Heute starte ich früh. Es wird ein langer und anstrengender Tag werden. Schon um kurz nach Sechs Uhr komme ich aus dem Zelt und Esse erst mal mein Frühstück. Da sehe ich einen Hirschen auf mich zu kommen. Er läuft etwa 10 Meter unter mir vorbei. Wow, was für ein Start in den Tag! Das kann ja nur gut gehen. Auf der anderen Seeseite sehe ich noch zwei weitere Hirsche.
Um Sieben Uhr starte ich meine Wanderung. Es geht rauf auf den Lake Ann Pass. Im Zickzack geht es immer höher hinauf. Einige Steinfelder passiere ich. Immerhin laufe ich an der Sonne. Es ist am Morgen recht kühl und dazu windet es auch noch. Eine kleine Ebene liefert mir etwas Erholung. Dann geht es nochmals steil rauf. Endlich, nach einer Stunde stehe ich auf dem Pass. Was für eine Aussicht ich hier habe. Einfach unbeschreiblich. So viele Berge sind zu sehen. Leider kann ich es nicht so lange genießen. Der Wind bläst extrem stark hier oben.
Es folgt nun ein sehr langer Abstieg. Sehr erholsam für mich. In Spitzkehren geht es runter. Dann folgt der Weg dem Hang entlang. Bald kommen auch erste Bäume. Ich treffe heute viele Wanderer. Solche, die nur eine Nacht draußen waren und auch Mehrtageswanderer.
Einmal geht es noch etwas rauf. Nun wandere ich wieder im Wald. Bei einem Bach mache ich eine lange Pause. Es sind auch andere Thruhiker da. Bald darauf erreiche ich den Talboden beim Texas Creek. Nun geht es das Tal gemütlich rauf. Einmal muss ich den Bach überqueren. Hier hat es keine Brücke. Dafür Steine und einen Baumstamm. So komme ich trockenen Fußes über den Bach.
Eigentlich wollte ich hier übernachten. Es ist aber noch recht früh am Tag. So wandere ich weiter. Jetzt geht es wieder steiler rauf. Kurze Anstiege sind sehr steil, dazwischen hat es auch flachere Abschnitte. Langsam geht es immer höher rauf. Einmal komme ich an einem kleinen See vorbei. Schließlich erreiche ich eine Hochebene.
Hier hat es einen kleinen Bach. Ein Wanderer aus Tschechien hat sein Zelt hier aufgebaut. Ich wollte eigentlich auch hier bleiben. Es hat aber keinen guten Platz mehr. So wandere ich halt weiter. Das war ein Glück für mich. Etwa 200 Meter weiter und etwas weiter oben höre ich plötzlich ein Schnauben. Was das wohl ist? Da stehen so viele Bäume und Gebüsche, dass ich nichts sehe. Deshalb laufe ich weiter. Der Weg geht etwas um die Bäume herum und ein Stück rauf. Nun höre ich wieder ein Schnauben. Ich schaue rüber und sehe einen Rücken und große Schaufeln. Da steht tatsächlich ein Elch im Gebüsch! Ich sehe aber nicht viel von ihm. Er ist etwa 50 Meter entfernt. Vielleicht auch etwas näher. Ich stehe aber etwas erhöht und viele Büsche liegen zwischen uns. Meine Kamera läuft auf Hochtouren. Eine ganze Weile beobachte ich ihn. Dann trabt er etwas weiter und aus dem Gebüsch heraus. Nun sehe ich ihn in voller Pracht. Ein großer Bulle. Was für ein Erlebnis!
| Zuerst sah ich nur das |
| Dann wurde es immer besser |
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