Donnerstag, 13. August 2026

Colorado Trail 2026: Pausentag 2

Wieder habe ich ausgeschlafen. Nach dem Frühstück wasche ich meine Kleider. Dann reinige ich meine Ausrüstung und sortiere alles. Was ich nicht zum Wandern brauche, packe ich wieder in den Karton ein. Es hat alles in einem Karton Platz. Zudem lade ich alle Elektronischen Geräte auf. Am Nachmittag bringe ich das Paket zur Post und schicke es nach Durango. Meinem Ziel. 
Den Rest des Tages erhole ich mich weiter. Meinem Körper tut es gut. 
Übrigens war es gestern und heute Nachmittag recht bewölkt. Mit richtig schwarzen Wolken. Gestern hat es sogar mal gedonnert. Regen gab es aber keinen mehr. 

Colorado Trail 2026: Pausentag 1

Heute schlief ich mal aus. Dann ging ich frühstücken. Es gibt hier ein recht gutes Frühstück. Das Bad gestern Abend und die frischen Kleider vom Paket waren super. Übrigens habe ich nun etwas mehr als die Hälfte des Weges schon hinter mir. Nun gehe ich mir die Stadt anschauen. Es hat einen kleinen historischen Kern. Zudem viele Läden. Auch einen Outdoorladen. Dort hole ich mir eine Gaskartusche und eine neue Trinkflasche. Sie dient zur Wasseraufnahme im Bach oder See. Meine bisherige hat nur eine kleine Öffnung und dadurch ist es sehr mühsam sie zu füllen. Diese hat eine große Öffnung und ist in Sekunden voll. Trotzdem ist sie mit dem Wasserfilter kompatibel. Es ist ein Cnoc 2Liter Wasserbeutel. Eine sehr gute Erfindung. 
Dann esse ich im Restaurant mein Mittagessen. Anschließend gehe ich noch in den Supermarkt. Dort kaufe ich alles ein, was ich noch brauche. Für heute, morgen und die nächsten drei Wandertage. 
Den Rest des Tages nutze ich zur Erholung. 


Es gibt tatsächlich Rehe in der Stadt




Colorado Trail 2026: 19. Tag

Diese Nacht habe ich sehr gut geschlafen. Gemütlich mache ich mich fertig und um 07:00 Uhr wandere ich los. Natürlich geht es gleich wieder aufwärts weiter. Auch hier hat es wieder steile Abschnitte dabei. Der Weg führt mich durch steiniges Gelände und vorbei an einem kleinen See. Hier geht es leicht runter und anschließend gleich wieder rauf auf einen Berg. 




Von hier oben habe ich eine tolle Aussicht!




nun bleibt der Wanderweg recht lange auf dieser Höhe. Es geht gemütlich auf und ab. Mal am Hang entlang, mal auf einem Kamm weiter. Wunderschön zu laufen und immer wieder neue Aussichten. 





Ich genieße es richtig. Schließlich erreiche ich das große Skigebiet vom Monarchpass. Es geht nun vorbei an etlichen Skipisten und Sesselbahnen. Die sind natürlich nur im Winter in Betrieb. Es folgt nochmals ein Aufstieg. 





Dann geht es fast nur noch runter. Ich sehe noch kurz einen Fuchs vorbeigehen. Hier begegnen mir auch Tageswanderer und Biker. So gegen 13:00 Uhr erreiche ich den Monarchpass. Hier führt eine große Straße drüber. Es hat einen großen Parkplatz mit einem Shop, Toiletten und ein kleines Restaurant. Außerdem auch eine kleine Seilbahn zu einem Hügel rauf. Ich esse erst mal etwas zu Mittag im Restaurant. Anschließend schaue ich mir den Shop an. Ein paar kleine Souvenirs kaufe ich mir. Solange der Shop offen ist, sind sie sehr Hikerfreundlich. Es hat einige Sachen im Shop, welche Wanderer brauchen können. Zudem hat es Trinkfontainen, bei denen man seine Wasserflaschen auffüllen kann. Es gibt sogar einen Hikerraum. Dort kann man seinen Rucksack deponieren und es hat Steckdosen. Außerdem gratis Internet. 




Anschließend stelle ich mich an die Straße und mache Autostopp. Nach etwa 15 Minuten hält ein Auto an. Ein Farmer nimmt mich mit. Er ist gerade auf dem Weg von seiner Farm in die Stadt. Er besitzt 1500 Rinder! In Salida setzt er mich direkt bei meinem Motel ab. Er war wirklich sehr nett. Im Gateway Inn and Lodge hatte ich ein Zimmer für drei Nächte gebucht. Ich brauche eine Pause. Obwohl ich noch etwas zu früh bin fürs einchecken, darf ich schon auf mein Zimmer. Wieder habe ich Glück und eine kleine Badewanne im Zimmer. Schnell deponiere ich mein Gepäck und laufe einen Kilometer ins Zentrum von Salida. Im Supermarkt hole ich mir das nötigste für heute Abend. Vor allem etwas zu trinken und etwas fürs Abendbrot. Dann geht es zur Post. Dort hole ich die zwei Pakete ab, welche ich hierher geschickt hatte. Gerade rechtzeitig erreiche ich das Motel wieder, bevor es so richtig anfängt zu regnen. Es schüttet wie aus Eimern. Bin ich froh im Zimmer zu sein und nicht im Zelt. Nach etwa zwei Stunden hört es wieder auf. Für die Natur wäre es gut gewesen, hätte es die ganze Nacht weiter geregnet. Ist man am Wandern, ist man froh, wenn es nur kurz regnet. 


Colorado Trail 2026: 18. Tag

Heute stand ich um 06:00 Uhr auf. Ich hatte es aber nicht so eilig. Meine Hoffnung war, die Elche nochmals zu sehen. Ich ging also wieder zu meinem Aussichtspunkt von gestern Abend. Es waren hier aber keine Elche zu sehen. Drei von ihnen waren am anderen Ende des Sees am fressen. Dafür sah ich nun am Hang oben etwa 15 Hirsche. Männchen und Weibchen. Sie verlassen aber gerade das Tal. Schön, dass ich sie noch sehen durfte. 


Nun gehe ich zurück zum Zelt und mache mich bereit zum los Wandern. Etwa um 07:00 Uhr starte ich meine Wanderung. Hinten am See gibt es aber schon den ersten Stopp. Die Elche kommen nämlich gerade zurück zu ihrem Lieblingsplatz. Dabei kreuzen sie auch meinen Wanderweg. Deshalb gehe ich etwas runter zum See und gebe ihnen den Platz, dass sie an mir vorbei ziehen können. Toll, sie nochmals so nahe zu sehen. Der vierte ist wohl zu Hause geblieben. Natürlich mache ich nochmals eine Menge Fotos und auch Videos. Schließlich verschwinden sie in den Büschen. 








Ich wandere nun auch weiter. Es geht rauf auf den Pass. Übrigens scheint die Sonne wieder von einem strahlend blauen Himmel runter. Ein paar Kehren bringen mich hoch. Dadurch ist der Aufstieg zum Glück nicht so steil. Etwa 150 Höhenmeter später bin ich oben auf dem Pass. Hier komme ich auch endlich an die Sonne. Es war ganz schön kalt im Schatten. Nachdem ich die Aussicht bestaunt hatte, machte ich eine Pause und genoss die Sonne. 


Ich schlief am unteren See


Es folgte ein längerer Abstieg. Zuerst noch im Zickzack und dann etwas gemütlicher. Mehrmals geht es durch große Blockfelder. Vorbei an Wiesen mit Tümpeln. Bald komme ich wieder in den Wald rein. Eine Trailrunnerin mit Hund kommt mir entgegen. Später begegnen mir auch Wanderer. Mehrmals fließen Bächlein über den Weg. Schließlich mache ich meine Mittagspause. 








Danach geht der Weg kurz etwas rauf und schließlich wieder runter zum Talboden. Hier fließt ein großer Bach. Ich fülle nochmals meine Flasche auf. Dann geht es wieder rauf. Dieser Aufstieg geht gemütlich mit Spitzkehren los und wird dann sehr steil. Endlich erreiche ich den Boss Lake. Hier sind viele Tageswanderer und Fischer unterwegs. Beim Bach unten führt eine Straße hin. 


Boss Lake
Es geht vorbei am See und dann wird es wieder steil. Endlich erreiche ich nach 400 Höhenmetern den Hunt Lake. Etwa um 14:30 Uhr bin ich angekommen. Der See liegt noch mitten im Wald. Auch hier hat es Tagesausflügler und Fischer. Ich suche mir einen Platz fürs Zelt. Direkt am See wäre es natürlich am schönsten, aber auch kalt und sehr windig. Ich finde etwas erhöht, geschützt im Wald einen guten Platz. Hier stelle ich mein Zelt auf. Dann gehe ich zum See runter und filtere Wasser. Hier bläst ein kräftiger Wind. Der Himmel ist inzwischen bedeckt und die Sonne scheint nur kurz mal durch. Zurück beim Zelt ist es fast windstill und gefühlt einiges wärmer. Alles richtig gemacht. Nun genieße ich den restlichen Nachmittag und Abend. 

Hunt Lake

Gemütlicher und gut geschützter Platz