Donnerstag, 13. August 2026

Colorado Trail 2026: 17, Tag

Als ich heute Morgen mein Frühstück aß, sah ich einen Elch aus dem Wald kommen. Vermutlich ein Weibchen. Das Geweih war kleiner. Leider auf der anderen Seite des Tales. Es kam auch nicht näher heran. Nach 10 Minuten verschwand es wieder im Wald. Vermutlich waren zu viele Leute da. Weiter oben waren einige Zelte. 




Ich packte alles zusammen und wanderte etwa um 07:00 Uhr los. Es war blauer Himmel und die Sonne schien. Der Weg ging durch das Tal und über den Bach auf die andere Seite und in den Wald hinein. In Spitzkehren ging es aufwärts. Etwa 400 Höhenmeter rauf. Zum Glück dadurch nicht so steil wie auch schon. Schließlich erreiche ich die Waldgrenze und komme raus an die Sonne. Es ist wunderschön hier oben. Über Wiesen geht es weiter rauf. 





Dann wandere ich kurz etwas runter. Außer Murmeltieren und Pikas sehe ich nur Vögel. Es folgt wieder ein Anstieg. Diesmal aber nur hundert Höhenmeter. Ich bin schon an einigen kleinen Bächen vorbei gekommen. Bei denen war es aber nicht möglich, Wasser zu filtern. Nun finde ich endlich einen Bach, der mehr Wasser hat. Hier mache ich eine Pause. Das Wasser schmeckt hervorragend. Hier sehe ich schon zum zweiten Mal weiße Enziane. 



Kurz darauf erreiche ich den Pass. Der Abstieg ist wunderschön und entspannend. Es geht vorbei an einem schönen See, dem Tunnel Lake. Anschließend geht es in Spitzkehren runter zu einer alten Bahnlinie. Hier fuhr von 1881-1910 ein Zug durch die Berge. Ich mache den kurzen Abstecher zum Tunnel. Leider ist davon nichts mehr zu sehen. Es ist eingestürzt. Infotafeln erzählen aber die Geschichte. Sehr interessant. Wegen Steinschlägen und Lawinen wurde die Strecke schließlich eingestellt. Der Unterhalt war zu kostspielig. Die Schienen wurden entfernt. 


Hier waren früher die Gleise


Das ist vom Tunnel noch übrig 

Ein paar Kilometer folgt der Wanderweg nun der Zugstrecke. Einfaches fast flaches laufen. So gemütlich. Unter mir liegt ein wunderschönes Tal. Hier mache ich auch meine Mittagspause.




Irgendwann zweigt mein Wanderweg von der Zuglinie ab. Es folgt nochmals ein Aufstieg. Im Wald geht es rauf. Wieder hin und her. Bei einem Bach mit einem kleinen Wasserfall fülle ich nochmals meine Flasche auf.



Der Wald hier ist übrigens sehr stark geschädigt. Ich tippe auf Borkenkäfer. Sehr viele Bäume sind abgestorben. Es hat aber auch noch gesunde Bäume dazwischen. Langsam komme ich aus dem Wald raus. Bald darauf erreiche ich den Hancock Lake. Ein alpiner See. Wunderschön von Bergen eingerahmt. Rund um den See hat es viel Gebüsch und einzelne kleine Bäume. Um 15:00 Uhr bin ich angekommen. Hier stelle ich mein Zelt auf. 



Übrigens hat es seit dem Mittag einige Wolken gegeben. Es ist wunderschön hier. Das einzige Problem ist, es hat keinen Windschutz. 
Da es Samstag ist, hat es einige Fischer und andere Besucher hier. Ganz in der Nähe hat es einen Parkplatz. Er ist aber nur mit 4x4 erreichbar. Diese Leute gehen aber alle wieder weg. Nur ein weiteres Zelt steht hier. Aber leider am anderen Ende des Sees. So kann ich mit dieser Wanderin nicht reden. Schade. Als ich mein Zelt fertig aufgebaut habe, sehe ich in einiger Entfernung drei Elche im Gebüsch stehen! Einen sehe ich ganz gut. Von den zwei anderen sehe ich nur die Geweihe. Bald darauf sehe ich sie nicht mehr. 
Wahrscheinlich haben sie sich hingelegt. Ich genieße die Umgebung. Dann koche ich mir mein Abendessen. Anschließend sehe ich wieder einen Elch im Gebüsch. Ich schnappe mir meine Kamera und gehe noch etwas näher ran. Natürlich immer noch mit einigem Abstand. Hier mache ich es mir gemütlich. Nun steht ein Elchbulle nach dem anderen auf. Es sind sogar vier Bullen. Wow! Eine ganze Weile schaue ich ihnen zu und fotografiere und filme  sie. So genial. Besser als jeder Film. 



Hier sind vier Elche zu sehen

Schließlich kehre ich zum Zelt zurück. Gerade rechtzeitig. Plötzlich wird es sehr stürmisch und es regnet auch leicht. Das ging aber schnell. Es zieht mir einen Hering raus und ich befestige ihn wieder und sichere alles noch mit Steinen. Dann geht es schnell ins Zelt rein. Nach etwa zwanzig Minuten ist der Spuk zum Glück wieder vorbei. Das war ungemütlich. Es war ein unglaublicher Tag. Und nun gute Nacht. 

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