Zelt. Ich bleibe noch. Und es lohnt sich. Ein Elch geht nun runter zum See und trinkt Wasser. So cool!
Anschließend verschwinden sie im Gebüsch. Ich gehe nun auch zurück.
Es gibt Abendessen. Dann verschwindet leider die Sonne hinter einem Berg. Nun wird es schnell kalt. Deshalb ziehen wir uns ins Zelt zurück. Und nun gute Nacht.
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