Samstag, 22. August 2026

Colorado Trail 2026: Pause

Heute mache ich einen Tag Pause. Nach dem Ausschlafen gibt es Frühstück. Anschließend heißt es Wäsche waschen, einkaufen und das Dorf anschauen. Es ist ein Goldgräber Städtchen. Sehr schön anzuschauen und alles gut zu Fuß zu erreichen. 









Am Morgen ist das Wetter noch gut und die Sonne scheint. Nachmittags ist es dann bewölkt und es regnet ganz kurz etwas. Das Wetter ist etwas unbeständig geworden. Den Rest des Tages ruhe ich mich aus. 

Colorado Trail 2026: 27. Tag

Seit letzter Nacht weht ein kräftiger Wind. Das Zelt hat aber sehr gut gehalten. Heute Morgen ist es aber sehr frisch. Da fällt mir das aufstehen schwer. Der Schlafsack ist so schön warm. Irgendwann überwinde ich mich doch. Schnell esse ich etwas und packe alles zusammen. Brr, ist das kalt. Es ist auch bewölkt. Leider hat es keinen Elch am Teich. Um 07:00 Uhr wandere ich los. Kurz geht es noch durch den Wald runter. 
Bald beginnt ein langer Aufstieg. Etwa 450 Meter geht es rauf. Mal steiler, dann wieder angenehmer. Zwischendurch zeigt sich auch mal kurz die Sonne. 



Bald verlasse ich den Wald und die Aussichten sind großartig. 




Einmal mache ich eine Pause. Nun geht es endlich etwas runter. Vorbei an tollen Felsen. 



Schließlich kommt die Sonne wieder richtig raus und es wird warm. Inzwischen habe ich die Snow Mesa erreicht. Ein sehr großes Hochplateau. Es ist die größte Tundrafläche, außerhalb von Alaska, in der USA. Eine riesige fast Ebene Fläche auf 3800 Metern gelegen. 


Beeindruckend! Mehrere Kilometer laufe ich nun über dieses Plateau. Bei einem Bach mache ich meine Mittagspause. 


Ein Wanderer, den ich schon mal getroffen hatte, holt mich hier ein. Wir laufen nun zusammen weiter durch diese unendliche weite Graslandschaft. Auf der ganzen Ebene gibt es nur diesen einen Wanderweg. 



Langsam zieht es immer mehr zu. Bei den Bergen hinten regnet es schon. Es donnert auch immer mal wieder in der Ferne. Endlich erreichen wir die Kante des Plateaus. Nun geht es recht steil runter. 


Beim Abstieg fängt es an zu regnen. Schnell wird alles Regendicht gemacht. Uns kommt ein Wanderer entgegen. Er läuft den Colorado Trail in Richtung Norden. Weil er zu viel Essen dabei hat, hat er noch eine große Tasche in der Hand. Wie unbequem. Außerdem läuft er in Socken! Schuhe hat er keine dabei. Eine seltsame Erscheinung. Auch der Rucksack ist riesig und es hängt noch vieles außen dran. Auch eine Angel hat er dabei. Jedem das seine. 
Bald erreichen wir den Spring Creek Pass. Und somit die Straße. Hier hat es auch einen Parkplatz. Leider steht nur ein Auto dort. 

Zum Glück hat es aufgehört zu regnen. Nun heißt es Autostop machen. Es ist übrigens 14:00 Uhr. Es fahren nur sehr wenige Autos vorbei und keines hält an. Manchmal kommt 15 Minuten lang gar kein Fahrzeug vorbei. Es ist zermürbend. Ein Fahrzeug fährt zum Parkplatz. Wir sprechen die Leute an. Sie gehen Pilze sammeln. Falls wir noch da sind, wenn sie zurück kommen, nehmen sie uns mit. 
Wir Versuch weiterhin unser Glück. In der Zwischenzeit kommt ein weiterer Wanderer zu uns. Zu dritt wird es aber noch schwieriger mit dem Autostop. Um 16:00 Uhr kommen die Pilzsammler zurück. Auch sie waren erfolglos. Tatsächlich nehmen sie uns drei mit. Sie fahren uns nach Lake City. Wo wir gegen 17:00 Uhr ankommen. Und das, obwohl sie eigentlich in die andere Richtung fahren wollten. Weitere Trailangels. Die Männer gehen ins Hostel und ich gehe ins Motel. 
Nach einem Hamburger im nächsten Restaurant gehe ich noch kurz etwas einkaufen. Vor allem etwas zu trinken und Snacks. Dann geht es in die Badewanne und bald darauf ins Bett. 

Colorado Trail 2026: 26. Tag

Heute war frühe Tagwache. Um 04:30 Uhr wanderte ich los. Ein toller Sternenhimmel erwartete mich. 
Im Licht der Stirnlampe wanderte ich weiter rauf. Nach etwa einer Stunde erreichte ich den Pass. Dort deponierte ich den großen Rucksack. Ich nehme nur einen ganz kleinen Rucksack und meine Bauchtasche mit. Drin habe ich eine warme Jacke, den Regenschutz, Wasser, einen Snack und natürlich den Fotoapparat. 
Dann beginne ich den Aufstieg auf den San Luis Peak. Einen Viertausender. Etwa 450 Meter geht es rauf. Inzwischen ist es hell genug, dass ich ohne Stirnlampe laufen kann. Den Sonnenaufgang werde ich nicht auf dem Gipfel genießen können. Dafür bin ich zu spät dran. Das stört mich aber nicht. Ich verpasse auch nichts. Bei der Sonne hat es ein Wolkenband und die Sonne ist erst später zu sehen. Der Aufstieg zieht sich ziemlich in die Länge. Zuerst geht es in Serpentinen rauf. Dann wird es Steiniger und es geht direkt rauf. Zum Glück nicht zu steil. Der Weg ist sehr gut angelegt und es hat sogar ein paar Steinstufen. 



Langsam kommt die Sonne raus. Es ist richtig kalt und ein starker Wind bläst. Deshalb bin ich froh um die Sonne. Zweimal habe ich das Gefühl jetzt kommt der Gipfel. Es geht aber noch weiter rauf. Endlich um 07:00 Uhr stehe ich auf dem Gipfel vom San Luis Peak! 4274 Meter hoch. Ein tolles Gefühl. Die Aussicht ist einfach der Hammer! So viele Berge und Täler sind zu sehen. 




Ich mache viele Fotos und genieße den Moment. Übrigens bin ich alleine hier oben. 

Schließlich wird es mir zu kalt und ich beginne den Abstieg. Es kommen mir ein Wanderer und schließlich eine Gruppe von sechs Frauen entgegen. Zurück auf dem Pass ist es schon deutlich wärmer. Ich mache eine längere Pause. Dabei hole ich das Frühstück nach. In der Nacht habe ich nur einen Riegel gegessen. Einige Wanderer kommen vorbei. Irgendwann muss ich auch weiter ziehen. Es geht nun runter und ein wenig rauf zum nächsten Pass. 


Dann wieder runter. Hier sehe ich fünf Rehe. 

Und wieder rauf. Da treffe ich zwei Wanderer. Wir laufen nun zusammen weiter. Es geht dann etwas weiter runter in ein Tal. 


Hier machen wir eine Pause. Es hat nun immer mehr Wolken am Himmel. Auch ein paar schwarze. Nach der Pause beginnt der höchste Aufstieg für heute. Kurz tropft es etwas. Wir ziehen unsere Regensachen an. Es hört aber gleich wieder auf. Endlich kommen wir oben an. Wow, war das ein Aufstieg. Es ging ziemlich gerade rauf. Die Aussicht ist aber auch fantastisch! 



Es geht dann wieder genauso steil runter. Dann folgt noch ein kurzer, aber steiler Aufstieg. Und wieder geht es runter zu einem Bach. Bieber haben hier einen Teich aufgestaut. Hier bleiben wir für heute. Um 16:00 Uhr sind wir angekommen. Es hat einige Zeltplätze. Am Ende stehen mehr als 10 Zelte da. Die Elche waren leider schon weg. Dafür sehe ich insgesamt 9 Rehe. 



Es regnet immer wieder kurz und leicht. Einmal war auch Hagel dabei. Dann scheint wieder die Sonne. Ich unterhalte mich mit den verschiedenen Camper. Und nun gute Nacht.