Donnerstag, 5. Oktober 2017

106. Tag, Peillon-Monaco

Heute ist ein besonderer Tag. Es ist mein letzter Wandertag! Ich kann es noch nicht richtig glauben. 
Um 8:15 Uhr lief ich los. Das Wetter ist super! Zum Abschluss habe ich nochmals gutes Wetter bekommen! Am Morgen hat es zwar Richtung Meer noch etwas Nebel, dieser verzieht sich aber am Mittag. Zuerst ging es ein kurzes Stück zurück zu einer Abzweigung. Hier folge ich dem Weg runter zu einem Bach. 
Die letzten Tage kamen mir so ähnlich vor, wie die ersten in Graz. Es war ein ausklingen durch die Hügel. 


Eigentlich dachte ich, dass es heute runter zum Meer geht. Nun folgt aber erst mal ein Aufstieg. Es geht nochmals richtig zur Sache. Ein paar Stellen sind recht steil. So komme ich auch heute nochmals richtig ins Schwitzen. Oft laufe ich auf Pfaden, manchmal auch kurz auf Straßen. 


Nach einem Cole geht es wieder runter. Der Straße folge ich durch ein Villaviertel. Mehr als Tore und Hecken sehe ich aber nicht. An diesem letzten Tag lasse ich mir Zeit. Nochmals genieße ich das laufen richtig. Der Pfad führt mich wieder rauf zum nächsten Übergang. 


Dort komme ich um die Kurve und es ist, als wäre ich in eine Wand gelaufen. So abrupt blieb ich stehen! Unter mir liegt Monaco und dahinter ist endlich das Meer zu sehen!! Noch ist es ein wenig im Dunst. Er löst sich aber immer mehr auf. Wow, ist das ein toller Anblick! Ich bin überwältigt! Vermutlich stand ich beinahe 10 Minuten nur da und schaute zum Meer runter. 

Noch düster

Monaco
Auf der Straße laufe ich nun runter ins Dorf la Turbie. Hier suchte ich zwei Geocaches. Der alte Dorfkern ist sehr schön. Nach dem Dorf geht es nochmals auf einem Pfad weiter. In Serpentinen laufe ich weiter runter. Der Ausblick ist fantastisch! Mir zu Füßen liegt Monaco und das Meer wird immer besser sichtbar. 

Neuer Teil von Monaco. 

Fast das ganze Monaco ist zu sehen. 
Ich muss mich wieder mehr auf den Weg konzentrieren. Vor lautem schauen aufs Meer runter, bin ich ein paarmal fast gestolpert. Immer wieder kreuze ich Straßen. Schließlich endet der Wanderweg und es geht auf der Straße weiter. Die Markierungen leiten mich durch die Vororte von Monaco. 


Wegen einer Baustelle gibt es noch eine kleine Umleitung des Weges. Aber um 12:30 Uhr komme ich schließlich im exotischen Garten von Monaco an! Es ist geschafft!! Ich bin am Ziel angekommen!!! 

Ich kann es noch immer nicht fassen! Die letzten Tage sind so schnell verflogen. 
Bei der Kasse hole ich mir das Registerbuch der Via Alpina. Ich bekomme noch ein kleines Präsent. Ein kleines Büchlein von Monaco und der Via Alpina und eine Karte von Monaco. Dann mache ich den offiziellen Eintrag ins Buch. Irgendwie fühle ich mich sehr feierlich! 

Altstadt von Monaco mit dem Palast. 
Offiziell ist die Wanderung nun beendet. Ich möchte aber meine Füße ins Meer halten. So steige ich weiter runter in die Stadt. Im nächsten Park wartet mein erster Geocache in Monaco auf mich. Beim suchen taucht noch ein Ehepaar auf. Wir kommen ins Gespräch. Es sind tatsächlich Schweizer. Da wir die gleiche Richtung einschlagen, gehen wir zusammen weiter. Über viele Treppen und Lifte geht es weiter runter Richtung Meer. Einige Geocaches finden wir noch auf dem Weg. Es ist schwierig eine Stelle zum Meer zu finden. Überall sind Felsen oder Häfen. 


Wir folgen der Küste entlang. Schließlich trennen wir uns wieder. Die Zürcher gehen zurück zum Bahnhof und ich gehe noch ein Stück weiter zum einzigen Strand von Monaco. Endlich kann ich meine Füße ins Meer stellen! 


Das Gefühl ist unbeschreiblich! Nun begreife ich langsam, dass es zu Ende ist! Die Gefühle fahren Achterbahn. Ich bin glücklich darüber, dass es zu Ende ist. Aber auch traurig. Eine tolle Zeit ist nun vorbei. Ich durfte eine tolle Landschaft genießen. Mit dem Wetter hatte ich großes Glück! Viele schöne Tiere durfte ich beobachten. Tolle Menschen sind mir begegnet. Hier nochmals einen großen Dank, an alle Leute, die mich begleitet oder besucht haben. Ihr habt mir die Motivation gegeben, weiter zu machen. Auch ein herzliches Dankeschön an alle, die mir geschrieben haben. Es war schön zu wissen, dass man nicht alleine ist. 
Ein riesiges Dankeschön geht an den Paten (alias Kai)! Ohne ihn wäre ich nicht auf die Idee gekommen, diese Wanderung zu machen. Wenn ich beim Multi mal nicht weiterkam, hat er mir immer schnell weitergeholfen. Dabei war er selber auch am Wandern. Einen tollen Support nenne ich das. 
Jetzt bin ich aber abgeschweift. Nach dem Strand lief ich noch zum Palast hoch. Dort endet die Via Alpina offiziell. 


Von hier laufe ich wieder runter und hoch zum Bahnhof. Der Zug bringt mich nach Nizza. Die Zimmer sind hier günstiger. Im Hotel Belle Meuniere bleibe ich vier Nächte. Es ist ganz nahe am Bahnhof. Der Strand ist aber auch nicht so weit entfernt. Auch die Altstadt und die Läden sind in der Nähe. Es ist sauber und die Angestellten sind sehr freundlich und hilfsbereit. Außerdem kann man gegen Gebühr seine Wäsche waschen lassen. Am Sonntag Reise ich dann nach Hause. 
So geht ein ereignisreicher Tag zu Ende. Was sage ich! Eine erlebnisreiche Wanderung geht nun zu Ende!! Es waren nun 1673 Kilometer, die ich gelaufen bin. 

Tagesstatistik
Strecke: 15.5km                   Dauer: 3.5h
Rauf: 350m                          Runter: 720m
Höchster Punkt: 560m         Niedrigster Punkt: 0m

Tourstatistik
Strecke: 1673km                  Dauer: 417h
Rauf: 81288m                      Runter: 88568m
Höchster Punkt: 2850m       Niedrigster Punkt: 0m


Dienstag, 3. Oktober 2017

105. Tag, Sospel-Peillon

Auch heute hatte es Hochnebel. Was weiter weg war, verschwand ebenso im weißen Dunst. So sah ich auch heute kein Meer. Dabei kann ich es schon fast riechen. Dann spar ich mir das halt für den letzten Tag auf. 
Nach dem guten Frühstück habe ich mich von Adrien verabschiedet. Er läuft heute eine lange Etappe direkt ans Meer runter. Erstaunlich wie fit er in seinem Alter noch ist. 
Um 7:45 Uhr wanderte ich nun wieder alleine los. Kurz geht es vorbei an der schönen Kirche. Ein kurzes Stück folge ich noch einer Straße rauf und in den Wald hinein. Es hat viele Eichen. Nach einer Weile nehme ich einen Pfad. Er geht recht steil hinauf. Außerdem ist er recht überwachsen. Scheinbar laufen nicht viele Leute hier durch. Immer wieder Streife ich kurz die Straße. Beim ersten kleinen Cole stehen ein paar Häuser. Nun geht der Pfad in Serpentinen weiter durch den schönen Wald hoch. Die Steigung ist jetzt viel angenehmer. 


Endlich erreiche ich den zweiten Cole. Hierhin gehen Schotterstraßen. Zwei Jäger sehe ich hier. Sie sitzen auf Stühlen und warten. Meine Vermutung ist, dass sie auf Vögel warten. Würde hier auf jeden Fall Sinn machen. Vielleicht warten Sie auch auf Wildschweine. 


Ich folge einer Straße. Sie geht ganz leicht steigend zum nächsten Cole hoch. Mann, war das ein Aufstieg! Zur Belohnung darf ich nun wieder runter wandern. Der Pfad folgt einem Tal und geht in Serpentinen runter. Bei einer Siedlung mache ich Mittagspause. Kurz kommt sogar die Sonne ein wenig raus. 

Ich suche einen freiwilligen, welcher mich nach hause fährt. 

Schließlich laufe ich weiter runter. Irgendwann fängt der Weg wieder an, hoch zu steigen. Es wird ein weiterer Hügel erklommen. Beim nächsten Cole erreiche ich wieder eine Straße. Dieser folge ich nun runter ins schöne und alte Dorf Peille. Hier mache ich eine Pause. Das Dorf besteht aus Steinhäusern und hat enge Gassen. Außerdem ist es an den Berg geschmiegt. Die Häuser sind durch viele Treppen miteinander verbunden. 


Es geht weiter runter zu einem Bach. Der Wald ist auch hier zauberhaft schön. Kurz geht es noch runter. Dann folgt der dritte Anstieg. Dieser ist aber nicht so hoch und auch nicht steil. Gemütlich folge ich dem Pfad durch den Zauberwald. Manchmal habe ich auch einen kurzen Ausblick über das Tal. Weit reicht der Blick aber wegen dem Dunst nicht. 


Schließlich ist der höchste Punkt erreicht und der Weg geht nun gemütlich runter. Bald sehe ich das Dorf Peillon unter mir. Um 16:00 Uhr komme ich in Peillon an. Im Hotel de La Madone habe ich ein Zimmer reserviert. Es ist schön groß und sauber. Ich habe sogar eine Badewanne. Diese teste ich ausgiebig. Danach schaue ich mir das kleine Dorf noch an. Es ist auch ein altes Dorf mit Steinhäusern und engen Gassen. Mir gefallen diese verwinkelten Dörfer sehr gut. 


Tagesstatistik
Strecke: 19.6km                   Dauer: 5h
Rauf: 1160m                        Runter: 1130m
Höchster Punkt: 1070m       Niedrigster Punkt: 340m

Tourstatistik
Strecke: 1657.5km               Dauer: 413.5h
Rauf: 80938m                      Runter: 87848m
Höchster Punkt: 2850m       Niedrigster Punkt: 210m


Montag, 2. Oktober 2017

104. Tag, Cole de Turini-Sospel

Irgendwie scheine ich mit dem Wetter nicht mehr so viel Glück zu haben. Heute war wieder ein Nebeltag. Mal sah man kaum 100 Meter weit, dann wieder immerhin ins nächste Tal runter. Eigentlich sollte heute endlich das Meer in Sicht kommen! Leider sah ich nur eine weiße Wand! Das Meer ziert sich noch vor mir. 


Aber von vorne. Um 7:45 Uhr ging es los. Der Pfad führte uns in den Wald hinein. In diesem Tannenwald war es noch recht düster. Der Weg ging unterhalb der Straße entlang des Hanges. Zuerst ging es hoch zum Gite d'etape. Leider ist dieses schon geschlossen. Eine Schotterstraße brachte uns zurück in den Wald. Bald wurde aus der Straße wieder ein Pfad. Hoch und runter ging es nun. 
Heute begleitete uns den ganzen Tag lang das Röhren der Hirsche. Manchmal hörten wir sie sehr nahe. Gesehen haben wir leider keine. Der Wald und der Nebel sind sehr dicht. 
Irgendwann kamen wir wieder hoch zur Straße. Hier ist ein altes Fort des Militärs. 


Sogar ein kleiner Panzer steht noch hier. 


Ich suche hier einen Geocache. Nun geht es runter zu einem Bach und dann im Zickzack wieder hoch. Eine Weile geht es so weiter. Immer wieder hoch und runter. Die sicherlich tollen Aussichten verpassen wir dank dem Nebel leider. 


Es geht mal entlang des Hügels und auch mal über einen Hügel. Zweimal sehe ich alte Kanonen am Wegrand liegen. Auf dem letzten Hügel machen wir Mittagspause. 


Nun geht es nur noch runter. Der Wald ist auch heute wieder märchenhaft. Einfach schön! Fast erwarte ich eine Fee oder sonst ein Fabelwesen zu sehen. 
Zunächst geht es gemütlich über viele Hügel runter. Dann kommt ein Abschnitt, wo der Weg in vielen Serpentinen runter geht. Zum Glück sind die Serpentinen nicht zu steil angelegt. Jetzt sehen wir immerhin ins Tal runter. 


Weiter als zum nächsten Hügel reicht die Sicht aber nicht. Alles dahinter ist in Weiß gehüllt. Ich hoffe wirklich, dass das Wetter morgen besser ist. 


Bald kommen wir in eine Straße und die ersten Häuser von Sospel sind erreicht. Um 15:15 Uhr kommen wir bei der Auberge du Pont Vieux an. 


Das Hotel ist in einem Wohnhaus untergebracht. Die Zimmer sind sauber und das Internet ist sehr gut. Der Supermarkt ist gleich eine Türe weiter. Was braucht Frau mehr. 
Am Abend verzieht sich der Nebel und der Himmel kommt hervor. 


Tagesstatistik
Strecke: 23.5km                   Dauer: 5.5h
Rauf: 550m                          Runter: 1800m
Höchster Punkt: 1930m       Niedrigster Punkt: 350m

Tourstatistik
Strecke: 1637.9km               Dauer: 408.5h
Rauf: 79778m                      Runter: 86718m
Höchster Punkt: 2850m       Niedrigster Punkt: 210m


103. Tag, Belvedere-Cole de Turini

Heute war es wieder bewölkt, aber trocken. Am Nachmittag kam die Sonne ganz kurz heraus. 
Um 7:30 Uhr starteten wir zu dieser anstrengenden Etappe. Gemütlich ging es runter ins Dorf Belvedere. Dort suchte ich einen Geocache. Viele Leute waren dabei Marktstände aufzubauen. Hier findet heute ein Fest statt. Auf einem Pfad liefen wir danach weiter runter. Dann ging es kurz hoch zu einem Fort. 


Das Militär hatte hier im zweiten Weltkrieg ein paar Bunker. Die Aussicht ist toll. Man kann das ganze Tal überblicken. 


Der Straße folgend geht es wieder runter. Nun würde der Pfad runter zum Bach und wieder hoch gehen. Wir nehmen aber lieber die Straße. Sie führt uns gemütlich, eben, zu einer Brücke und dann steigt sie gemütlich hoch zum nächsten Dorf. Ein paar Höhenmeter konnten wir so sparen. Im schönen Dorf trinken wir etwas. 
Der Weg geht nun, die Straße abkürzend, runter zu einem Bach im Tal. Auf der anderen Seite geht es zuerst sehr steil rauf. Dann wird die Steigung angenehmer. In unendlich vielen Serpentinen geht es hoch. Hin und her geht es durch den Wald und rauf auf den Berg. So wird ein Bergrücken erklommen. Unsere Mittagspause machen wir in diesem schönen Wald. Es hat Eichen, Kastanienbäume (diesmal die nicht essbaren), Fichten, Lärchen und Tannen. Leider sehe ich heute nur Vögel und Eichhörnchen. Vermutlich sind die Jäger schuld. Wir traffen etwa zehn von ihnen bei einer Brücke. Dort war auch der zweite Geocache von heute versteckt. 
Weiter geht es aufwärts. Mal sind die Serpentinen recht lang und dann wieder ganz kurz. Immer wieder sieht man kurz ins Tal runter. Die Autos von der Passstrasse hört man auch. Endlich führt der Weg nun entlang des Berges ins Tal hinein. Der Pfad steigt aber immer noch an. Es folgen noch ein paar Serpentinen. Dann geht es weiter ins Tal hinein. Irgendwann erreichen wir endlich eine Schotterstraße. Auf dieser geht es nun gemütlich und nur leicht steigend weiter. 


Eine Weile später macht der Weg eine Abkürzung. Er schneidet eine Serpentine der Straße ab. Dieser Pfad geht wieder steil hoch. Der Schweiß fließt nochmals in Bächen runter. Glücklich erreichen wir wieder die Straße. Dieser folgen wir nun bis zum Cole de Turini. 


Erschöpft kommen wir um 15:00 Uhr dort an. Da das Gite d'etape weiter oben geschlossen ist, haben wir im Hotel le Ranch zwei Zimmer gefunden. Die Zimmer sind in Ordnung, nur die Dusche könnte heißer sein. Obwohl ich nur den Heißwasserhahn geöffnet habe, war das Wasser nur lauwarm. Die Dusche viel deshalb recht kurz aus. Danach genehmigte ich mir eine heisse Schokolade zum aufwärmen. 
Kurz ging ich nochmals raus in den Nebel. Ich suchte noch den nahen Geocache. 
Immerhin haben sie die Heizung angemacht. Das Internet geht kaum. Ich konnte gerade meine E-Mails runter laden, dann war wieder kein Empfang mehr. Schon gestern hatte ich kein Internet. 


Tagesstatistik
Strecke: 20.5km                   Dauer: 5h
Rauf: 1340m                        Runter: 690m
Höchster Punkt: 1610m       Niedrigster Punkt: 520m

Tourstatistik
Strecke: 1614.4km               Dauer: 403h
Rauf: 79228m                      Runter: 84918m
Höchster Punkt: 2850m       Niedrigster Punkt: 210m



102. Tag, St. Martin Vesubie-Belvedere

Heute war es den ganzen Tag lang bewölkt. Die Temperatur war dadurch sehr angenehm. 
Um 7:30 Uhr ging es los. Kurz ging es durchs Dorf. Dann folgten wir einer Straße. Längere Zeit ging es auf gleicher Höhe bleibend durch den Wald. Das war ein sehr angenehmer Teil. Zwischendurch sah man auch mal runter ins Tal oder auf die andere Talseite rüber. 


Die Etappe heute führt entlang des Berges das Tal runter. Allerdings bleibt er auf halber Höhe und geht nicht zum Talboden hinab. 
Irgendwann hört der Asphalt auf und wir folgen einer Schotterstraße weiter. Weit verstreut hat es auch immer wieder einzelne Häuser. 


Es geht immer wieder um einen Bergrücken herum und hinein ins nächste kurze Tal. Unzählige Bäche liegen heute am Weg. Schließlich endet die Straße und es geht auf einem Pfad weiter. Der steigt sehr steil und ohne Serpentinen einen Bergrücken hoch. Langsam quäle ich mich hoch. 


Der Wald ist wunderschön. Es hat Kastanienbäume, Eichen, Lärchen und Fichten. Endlich haben wir die höchste Stelle erreicht und es geht wieder runter. Der Abstieg ist nicht so steil und es geht in vielen Serpentinen runter. Dafür ist hier der Weg fast zugewachsen. Wir müssen uns richtig durch die Büsche kämpfen. Später kommen wir zu einer Straße. Kurz folgen wir ihr, dann zweigt ein Pfad ab. Dieser geht noch kurz runter zu einem Bach. Nun geht es wieder rauf. Diesmal ist der Aufstieg angenehmer. In vielen Serpentinen windet sich der Weg den Berg hoch. Hier machen wir unsere Mittagspause. 


Bald darauf ist der Wendepunkt erreicht und wieder geht es runter. Hier ist der Weg frei von Pflanzen. Der Pfad geht wieder in eine Schotterstraße rein. Auf dieser geht es gemütlich weiter. Oberhalb von Belvedere steht unser heutiges Gite d'etape. Um 13:15 Uhr sind wir schon dort. Später kommen noch zwei Frauen. Es hat Platz für etwa acht Personen. Hier gibt es kein Abendessen. Dafür hat es eine kleine Küche. Endlich ist sogar die Heizung eingeschaltet. 

Tagesstatistik
Strecke: 15.9km                   Dauer: 4h
Rauf: 630m                          Runter: 660m
Höchster Punkt: 1350m       Niedrigster Punkt: 920m

Tourstatistik
Strecke: 1593.9km               Dauer: 398h
Rauf: 77888m                      Runter: 84228m
Höchster Punkt: 2850m       Niedrigster Punkt: 210m



Freitag, 29. September 2017

101. Tag, La Bolline-St. Martin Vesubie

Heute Morgen war wieder ein wolkenloser Himmel zu sehen. Am Nachmittag war es dann ein wenig überzogen. Die Sonne schien nicht mehr so kräftig. Auf dem Programm stand eine sehr kurze Etappe. 
Um 8:00 Uhr wanderten wir los. Der Pfad ging so weiter, wie er gestern aufgehört hatte. Sehr steil ging es hoch. Immerhin war die Strecke in einem wunderschönen Wald. Vorbei ging es an einem schönen alten Dorf. Wir machten einen kleinen Abstecher durch den Dorfkern. 


Wieder stieg der Weg steil hoch zu einem Pass. Auch die Straße geht hier vorbei. Es hat einige Gebäude hier oben. Im Winter ist es ein Skigebiet. 


Nun folgt der Abstieg ins Tal runter. Ein sehr schöner Weg führt uns durch einen bezaubernden Wald hinab. 


Das Gefälle ist sehr gemütlich. Wir lassen uns Zeit und genießen die Aussicht. Eine kleine Pause gönnen wir uns auch noch. 


Heute sehe ich nur Vögel und ein Eichhörnchen. Bald erreichen wir die ersten Häuser im Tal unten. Kurz geht es durch das Dorf St. Martin Versubie runter zum Hotel la Chataigneraie. Um 11:15 Uhr kommen wir schon dort an. Wir haben Glück und dürfen schon auf unsere Zimmer. Nach dem Zimmerbezug gehen wir einkaufen. Das Mittagessen genießen wir dann auf dem großzügigen Balkon. Danach heißt es entspannen und später besichtige ich noch das Dorf. 

Tagesstatistik
Strecke: 10.1km                   Dauer: 2.5h
Rauf: 480m                          Runter: 520m
Höchster Punkt: 1500m       Niedrigster Punkt: 970m

Tourstatistik
Strecke: 1578km                  Dauer: 394h
Rauf: 77258m                      Runter: 83568m
Höchster Punkt: 2850m       Niedrigster Punkt: 210m


Donnerstag, 28. September 2017

100. Tag, Refugio Longon-La Bolline

Heute war es trocken aber bewölkt. Ab und zu zeigte sich die Sonne kurz. Um 8:45 Uhr liefen wir los. Es war noch recht kalt. Ich hatte Windjacke, Handschuhe und Mütze an. Der Pfad führte zurück in den Wald hinein. 

Morgenstimmung
In Serpentinen ging es kurz recht steil runter. Anschließend war das Gefälle angenehm und der Weg ging entlang des Hanges weiter das Tal hinaus. Dabei wurden wir wieder von lautem Röhren begleitet. Im Tal unten hatte es hörbar, sehr viele Hirsche. Auf der anderen Talseite sah ich auch einen Hirsch. Leider sehr weit weg. Gemütlich wandern wir dahin. Irgendwann ging es um einen Bergrücken herum ins nächste Tal. Auch hier hat es viele Bäche. Auf einer Wiese hat es einige Häuser. Von hier haben wir eine schöne Aussicht ins Tal und auf unseren weiteren Weg. 

Blick zurück 


Weiter geht es auf einer Schotterstraße. Lange bleibt sie auf gleicher Höhe. Der Wald ist wunderschön! Langsam wird es auch wärmer. Mütze, Handschuhe und Jacke landen wieder in den Rucksack zurück. Schließlich zweigt ein Pfad von der Straße ab. Dieser bringt uns in Serpentinen runter nach Roure. Ein paarmal kreuzen wir auch die Straße. Roure ist ein schönes kleines Dorf, welches in mehreren Etagen an den Berg geschmiegt ist. Wir machen dort eine kleine Pause. 


In vielen weiteren Serpentinen geht es nun weiter runter. Dabei wird es immer wärmer. Im Tal unten angekommen geht es ins nächste Dorf rein. Hier machen wir Mittagspause. 
Nach der Pause beginnt der beschwerliche Aufstieg. Inzwischen ist es fast schon zu warm zum Laufen. Ich quäle mich von Schatten zu Schatten. Der Schweiß rinnt in Bächen runter. Mal auf einer Schotterstraße, mal auf einem Pfad geht es stetig rauf. Zum Teil ist der Anstieg auch recht steil. Die Felsen sind mal rötlich, mal weiß. Die Pflanzen scheinen sich zu ändern. Schließlich bin ich schon recht nahe am Mittelmeer. Es hat wieder viele Kastanienbäume. 
Vorbei geht es an einem Dorf. Dort suche ich noch einen Geocache. Obwohl unser Tagesziel etwa auf gleicher Höhe liegt, geht es nun, sehr fies, zuerst auf einem Pfad wieder etwas runter. Nur um dann wieder steil hoch zu gehen! Manchmal würde ich die Wegebauer am liebsten zur Hölle schicken! 
Um 15:15 Uhr kommen wir beim Hotel Valdeblore in la Bolline an. Ein rustikales und altes Gebäude. Es ist aber sehr liebevoll eingerichtet. Es hat sogar eine Badewanne! So ein Luxus! Die wird natürlich ausgiebig getestet. 
Heute war mein einhundertster Tag auf dem Weg! Ein rundes Jubiläum! 

Tagesstatistik
Strecke: 21.7km                   Dauer: 5h
Rauf: 730m                          Runter: 1620m
Höchster Punkt: 1910m       Niedrigster Punkt: 490m

Tourstatistik
Strecke: 1567.9km               Dauer: 391.5h
Rauf: 76778m                      Runter: 83048m
Höchster Punkt: 2850m       Niedrigster Punkt: 210m