Montag, 27. Juli 2026

Colorado Trail 2026: 4. Tag

Etwa um 07:30 Uhr war ich startklar. Das Zelt habe ich mit einem Lappen abgewischt. Es war wieder wunderschönes Wetter. Nur ganz kleine Wölklein am Himmel. Es ging leicht runter zu einem kleinen Bach. Dort machte ich eine kurze Pause. Ein Kolibri landete direkt neben mir im Wasser und wusch sich. Dann war er auch schon wieder weg. 
Es folgte ein kurzer Anstieg. Die Gegend ist wunderschön. Es geht durch den Wald aber überall hat es große Felsen. 



Zwischendurch habe ich auch mal ne schöne Aussicht. Nach einem weiteren kurzen Anstieg geht es lange runter. Hier sehe ich zwei Hirsche. Dann holt mich meine Wanderkollegin wieder ein und zusammen geht es weiter. Im Tal kommen wir zu einem schönen Bach. Hier machen wir unsere Mittagspause. 
Es folgt ein steiler Aufstieg. Kurz vor einem Parkplatz fängt es an zu regnen. Schnell ziehen wir unsere Regenjacken an. Beim Parkplatz hat jemand Wasserflaschen deponiert. Sehr freundlich. So mussten wir das Wasser nicht so weit hochtragen. 

Nun ist der Rucksack aber wieder sehr voll und schwer. Weiter geht es. Der Regen lässt zum Glück etwas nach. Eine halbe Stunde später hört es ganz auf. Immer noch geht es rauf. Vorbei an einem Haus. Endlich gegen 17:00 Uhr erreichen wir Cold Stream. Etwas weiter geht es noch und dann stellen wir unser Zelt auf. Immerhin regnet es nicht mehr. 


Colorado Trail 2026: 3. Tag

Gestern ging ich früh schlafen. Heut wollte ich zeitig starten und so der Hitze zu entgehen. Um 06:30 wanderte ich los. Es ging gleich im Zickzack den Hügel rauf. Zunächst noch im Wald. Zudem schien die Sonne noch nicht hierher. So kam ich recht gut voran. Bald kam ich aus dem Wald raus. Nun folgte ein offenes Gelände, es stehen und liegen nur noch verkohlte Stämme herum. Es hat aber auch immer mal wieder einzelne Bäume, welche überlebt haben. Die Aussicht ist gut. Nun komme ich auch an die Sonne. 






Es wächst auch mal eine Blume. Bald geht es in einen Wald rein. Endlich etwas Abkühlung. Wasser hat es hier keines. Trotzdem sehe ich Spuren von Hirschen. Der Aufstieg ist nun nicht mehr so steil. Ich treffe hin und wieder Wanderer. Mal überhole ich sie und dann wieder kommen sie an mir vorbei. Dann hört der Wald auf und es geht zurück ins Waldbrandgebiet. Hier wächst schönes gelbes Grass. Es geht nur noch leicht auf und ab. Der Himmel verdunkelt sich nun immer mehr. Rundherum sind schwarze Wolken zu sehen. Und an den entfernten Hügeln sieht man Regenschleier. Hin und wieder wird auch hier die Sonne bedeckt. Noch scheint sie aber. Weit entfernt donnert es auch. 




Endlich so gegen ein Uhr komme ich zu einer Straße. Etwa 200 Meter weiter ist eine kleine Feuerwehrstation. Außen am Gebäude, an einer schattigen Stelle, hat es einen Wasserhahn. Wanderer und Biker dürfen hier ihre Wasserflaschen füllen. Der nächste Bach ist noch 6 Kilometer entfernt. Zu weit für mich, um heute noch bis dort zu laufen. Ich mache hier meine Mittagspause. Die andere Frau kommt auch hier her. Sie geht aber zu einer Post. Auch sie hat einen schweren Rucksack und will etwas heimschicken. Langsam kommt die Gewitterfront näher. 



Als es nun schon deutlich näher donnert, packe ich zusammen und laufe weiter. Es sind noch etwa drei Kilometer bis zu einem Parkplatz mit Toilette. Das sind aber immer Plumpsklos. Etwas entfernt vom Parkplatz stelle ich mein Zelt auf. Oder ich versuche es. Es tropft schon leicht. Es kommt plötzlich Wind auf. Und so reist der Wind die Heringe immer wieder raus. Steine hat es auch fast keine. Endlich steht mein Zelt.  Keine Minute zu früh. Ich schaffe es gerade noch, den Rucksack ins Zelt zu schmeißen und hinterher zu sprinten. Dann geht das Gewitter los. Es donnert immer wieder heftig. Blitze sehe ich aber nur einen. Zum Glück bin ich im Wald. Dann schüttet es wie aus Kübeln. Leider zieht eine Windböe wieder einen Hering heraus. Ich muss nochmals raus und das Zelt besser befestigen. Sonst habe ich alles nass. Ich suche noch mehr Steine und nehme auch dicke Äste zur Hilfe. Schließlich ist das Zelt endlich sicher und ich kann wieder rein krabbeln. Inzwischen bin ich natürlich bis auf die Haut durchnässt. Ich ziehe die nassen Sachen aus und versuche mich etwas zu trocknen. Kalt ist es ja nicht. Dann sehe ich, dass das Wasser unter mein Zelt fließt. So kauere ich mich in der Mitte hin. Dort ist es noch trocken. Endlich nach einer gefühlten Ewigkeit, in Wirklichkeit war es nur etwas länger als eine halbe Stunde, lässt der Regen langsam nach. Das Donnern hört auch auf. Als es fat trocken ist verlasse ich das Zelt und schaue mich um. Das Wasser versickert zum Glück schnell. Trotzdem ziehe ich zur Sicherheit einen Graben ums Zelt herum. Danach gehe ich zur Toilette. Dort finde ich die andere Wanderin. Sie kam per Autostop direkt zum Parkplatz und hat das Gewitter in der Toilette verbracht. So blieb sie trocken. Zusammen gehen wir zu meinem Zelt zurück und sie stellt ihr Zelt in der Nähe auf. Inzwischen kommt die Sonne wieder raus. Ich hänge alles zu trocknen auf. Das Gewitter zog um 16:00 Uhr durch. Es gibt noch einen schönen Regenbogen. 
Die Kleider werden nicht mehr ganz trocken und ich nehme sie noch feucht mit ins Zelt. So gegen Mitternacht regnet es nochmals leicht. Etwa eine Stunde lang. 

Colorado Trail 2026: 2. Tag

Am Morgen ziehe ich ich mich an und verstaue alles und den Hüllen. Dann hole ich mein Essen. Es hängt in einem Bärensicheren Sack an einem Baum. Nun gibt es Frühstück und ich packe alles zusammen. Dann geht es noch zur Toilette. Etwa um 07:30 Uhr wandere ich los. Die andere Frau liegt noch im Zelt. 
Es geht gleich aufwärts los. Zum Glück im Wald und somit im Schatten. Ein herrlicher Morgen. Ich sehe zwei Hasen davon hoppeln. 


Endlich erreich ich den höchsten Punkt. Das Panorama von hier oben ist super. Es hat einige Felsen und ich sehe schon den Hang, wo ich morgen rauf muss. Ein großes Waldbrandgebiet. Hier wütete 1996 ein großes Feuer und noch immer wächst fast nichts dort. 


Das kahle Waldbrandgebiet 


Nach einer Pause wandere ich nun runter. Inzwischen ist es wieder sehr Heiß geworden. Zuerst geht es einen Kamm hinab. Hier habe weiterhin eine schöne Aussicht. Dann geht es in Serpentinen runter. Das Areal ist offener und somit sonniger und heißer. Hier holt mich die andere Wanderin wieder ein. Sie läuft schneller als ich. Zusammen steigen wir das letzte Stück runter ins Tal. Heute habe ich andere Wanderer und Biker getroffen. Alle sind freundlich und grüßen oder wir wechseln auch mal ein paar Worte. 




An diesem schönen Fluss schlagen wir unser Lager auf. Eine Brücke führt über den Fluss. Auf dieser Seite geht eine Straße vorbei und es hat eine Toilette. Wir gehen auf die andere Seite und finden einen schattigen Platz. Etwa um 15:00 Uhr kommen wir an. Ich stelle mein Zelt auf und richte alles ein. Dann bade ich im Fluss! Tat dass gut. Das war eine sehr willkommene Erfrischung. Anschließend filtere ich Wasser zum trinken und kochen. Auch heute fällt es mir schwer, etwas zu Essen. 
Es hat hier einige Fischer und Familien. Die gehen aber alle wieder weg. Es kommen immer wieder Wanderer vorbei. Ein Frau kommt zu uns Essen. Auch sie ist alleine unterwegs. Ihr Rucksack ist recht klein. Keine Ahnung wie sie das macht. Sie geht allerdings auch öfter in eine Stadt und holt Essen, kommt aber am selben Tag zurück. Deshalb hat sie sehr wenig Essen dabei. Das muss ich auch noch verbessern. Auch sonst scheint sie nicht viel dabei zu haben. 

Colorado Trail 2026: 1. Tag

Um 06:00 ging ich frühstücken. Dann fuhr ich mit dem Bus zum Bahnof und mit dem Zug bis zur Endstation Littleton-Mineral. Dort bestellte ich mir einen Uber. Nach einer Weile kam dann einer und fuhr mich zum Start meiner Wanderung am Waterton Canyon Trailhead. Etwa um 09:00 Uhr wanderte ich los. 
Der Weg geht ein paar Kilometer durch diese Schlucht. Auf eine breiten Schotterstraße folge ich dem Bach. Die ersten etwa 10 Kilometer sind recht flach. An einer Stelle hat es einen kleinen Wald. Dort sehe ich einen Hirsch davon springen. 


Die Schlucht hat auch steile felsige Abschnitte. Dort sehe ich eine Gruppe von etwa 10 Tieren wilde Bighorn Schafe. Es sind Weibchen mit ihren Jungen. 



Sie kommen gerade runter zum Fluss und gehen dort trinken. Auch sie haben Durst. Es ist auch schon wieder sehr heiß. Ich nutze auch jeden Schatten. In regelmäßigen Abständen hat es in der Schlucht Picknickareale. Dort hat Toiletten, Abfalleimer und gedeckte Tische. Die nutze ich immer mal wieder für eine Pause. Mein Rucksack ist einfach zu schwer. 
Etwas weiter die Straße entlang überholt mich ein Rangerfahrzeug. Für die Öffentlichkeit ist die Straße gesperrt. Der Ranger deutet auf die Straße. Als ich etwas näher komme, sehe ich dort eine Klapperschlange liegen! Sie verschwindet dann im Gebüsch. 



Dann begegnet mir nochmals eine kleine Gruppe von Bighorn Schafen. Hier ist auch ein Junges Männchen dabei. 


Im Bach sehe ich ein Tier schwimmen. Es sieht aus wie ein Otter oder etwas ähnliches. 
In der Schlucht sind viele Tageswanderer, Biker und Jogger unterwegs. Wanderer wie mich sehe ich keine. Am Ende der Schlucht hat es einen Staudamm. Dort mache ich meine Mittagspause und ich fülle meine Wasserflasche auf. Nun geht aufwärts weiter. Kurz noch auf der Straße, doch schon bald geht es auf einem Wanderweg weiter und endlich in den Wald hinein. Im Schatten läuft es sich gleich viel besser. 

Bear Creek ist mein erstes Ziel


Irgendwann geht es dann zum Glück nur noch runter zum Bach. Ich finde einen schönen Zeltplatz. Leider wollen meine Heringe nicht so recht in den Boden rein gehen. Inzwischen sind noch ein Vater mit seinem Sohn angekommen. Sie helfen mir, die Heringe mit Steinen zu befestigen. Das geht relativ gut. Vermutlich muss ich aber meine Heringe austauschen. Diese scheinen für den harten Boden hier in Colorado nicht so Ideal zu sein. Später kommt noch eine Frau zum Camp. Auch sie ist alleine unterwegs. Das Wasser im Bach fließt leider nicht mehr richtig. Es hat aber einen Tümpel und das Wasser ist kühl und sieht gut aus. Wir nehmen alle Wasser daraus. Filtern es aber und geben noch Tabletten zur Sicherheit dazu. Ich bekomme keine Probleme davon. Mit der Frau komme ich ins Gespräch. Appetit hatte ich heute nicht viel. Das ist die Hitze und die Anstrengung. Leider wird mein Rucksack so nicht leichter.