Um sieben Uhr gehe ich frühstücken. Vorher gibt es nichts. Gepackt habe ich schon. Nach dem Frühstück gehe ich noch zur Toilette und dann checke ich aus. Um 07:35 Uhr kommt mein Bus. Der Himmel ist wolkenlos. Ein traumhaftes Wetter. Mit dem Bus fahre ich bis Copper Mountain.
Da an einer Skipiste gearbeitet wird ist eine Umleitung signalisiert. So laufe ich noch eine Weile durch das Resort auf dem Talboden. Schließlich geht es etwas steil rauf zum Trail. Hier überholt mich ein Biker. Wir reden kurz. Biker treffe ich heute sehr viele. Ich folge nun sanft ansteigend dem Hang. Etliche Skipisten und auch Sesselbahnen durchlaufe ich.
|
Irgendwann biegt der Wanderweg in ein Seitental ab. Ich bin schon an mehreren Bächen mit Wasser vorbeigekommen. Nun folgt der Weg etwas oberhalb des Talbodens einem Bach. Stetig geht es aufwärts. Mal etwas steiler, dann wieder angenehmer. Es ist aber zum Glück nie zu steil. Oft bin ich im Wald unterwegs. Manchmal auch am Rand. Dort kann ich runter zum Bach schauen. Der Bach wurde an mehreren Stellen von Bibern gestaut.
Einmal sehe ich im Wald einen Trampelpfad von einem großen Tier. Ich vermute von einem Elch. Leider sehe ich aber keinen. Dabei wäre dieses Tal ideal für Elche. Ich sehe aber nur Vögel und Nagetiere. Das Tal ist wunderschön.
Immer weiter geht es rauf. Schließlich erreiche ich die Baumgrenze. Es ist wunderschön hier oben. Die Aussicht ist fantastisch. Bei einem Bach mache ich meine Mittagspause. Etwas unterhalb steht ein großes Haus mit drei Stockwerken und Balkonen. Man kann es mieten. Allerdings muss man alles Essen zu Fuß hoch tragen. Es geht keine Straße rauf.
Nun geht es rauf zum ersten Pass. Die Aussicht ist umwerfend schön! Grüne Wiesen mit Blumen und auch Steine. Ich komme aus dem Staunen nicht mehr raus. Über eine große Ebene geht der Weg nun leicht rauf und runter.
Auch hier hat es Bäche. Dann folgt nochmals ein Aufstieg. Hier hat es viele Steine. Nun begegnen mir viele Murmeltiere und auch Pikas. Das sind süße kleine Tiere. Größer als eine Maus. Ihre Ohren sind erstaunlich groß. Natürlich mache ich Fotos.
Schließlich erreiche ich endlich die höchste Stelle. Einen Grat. 3745 Meter hoch. Wow, dieser Anstieg hat sich ganz schön in die Länge gezogen. Dafür wurde ich mit einem tollen Panorama entlöhnt.
Am Mittag zogen langsam Wolken auf. Es bleibt aber trocken und auch sonnig. Nach einer kurzen Pause beginne ich den Abstieg. Kurz darauf erreiche ich den nächsten Pass.
Weiter geht es durch die wundervolle Landschaft. Bald tauche ich wieder in den Wald hinein. Ein paar Wanderer kommen mir entgegen. Meine Beine werden langsam müde und schwer. Nach einer kurzen Pause geht es wieder etwas besser voran. Zwischendurch wandere ich wieder durch Espenwälder. Auf etwa 3000 Meten komme ich zu einem Bach. Hier finde ich einen sehr schönen Zeltplatz. Direkt oberhalb eines Wasserfalles. Um 17:30 Uhr stelle ich mein Zelt auf und räume es ein. Dann filtere ich Wasser und koche mein Abendessen. Ich genieße es sehr. Endlich mal kein Regen. So macht das Wandern gleich wieder viel mehr Spaß. Alles ist trocken.