Sonntag, 13. September 2026

Colorado Trail 2026: Heimreise

Wow, war das eine Nacht! Ich wachte etwa um 01:00 Uhr durch einen höllischen Lärm auf. Schlaftrunken wusste ich erst nicht was los war. Bis ich drauf kam, dass das der Feueralarm ist. Schnell schnappte ich mir meine Bauchtasche mit den Ausweisen und dem Geld, mein Telefon und die Zimmerkarte und dann ging ich nach draußen. Eine Jacke habe ich vergessen. Alle Gäste haben sich draußen versammelt. Das Motel ist recht groß. Fünf Stockwerke hoch. Niemand weiß was los ist. Auf dieser Seite des Gebäudes ist auch kein Personal. Die Reception ist auf der anderen Seite. Deshalb warten wir ab. Es ist recht kühl. Alle stehen in Schlafanzügen rum. Manche sogar Barfuß. Rauch ist keiner zu sehen. Nach etwa einer Stunde geht der Alarm endlich aus. War das ein Höllenlärm! Ich habe noch nie etwas lauteres gehört. Viele Leute gehen zurück ins Zimmer. Ich laufe ums Gebäude rum. Dort steht ein Feuerwehrauto. Schließlich kommt die Feuerwehr raus und wir dürfen wieder zurück in die Zimmer. Es scheint ein Fehlalarm gewesen zu sein. Es vergeht eine Weile, bis ich wieder schlafen kann. 
Relativ früh muss ich schon wieder aufstehen. Es gibt nur bis acht Uhr Frühstück. Anschließend gehe ich wieder aufs Zimmer zurück und ich ruhe mich noch etwas aus. Um 11:00 Uhr muss ich mein Zimmer abgeben. In der Lobby warte ich auf den Shuttle Bus. Nach dem Mittagessen nehme ich den Bus um 13:00 Uhr. Er bringt mich zum Flughafen. Dort gebe ich mein Gepäck auf und dann gehe ich durch die Sicherheitskontrolle. Danach esse ich noch eine Kleinigkeit und ich kaufe Essen und Trinken für den Flug. An Bord muss man für alles außer Kaffee, Tee und Wasser bezahlen. Dann heißt es warten. Endlich dürfen wir einsteigen. Los geht der Flug nach Island. Als wir die Flughöhe erreichen, esse ich mein Abendessen und dann versuche ich zu schlafen. Es gelingt mir aber nicht richtig. Ich döse nur etwas. Nach etwa sieben Stunden Flug, landen wir in Island. Dort muss ich nur durch die Passkontrolle. Nach einer Stunde Wartezeit, darf ich ins nächste Flugzeug einsteigen. Dieses bringt mich nach Zürich. Dort bekomme ich auch mein Gepäck wieder und mit dem Zug geht es nach Hause. Ich muss nur in Luzern umsteigen. Endlich wieder zu Hause! Das ist ein tolles Gefühl, nach so langer Zeit nach Hause zu kommen. Endlich wieder deutsch zu sprechen und zu lesen. Im eigenen Bett zu schlafen. 

Die nächsten Tage werde ich alles reinigen und mich erholen. Der Jetlag macht mir zu schaffen. 






Colorado Trail 2026: Pikes Peak

Heute stand ich früher auf. Ich möchte heute auf den Pikes Peak, einen 4000er, rauf fahren. Dafür muss man sich online anmelden. Ich habe einen Platz zwischen 08:00 und 09:00 Uhr ergattert. Um kurz vor acht bin ich am Eingang. 
Steil und kurvenreich geht die Straße rauf bis zum Gipfel. Die Landschaft ist einfach traumhaft schön! Leider ist das Wetter heute nicht so schön. Es ist stark bewölkt und ein eisiger und starker Wind weht. Ab und zu blinzelt die Sonne kurz durch die Wolken. Es fährt auch ein Zug auf den Gipfel rauf. Oben hat es ein Restaurant, einen Shop und eine Ausstellung. Ich genieße die Aussicht und suche noch Geocaches. Davon hat es einige am Berg. 






Dann fahre ich gemütlich runter. Sehr oft halte ich an und ich gehe Geocaches suchen und schaue mir die wunderschöne Gegend an. 










An einer Stelle mache ich eine kleine Wanderung. Hin und zurück waren es etwa 6 Kilometer. Anschließend ging es weiter runter. An einer Stelle werden die Fahrzeuge beim runter fahren kontrolliert. Mit einem Gerät wird die Temperatur der Bremsen gemessen. Sind sie zu heiß, muss man eine Pause einlegen. Meine sind durch die vielen Pausen ok und ich darf weiter fahren. 


Schließlich erreiche ich, nach weiteren Stopps, wieder den Talboden. Hier ist es auch deutlich wärmer. Nun fahre ich zum Parkplatz eines Supermarktes. Hier packe ich alles zusammen und entsorge noch den Müll. Anschließend geht die Fahrt vorbei an Colorado Springs und nach Denver weiter. In der Nähe vom Flughafen gebe ich das Auto zurück. Mit dem Shuttle Bus fahre ich zum Flughafen und ein weiterer Shuttle Bus bringt mich zu meinem Motel. Um 20:00 Uhr komme ich dort an. Das Motel ist in der Nähe des Flughafens. Die Dusche hat gut getan. Und müde gehe ich zu Bett. 

Colorado Trail 2026: weiter Fahren

Heute ist ein Tag zum erholen. Die Fahrt zum nächsten Ort ist nur etwa drei Stunden lang. Ich schlafe aus und dann fahre ich zum nächsten Ort. In Buena Vista gehe ich zu einem Outdoor Laden. Dort möchte ich ein paar Kleinigkeiten kaufen. Souvenirs von den Gipfeln und anderes. Heute ist nicht gerade mein Glückstag. Mein Ladekabel für das IPhone ist seit gestern Abend kaputt. Mein Telefon hat kaum noch Akku. Beim Bezahlen im Laden funktionieren plötzlich beide Kreditkarten nicht mehr. Ich gehe zum nächsten Geldautomaten. Auch dort gehen beide Karten nicht. Was nun? Mit dem Rest des Akkus rufe ich ich bei der Kreditkartenfirma an. Anscheinend ist der Chip der Karte beim Laden gesperrt worden. Ich soll einen kleinen Betrag am Automaten abheben. Hier geht es aber nicht. So mache ich mich auf die Suche nach einem anderen Automaten. Mein Telefon hat inzwischen keinen Akku mehr. Deshalb frage ich jemanden nach Hilfe. Die Frau ist sehr freundlich und erklärt mir den Weg zu einer anderen Bank. Dort kann ich tatsächlich Geld abheben. Mit beiden Karten hebe ich einen kleinen Betrag ab und nun funktionieren sie wieder. Nochmals Glück gehabt. Ich gehe zurück zum Laden und bezahle dieses Mal mit Bargeld. Nicht dass die Karte wieder gesperrt wird. Die Kassiererin war so nett und hat meinen Einkauf auf die Seite gelegt. Dann geht es in den Supermarkt. Dort erstehe ich ein neues Ladekabel und etwas zum Essen und Trinken für den Rest meiner Reise. Anschließend hole ich meine Kleider und ich gehe zum Waschsalon. Dort wasche ich meine Kleider und solange ich warte, lade ich meine Geräte auf und ich nutze das Internet. 
Anschließend fahre ich gemütlich weiter. Es geht durch die Berge in Richtung Colorado Springs. Kurz vor der Stadt fahre ich einen Hügel rauf und finde einen Parkplatz im Wald. Dort übernachte ich nun im Auto. 





Sonntag, 6. September 2026

Colorado Trail 2026: 39. Tag

Heute hieß es früh Aufstehen. Um 02:00 Uhr stand ich auf. Nach dem Frühstück packte ich den kleinen Rucksack und alles andere ließ ich im flachen Zelt zurück. Die Stöcke nehme ich natürlich auch mit. Deshalb flaches Zelt. Um 02:50 Uhr bin ich Abmarsch bereit. In der Wanderapp wird der Aufstieg mit etwas mehr als vier Stunden angegeben. Mit Stirnlampe laufe ich durch den dunklen Wald. Bald geht es steil rauf. Immer wieder hat es auch Tritte. Zum Teil sehr hohe. Über mir funkeln die Sterne und der Mond scheint. Eine wunderbare Nacht. Und so still. 


Endlich erreiche ich die Waldgrenze und nun habe ich eine bessere Aussicht. Zwischendurch ist der Himmel mal ganz bedeckt. Es klart aber zum Glück schnell wieder auf. Ich mache immer wieder kurze Pausen. Es ist zu kalt für lange Pausen. Es geht mal steil, mal flacher, immer weiter hoch. Im Weg liegen viele Steine und es hat immer wieder Stufen. Trotzdem komme ich erstaunlich gut voran. Ich scheine inzwischen einiges fitter zu sein als am Anfang der Wanderung. Natürlich ist es auch angenehmer ohne schweres Gepäck. 
So erreiche ich den Gipfel schon um 06:00 Uhr! Wow, damit hätte ich nicht gerechnet. Zum Glück bläst kein Wind. Nun heißt es warten auf den Sonnenaufgang. Noch bin ich ganz alleine hier oben. 
Vor Sonnenaufgang 





Endlich um 06:40 Uhr kommt die Sonne raus. 

Nun wird es endlich wärmer. Inzwischen sind auch mehr Leute angekommen. Ich genieße die Aussicht. Einfach fantastisch! 






Um 08:00 Uhr beginne ich den Abstieg. Da heute Samstag ist, kommen mir massenweise Leute entgegen. Ich muss sehr aufpassen, dass ich nicht ausrutsche. Zweimal haben meine Stöcke ein hinfallen verhindert. Es ist wirklich sehr rutschig. 

Der Gipfel, rechts


Viele Leute

Nicht der Gipfel 

Etwa um 10:00 Uhr bin ich zurück beim Zelt. Nach einer Pause packe ich alles zusammen und weiter geht es. Zurück zur Abzweigung und dann folge ich dem Colorado Trail. Es geht runter. Dann wieder etwas rauf. Vorbei an Bächen und kleinen Seen. Kurz sehe ich mal die Twin Lakes zwischen den Bäumen durch. 


Die Erlen färben sich langsam Gelb. Wunderschön. Der Herbst zieht ein. Endlich komme ich zu einer Abzweigung. Hier verlasse ich den Colorado Trail und Wander runter nach Twin Lakes. Von dort hatte ich meine Wanderung fortgesetzt. So schließt sich die Lücke. 




Etwa um 15:00 Uhr bin ich angekommen. Nun habe ich den Colorado Trail beendet! Ein tolles Gefühl. Gerade, weil ich ihn nun mit gutem Wetter abschließen durfte. Im Laden kaufe ich mir zur Belohnung etwas zu trinken. Etwa eine halbe Stunde später kommt der gratis Shuttle Bus. Er bringt mich nach Leadville. Von dort mache ich Autostop. Nach etwa 15 Minuten nimmt mich jemand mit. Beim Tennessee Pass lässt er mich aussteigen. Endlich bin ich zurück bei meinem Auto. Eine kurze Fahrt bringt mich zu einem gratis Stellplatz. Am späteren Abend regnet es sehr stark. Bin ich froh, nicht im Zelt zu sein. Bald ist es aber wieder Sternenklar.