Martina's Blog
Mittwoch, 2. September 2026
Colorado Trail 2026: Pause
Heute ging ich es gemütlich an. Nach dem Frühstück schaute ich mir das Dorf an. Das Wetter will mich verhöhnen. Heute ist es sonnig und es sind kaum Wolken zu sehen! Das ist nicht fair.
Vom Bahnhof fahren die Dampfzüge nach Silverton. Ich besorge mir ein paar Souvenirs und dann gehe ich Mittagessen. Am Nachmittag geht es nochmals in den Supermarkt. Anschließend lege ich das Zelt und die Unterlage zum trocknen an die Sonne. Den Rest des Tages ruhe ich mich aus. Morgen geht es weiter.
Colorado Trail 2026: 36. Tag
Letzte Nacht hat es immer wieder geregnet. Um 01:30 Uhr gab es sogar nochmals ein heftiges Gewitter. Auch als ich mich fürs Aufstehen fertig mache, regnet es wieder. So esse ich mein Frühstück im Zelt. Dann hört es zum Glück auf. Aber alles ist Nass oder feucht.
Es geht zwischendurch etwas eben und dann wieder aufwärts weiter. Schließlich erreiche ich den höchsten Punkt von heute und der größte Aufstieg ist geschafft. Ich mache eine Pause und genieße den Ausblick. Es scheint sogar eine kurze Zeit die Sonne.
Nun geht es fast nur noch runter. Leider fängt es bald an zu regnen und hört nicht mehr auf. Es ist zwar nur leichter Regen, trotzdem ist es ungemütlich. Deshalb laufe ich ohne Mittagspause weiter. Nun treffe ich einen meiner neuen Freunde. Wir laufen zusammen weiter. Bei einem Aussichtspunkt mit einer Bank machen wir noch Fotos.
Dann geht es in Serpentinen runter zum Bach zurück. Der Weg folgt nun dem Bach talabwärts. Hier treffen wir Tageswanderer und Spaziergänger mit Hunden. Der Weg ist durch den Regen sehr rutschig geworden und wir müssen gut aufpassen, nicht ins Rutschen zu geraten.
Ein Trailangel fährt uns in die Stadt. Es wären nochmals vier Meilen bis ins Zentrum von Durango gewesen. Kaum sitzen wir im Auto regnet es schon wieder. Sie fährt mit uns zur Touristeninformation. Dort schreiben wir uns ins Colorado Trail Buch ein. Wir bekommen ein Abzeichen und ein Plakat zum erfolgreichen Abschluss des CT Thruhikes. Sehr Nett!
Dann fährt sie uns zu unseren Unterkünften. Mein Motel liegt sehr nahe am Bahnhof und direkt im Zentrum. Und obwohl ich etwas früh da bin, kann ich schon auf mein Zimmer gehen. Zum Glück ist es recht groß. So kann ich alles zum Trocknen ausbreiten. Nun gehe ich zur Post und ich hole mein Paket ab. Da habe ich nämlich saubere Kleider drin. Auf dem Rückweg besorge ich noch etwas zu trinken und Knabberzeug im Supermarkt. Zurück im Zimmer gönne ich mir ein Bad. Mein Zimmer hat eine kleine Wanne. Tat das gut! Endlich wieder sauber und auch saubere Kleidung zu tragen ist ein herrliches Gefühl. Man lernt die kleinen Dinge zu schätzen auf solchen Touren. Warmes Wasser zu haben und Strom ist nicht selbstverständlich. Überhaupt Wasser zu haben.
Um 07:00 Uhr wandere ich los. Ich überquere den Bach mit Hilfe einer Brücke und dann geht es gleich aufwärts los. Der Aufstieg ist aber zum Glück nicht so steil. Ich komme mir wie in einem Regenwald vor. Der Wald ist sehr üppig bewachsen und alles ist nass. Dazu höre ich sehr viele unterschiedliche Vogelstimmen. Die Pflanzen wachsen in den Weg rein. Deshalb habe ich heute auch die Regenausrüstung an.
Wir haben Durango und somit das Ende des Colorado Trails erreicht. Und genau zur richtigen Zeit hat der Regen kurz aufgehört. Perfektes Timing. Meine Gefühle fahren Achterbahn. Einerseits bin ich froh, ist es vorbei und ich komme ins trockene. Andererseits wird mir die Natur fehlen. Die Tiere so nahe zu erleben ist schon toll. Und die fantastische Landschaften. Die Sonnenauf- und Untergänge und das unterschiedliche Wetter erlebt man auch nur bei solchen Touren.
Am Abend treffe ich mich mit meinen vier neuen Freunden zum Abendessen. Wir feiern unseren erfolgreichen Thruhike auf dem Colorado Trail. In diesem Restaurant gibt es für alle Thruhiker ein Bier gratis. Oder in meinem Fall ein Sprite. Ein toller Wirt.
Colorado Trail 2026: 35. Tag
Heute startete ich um 07:00 Uhr. Es war bewölkt und kalt. Ein kurzer Aufstieg brachte mich zu einem Aussichtspunkt. Die Aussicht ist wirklich wunderschön. Leider regnete es aber immer wieder leicht.
Anschließend ging es weiter aufwärts. Aber nicht sehr steil. Zwischendurch war es auch mal etwas flacher oder es ging leicht runter. Die ganze Zeit lief ich im Wald. Der Weg folgte einem flachen Grat. Zwischen den Bäumen erhaschte ich auch mal einen schönen Ausblick.
Es blieb düster. Immer wieder mal tropfte es kurz. Schließlich gegen Mittag hellte es auf und die Sonne kam langsam raus. Gerade zur richtigen Zeit. Ich machte nun meine Mittagspause.
es ging vorbei an einem Hügel und rauf auf einen Berg. Dann etwas runter und rauf auf den zweiten Berg. Von hier sah ich unter mir zwei sehr schöne Seen.
Dann folgt ein sehr langer Abstieg. Zunächst steil runter zum größeren See. Anschließend etwas weniger steil weiter. Einmal geht es nochmals etwas rauf. Ich mache hier einen Abstecher zu einer ehemaligen Mine. Es stehen noch einen Schuppen und ein Haus. Auch ein paar alte Maschinen. Der Eingang zur Mine wurde zugeschüttet. Es ist trotzdem spannend anzuschauen.
Dann geht es weiter runter. Bald bin ich wieder im Wald. Und nun geht es bis zum Ender der Wanderung nicht mehr über die Waldgrenze rauf. Der Himmel verdunkelt sich wieder. Und schon bald bin ich mitten in einem Gewitter. Perfektes Timing. Ich finde zum Glück einen sehr guten Baum. Darunter setze ich mich hin. Es hagelt leicht und blitzt und Donnert. Dazu schüttet es aus allen Eimern. Ich bleibe unter dem Baum trocken.
Nach einer halben Stunde ist das Gewitter weiter gezogen. Der Regen lässt nach und ich wandere weiter abwärts. Der Weg ähnelt nun mehr einem Bach als einem Weg. Schließlich hört der Regen ganz auf. Ich folge nun einem Bach und überquere ihn mehrmals.
Anschließend ging es über die Waldgrenze. Die Aussicht war nun wieder bombastisch!
Dann geht es weiter runter. Bald bin ich wieder im Wald. Und nun geht es bis zum Ender der Wanderung nicht mehr über die Waldgrenze rauf. Der Himmel verdunkelt sich wieder. Und schon bald bin ich mitten in einem Gewitter. Perfektes Timing. Ich finde zum Glück einen sehr guten Baum. Darunter setze ich mich hin. Es hagelt leicht und blitzt und Donnert. Dazu schüttet es aus allen Eimern. Ich bleibe unter dem Baum trocken.
Eine sehr schöne kleine Schlucht. Kurz geht es nochmals rauf und runter. Nun erreiche ich den Junctions Creek. Meine Freunde sind schon alle hier. Am Ende stehen fünf Zelte hier. Schnell stelle ich mein Zelt dazu. Um 18:15 Uhr bin ich angekommen. Ich filtere Wasser und dann gibt es Abendessen. Kaum sind alle im Zelt, fängt wieder ein Gewitter an. Diesmal regnet es aber zum Glück nicht so heftig. Dafür dauert es fast eine Stunde lang. Hoffentlich bleibt es nun trocken.
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