Dienstag, 11. Dezember 2018

27.11.2018

Heute morgen kam ein wenig Hektik auf. Frühstück gab es erst um 07:30 Uhr und um 08:00 Uhr fuhr der Bus los. Schnell noch etwas gegessen und los ging es. Kurz vor dem Busterminal kommt mir plötzlich in den Sinn, dass mein iPhone noch an der Steckdose im Hostel liegt!! Ich frage bei der busstation einen Mitreisenden vom Hostel, ob er auf mein Gepäck aufpassen kann. Schnell springe ich zurück, den Hang hinauf zum Hostel. Dort schnappe ich mir mein iPhone inklusive Stecker und Kabel und im Laufschritt geht es zurück zum Bus. Gerade noch rechtzeitig komme ich außer Atem dort an. Der Bus fährt pünktlich ab. Die Fahrt geht zunächst nach Punta Arenas in Chile. Entlang der Berge fahren wir immer weiter nach Norden. Mal geht es durch die Pampa, mal am Meer entlang. Wir durchqueren weite, flache Ebenen. Gelbes oder grünes Gras wächst hier. Ab und zu auch ein Wald. Ich sehe Kühe, Pferde und viele Schafe. Auch Lamas sehe ich manchmal. Vereinzelt sehe ich auch mal einen Nandu. Dass sind Verwandte des Strausses. 
Schließlich kommen wir zur Grenze von Chile. Auf der argentinischen Seite gibt es einen Ausreisestempel. Weiter geht es zu den Chilenen. Wir haben Glück. Vor uns ist kein Bus da. So kommen wir relativ zügig voran. Weiter geht die Reise Richtung Norden. Nun gibt es eine Kleinigkeit zum Essen. Endlich erreichen wir die Magelanstrasse. Das ist eine Meerenge welche Feuerland von Südamerika trennt. Wir steigen aus und zu Fuß geht es auf die kleine Fähre. Auch hier müssen wir nicht warten. 
Während der Überfahrt sehe ich Magelanpinguine und Delphine. 
Wieder an Land, steigen alle wieder ein. Die Fahrt geht weiter an der Küste entlang. Um 17:30 Uhr kommen wir schon in Punta Arenas an. Eigentlich sollten wir erst um 20:00 Uhr ankommen! Ich habe Glück und kann mein Busticket umbuchen. So erwische ich noch den Bus um 18:00 Uhr. Wieder geht es noch Norden. Um kurz nach 21:00 Uhr, statt um Mitternacht, komme ich in Puerto Natales an. Ein Taxi bringt mich zu meiner Unterkunft. Und nun gute Nacht. 

26.11.2018

Am heutigen Tag ließ ich es nochmals ruhig angehen. Ich schaute mir die Stadt ein wenig an. Dabei suchte ich noch ein paar Geocaches. Anschließend habe ich meine Fotos wieder einmal auf die externe Festplatte gesichert. Das dauert immer eine Weile. Zum Abschluss packte ich meine Sachen zusammen. Morgen früh geht meine Reise weiter. 
Ich plauderte noch ein wenig mit den anderen Gästen. 

Donnerstag, 29. November 2018

25.11.2018

Heute machte ich eine Wanderung zum Martialgletscher. 
Eigentlich wollte ich mit dem Minibus bis zum Ende der Straße hochfahren. Leider fahren die nur bei mindestens zwei Personen. Da niemand anderes in Sicht war, nahm ich schließlich ein Taxi. Nach einer kurzen, aber kurvenreichen Fahrt stand ich am unteren Ende des Sessellifts. 
Als ich am Morgen aufstand, hat es noch leicht geregnet. Nun ist das Wetter wunderschön. Die Sonne scheint von einem blauen Himmel und nur vereinzelt hat es kleine Wolken. 
Etwa um 10:00 Uhr starte ich meine Wanderung. Durch den Wald folge ich dem Weg das Tal hinauf. Ein Wildbach begleitet mich. Unterwegs suche ich auch ein paar Geocaches. Am oberen Ende des Sessellifts verlasse ich den Wald. Übrigens fährt der Sessellift leider nicht. 
Oberhalb der Waldgrenze weht ein stürmischer Wind. Ich setze meinen Weg fort. Nun geht es durch eine steinige Landschaft weiter. Das letzte Stück bis zum Ende des Weges am Gletscher geht es noch über Schnee. Das Wetter hat sehr schnell gewechselt. Nun schneit es sogar! Meine Mittagspause verschiebe ich. Der Wind ist einfach zu stark. Schnell mache ich ein paar Fotos. Nicht nur die Sicht auf die Berge und den kleinen Gletscher ist toll, auch die Aussicht ins Tal genieße ich sehr. Man sieht Ushuaia und den Beaglekanal. Wow, was für ein toller Platz!
Schnell steige ich wieder ein Stück runter. Bei einem Abzweig nehme ich  einen anderen Weg. Dieser führt mich zu einem Aussichtspunkt. Hie sehe ich noch viel mehr vom Beagelkanal. Der Weg führt am Hang entlang. Beim zurück gehen kommen so heftige Windböen, dass ich mich zwischendurch hinsetzen muss. Nicht, dass es mich noch vom Weg runterbläst. 
Endlich komme ich zurück zum Wald. Hier kann ich auch meine Mittagspause nachholen. Anschließend folgt ein langer Abstieg zu meinem Hostel. Der erste Teil im Wald ist sehr schön. Zum Schluss geht es durch das Städtchen weiter zu meinem Hostel. Beim Abstieg hat das Wetter wieder gewechselt. Nun ist es wieder wunderschön. Müde, aber glücklich komme ich etwa um 17:00 Uhr im Hostel an. Recht früh gehe ich schlafen. 

11.11. - 24.11.2018

Ein Teil meines Gepäckes lasse ich im Hostel. Denn heute geht es in die Natur. Ich mache eine Auszeit im Nationalpark Tierra del Fuego. Es gibt dort gratis Campingplätze. Sie sind einfach gehalten. Eine Toilette und Wasser sind vorhanden. Sonst nichts. Dafür sind sie wunderschön gelegen. Mein Name Plan ist es, zwei Wochen hier zu bleiben. Ich brauche ein wenig Erholung vom herumreisen. 
Mit dem Minibus fahre ich bis zum Visitercenter. Das letzte Stück muss ich zu Fuß machen. Weit ist es nicht. Essen habe ich nur für ein paar Tage dabei. Die Stadt ist ja nicht weit entfernt. 
Ich suche mir einen windgeschützten Platz für mein Zelt. Anschließend stelle ich das Zelt auf und richte mich häuslich ein. Nun heißt es nur noch entspannen. 
Ich mache Spaziergänge im Park, schaue den Vögeln zu und genieße einfach nur die Natur. Es tut gut, mal alles ein wenig langsamer anzugehen. Das Klima ist hier viel rauer. Etwa so zwischen 8-12 Grad Celsius am Tag und oft relativ starker Wind. Zum Glück hat es hier viel Wald. So ist man ein wenig geschützt vor dem Wind. 
Oft lese ich ich in meinem Buch (eReader auf dem iPhone). Ist das Wetter schlecht gehe ich auch mal ins Visitercenter. Dort hat es ein Restaurant und ich kann mein iPhone aufladen. 
Zwischendurch gehe ich auch mal in die Stadt und kaufe neue Lebensmittel ein. So vergeht die Zeit wie im Fluge. 
Ein Spaziergang brachte mich ans Ende der Welt. So wird hier das Ende der Panamerikastrasse genannt. Hier sah ich eine Art Papagei. Kleine, grüne Vögel. Natürlich hat es alle möglichen Seevögel und Enten, Gänse und Schwäne. Manche haben süße Babys dabei. 
Ein anderer Spaziergang brachte mich zur Post am Ende der Welt. Auf einem kleinen Pier steht eine kleine Post. Hier kann man Postkarten verschicken. Im Park hat es viele Sumpfgebiete, Wälder und einige große und viele kleine Seen. Umgeben wird das ganze von hohen, schneebedeckten Bergen. Ein Paradies!
Am 24.11.2018 gehe ich zurück zu meinem Hostel. Eine heisse Dusche wartet auf mich. Außerdem lasse ich meine Kleider waschen. 

10.11.2018

Gut erholt wache ich heute morgen auf. Der Blick aus dem Fenster zeigt mir nichts erfreuliches. Es herrscht Weltuntergangsstimmung! Der Regen fällt Sintflutartig vom Himmel. Ich packe alles zusammen und gehe runter zum Frühstück. Im Fernseher zeigen Sie, dass ein großes Unwetter über Buenos Aires liegt. 
Irgendwie habe ich gerade ein Dejavu. Bei meinem letzten Flug nach Ushuaia war auch ein Unwetter über der Stadt und dann wurde der Flug gestrichen. Hoffentlich wiederholt sich das ganze nicht! 
Um um 07:00 Uhr kommt mein Taxi. Das Taxi kann nur sehr langsam fahren. Es regnet so extrem, dass sich auf der Straße riesige Pfützen gebildet haben. Nach kurzer Fahrt komme ich am nationalen Flughafen an. Das CheckIn geht problemlos über die Bühne. Am Morgen habe ich zweimal kontrolliert, dass mein Taschenmesser in der großen Tasche ist! 😉
Nun heißt es wieder warten. Mit nur einer halben Stunde Verspätung können wir schließlich starten. Es ist ein holpriger Start. Wir werden kräftig durchgerüttelt. Erst als wir endlich über den Wolken sind, wird es ruhiger. Leider habe ich einen Sitzplatz in der Mitte der Reihe. Do habe ich keine Sicht aus dem Fenster. Am Ende des Fluges sieht man nämlich die Berge von Feuerland. Die Landung in Ushuaia ist zum Glück ruhiger als der Start. Um 14:00 Uhr sind wir angekommen. Im Geldautomaten kriege ich kein Geld. Nicht schon wieder. Im Hostel kann ich nur bar bezahlen. Mein Bargeld reicht gerade noch fürs Taxi und das Hostel. 
Mit dem Taxi geht es zum Hostel Torre al Sur. Hier bleibe ich eine Nacht. Nach Bezug des Zimmers gehe ich in die Stadt. Sieben Bankautomaten geben mir kein Geld! Was soll dass!! Erst bei einer Bank in der Nähe vom Tourismusbüro bekomme ich endlich Geld. Der Witz ist, mann kann nur 2000 Pesos abheben. Den Vorgang kann man wiederholen, doch jedesmal Zahlt man etwa 7 Franken Gebühren. Wobei 2000 Pesos nur etwas über 70 Franken sind. Deshalb zahle ich möglichst vieles mit der Karte. 
Nun gehe ich Lebensmittel einkaufen. Den Abend verbringe ich gemütlich im Hostel. Das Internet ist nicht das beste. Mal geht es gut, dann sehr langsam und plötzlich gar nicht mehr. Fotos hochladen kann ich vermutlich erst wieder zu Hause. 

Montag, 12. November 2018

09.11.2018

Laut Internet sollte der Flug planmäßig starten. Ich drücke alle Daumen, dass alles klappt. Ich kann es gemütlich angehen. Mein Flug geht erst am Mittag. In aller Ruhe Frühstücke ich und danach packe ich alles zusammen. Dabei vergesse ich, mein Sackmesser aus dem Handgepäck zu nehmen. Es kommt mir erst zu spät in den Sinn, dass es im kleinen Rucksack ist.
Um 10:00 Uhr kommt mein Taxi. Es bringt mich zum nahen Flughafen. Übrigens fliege ich heute ein wenig komfortabler als normal. Mein Problem war, dass bei argentinischen Inlandsflügen nur 15kg Gepäck erlaubt sind. Ich habe aber mehr dabei. Normalerweise habe ich für etwa 20 Franken im Internet ein zweites Gepäckstück dazu gebucht. Hier ging das aber nicht. Wieso weiß ich auch nicht. Ich wusste nun nicht, ob ich zwei Gepäckstücke mitnehmen darf oder nicht. Müsste ich Übergewicht nach Kilo bezahlen, wäre es sehr teuer geworden. So beschloss ich, ein Upgrade zu machen. Ich bot einen Preis an, welchen ich bereit bin zu bezahlen. Nach ein paar Stunden bekam ich die Bestätigung, dass die Airline mit meinem Angebot einverstanden ist. Nun fliege ich Premium Economy. Da darf man sogar zwei Gepäckstücke mit dem Gewicht von je 23kg mitnehmen.
Ich gehe nun zum CheckIn. Alles in Ordnung. Nun heißt es warten. Und hier beim warten kommt es mir plötzlich in den Sinn, dass mein Taschenmesser noch im Handgepäck ist. Es wird mir mulmig zumute. Für meine Wanderung brauche ich ein Messer. Was soll ich bloß machen, wenn ich das Messer abgeben muss?! Solche und ähnliche Szenarios gehen mir nun durch den Kopf. Nicht gerade angenehm. Endlich dürfen wir durch die Kontrolle gehen. Mein Handgepäck geht durch die Maschine durch und kommt wieder heraus. Niemand sagt etwas und ich darf weiter gehen. Oh Mann, bin ich erleichtert!! Scheinbar schauen Sie hier nicht so genau. Es ist ja auch „nur“ ein Inlandsflug. Schon bald können wir an Bord des Flugzeugs gehen. Mein 
Sitz ist deutlich größer, bequemer und auch die Füße haben mehr Platz. Da es aber eine kleine Maschine ist, hat es nur 8 solche Sitze. Das Personal ist auch aufmerksamer.
Mit leichter Verspätung starten wir um 13:00 Uhr unseren Flug nach Buenos Aires. Bequem genieße ich den Flug. Leider ist er viel zu kurz. Nach zwei Stunden landen wir schon wieder. Nun gibt es nochmals einen Vorteil von meinem Upgrade. Als ich zum Gepäckband komme, steht meine Tasche schon auf dem Band bereit. Dabei dreht sich das Band noch gar nicht. An der Tasche ist ein Aufkleber dran, wo Priority drauf steht. Dass nenn ich mal einen Service! Ich verstehe nun langsam jene Leute, welche nur noch so verreisen. Es ist einiges komfortabler. Mit einem gratis Shuttletaxi fahre ich zum Hotel. Während dem Abendessen musste ich plötzlich kurz überlegen, in welcher Stadt ich nun bin. Jetzt bin ich auch wieder auf Meereshöhe angekommen. Auch die Luft ist einiges feuchter. Ein ganz anderes Klima herrscht hier. Meine Spröden Lippen sind schon fast wieder verheilt. 

08.11.2018

Heute morgen passt das Wetter. Strahlend blauer Himmel, mit einzelnen Wolken. Noch bevor die Sonne den Talboden erreicht, klettere ich zum Aussichtspunkt hoch. Auf einem Stein sitzend verfolge ich , wie die Sonne langsam ins Tal hinein scheint. Als endlich der ganze Hügel im Sonnenschein liegt, fange ich an zu fotografieren. Wow, wunderschön!
Braucht es da Worte?
Leider musste ich nun zurück zum Zimmer gehen. Das Frühstück stand auf dem Programm. Dann noch schnell fertig packen. Leider geht die Reise für mich heute wieder weiter. Bei diesem tollen Wetter wäre ich gerne noch geblieben. Mit meinem Gepäck gehe ich zum Nahen Busterminal. Das Ticket für den ersten Teil meiner Reise kostet weniger als einen Franken. Um 10:45 Uhr fahren wir los. Dieser Bus ist kleiner. Etwa eine halbe Stunde später komme ich in der nördlicher gelegenen Stadt Tilcara an. Etwa eine Stunde muss ich nun warten.
Der nächste Bus ist wieder doppelstöckig. Ich sitze wieder oben. Leider war kein Fensterplatz mehr frei. Um 12:15 Uhr geht die Reise in Richtung Süden los. Am Anfang ist die Umgebung noch karg. Doch langsam wird es immer grüner. Erste Bäume und Wälder kommen in Sicht. Schließlich wächst sogar wieder grünes Gras. Etwa nach der Hälfte der Strecke, steigt mein Sitznachbar aus. Da niemand mehr dazu kommt, habe ich nun doch noch einen Platz am Fenster.
So gegen 16:30 Uhr komme ich in Salta an. Dies ist eine große Stadt. Sie liegt aber immer noch auf etwa 1200 Metern über Meer.
Die Kurze Strecke zu meinem Hostel lege ich zu Fuß zurück. Schnell beziehe ich mein Zimmer. Anschließend bringt ein kurzer Fußmarsch mich durch den Park zur Seilbahn. Diese Bahn wurde von der Schweizer Firma Garaventa gebaut. Das war schon vor etwa 20 
Jahren. Mit der Gondel Schwebe ich sehr gemütlich, 2m/s, auf den Haushügel. Die Aussicht hier oben ist super. Leider ist es bewölkt. Kurz suche ich einen Geocache. Dann genieße ich die Aussicht über die Stadt.
Mit der Bahn gleite ich wieder in die Stadt runter. So geht ein erreignisreicher Tag zu Ende.
Übrigens habe ich gerade erfahren, dass die Fluggesellschaft, mit der ich morgen und übermorgen fliegen werde, heute alle Flüge gestrichen hatten. Das Personal hat gestreikt!! Ich hoffe, dass morgen alles klappt mit meinem Flug.

Und nun gute Nacht. 

07.11.2018

Leider fällt der Sonnenaufgang ins Wasser. Es tropft noch leicht. Ich frühstücke also gemütlich. Viel gibt es ja nicht in Argentinien. Brot mit Aufstrich, süßes Gebäck und ein Schinken-Käse-Toast. Immerhin frischen Orangensaft.
Danach steige ich trotzdem auf den Aussichtshügel gegenüber vom Dorf. Von hier aus hat man die beste Aussicht auf den Siebenfarbenhügel. Um dorthin zu gelangen, muss ich das Bachbett durchqueren. Da hier kein Wasser fließt, kein Problem. Dann heißt es ein wenig suchen. Es gibt keine Markierungen von der Straße aus. Dank dem GPS finde ich die richtige Stelle. Von hier aus ist der Weg dann markiert. Im Zickzack geht es hoch. Etwa auf der Hälfte der Strecke, hat es eine kleine, flache Stelle. Weiter hoch gehe ich nicht mehr. Die Aussicht ist auch von hier bombastisch!
Ganz kurz drückte sogar die Sonne durch die Wolken. Da es mit der Sonne noch nicht so recht will, gehe ich zurück ins Dorf. Kurz gehe ich in die Kirche rein und dann suche ich noch einen Geocache. Es hat einen Geldautomaten, ein Infocenter, mehrere, sehr kleine Lebensmittelläden, viele Unterkünfte, einige Cafés und Restaurants und viele Souvenierläden. Um den kleinen Park herum hat es auch viele Souvenierstände.
Zurück im Zimmer warte ich ein wenig. Nach dem Mittagessen wird das Wetter ein wenig besser. Die Sonne kommt raus und es gibt blaue Fetzen zwischen den Wolken. Schnell schnappe ich mir meine Kamera und los geht es. Zuerst nochmals auf den Aussichtspunkt hoch.
Schon besser, als heute morgen.
Nun laufe ich wieder in die Richtung, wo ich gestern schon war. Diesmal mache ich aber einen Abstecher, in ein Seitental hinein. Von hier sieht man diese bunten Felsen noch viel besser. Ein toller Ort und ich bin ganz alleine! Die Mehrheit geht nur den Hauptweg entlang.


Nun laufe ich wieder um den Hügel herum. Leider verabschiedet sich nun die Sonne. Es zieht wieder zu. Wieder gibt es keine Abendsonne. Schon verflixt, wenn das Wetter nicht mitspielt. Immerhin hatte ich ein wenig Sonne.
Den Abend lasse ich gemütlich ausklingen. 

neues zum Blog

Leider ist das Internet hier sehr langsam. Ich schaffe es kaum ein Foto hochzuladen. Deshalb werden die Fotos später nachgeliefert. Es tut mir leid.

Sonntag, 11. November 2018

06.11.2018

Nun heisst es Abschied nehmen von San Pedro de Atacama.Es lohnt sich auf jeden Fall, hier einen Zwischenstopp einzulegen. Der Ort selber ist klein und es gibt auch nicht viel zu sehen. Die Umgebung ist aber einmalig! Man kann so viele tolle Ausflüge machen.
Um sieben Uhr soll der Bus starten. Mit einer halben Stunde Verspätung geht es endlich los. Der Bus ist zweistöckig. Ich habe mir den Fensterplatz in der ersten Reihe und im oberen Stockwerk reserviert. Ein toller Platz! Ich kann sowohl auf der Seite, wie auch vorne rausschauen. Zudem hat man ein wenig mehr Platz für die Beine.
Los geht die Reise. Zunächst geht es hoch in die Richtung, wo es auch nach Bolivien geht. Diesen Grenzübergang lassen wir aber wortwörtlich links liegen. Wir fahren weiter in die Anden hinein. Durch eine karge Landschaft geht es weiter hoch und runter und wieder hoch. Einmal muss der Fahrer abbremsen, eine Herde von wilden Alpaka Verwandten überquert gerade die Strasse. Unterwegs begegnen uns auch ein paar wagemutige Fahrradfahrer und viele Lastwagen. Auch solche, die Autos transportieren. Wenn es hoch geht, sind sie sehr langsam unterwegs. Man wäre zu Fuss schneller. Noch in Chile erreichen wir den höchsten Punkt von dieser Fahrt. Er liegt auf über 4800 Metern über Meer!
Entlang des Weges hat es auch immer wieder Bäche. Dort ist es ein wenig grüner. Hier sehen wir auch Ziegen-und Lamaherden. Uns wird im Bus auch ein Mittagessen serviert. Ein grosses Sandwich und Kuchen. Dazu wird Wasser, Tee oder Kaffee gereicht.
Schliesslich geht es runter auf 4100 Meter. Hier erreichen wir die Grenze zu Argentinien. Es gibt hier nur ein Zollgebäude für beide Seiten. Wir steigen aus und es geht zur Passkontrolle. Am ersten Schalter wird von den Chilenen kontrolliert, dass wir ausreisen. Beim zweiten Schalter kommt der Stempel von Argentinien in den Pass rein. Das ganze nimmt recht viel Zeit in Anspruch. Nun geht es raus zum Bus. Jeder muss sein Gepäck holen und damit geht es wieder ins Gebäude rein. Viel Geduld ist nun gefragt. Recht lange geht es gar nicht weiter. Und schliesslich sehr langsam. Endlich komme ich an die Reihe. Die Gepäckkontrolle findet hier genauso wie am Flughafen statt. Zum Glück muss ich aber diesmal nichts auspacken. Nach dem Toilettenbesuch, steige ich wieder in den Bus ein. Es vergeht noch einige Zeit, bis alle zurück im Bus sind. Endlich kann die Fahrt weiter gehen. Es geht runter in eine Ebene. Zwischendurch döse ich ein wenig ein.
Als ich wieder munter werde, fahren wir gerade durch die Salinas Grandes. Ein grosser Salzsee, auf dem das Salz abgebaut wird.

Nach der Durchquerung des Sees geht es nochmals hoch auf über 4100 Meter. Auf der anderen Seite von diesem Pass geht es etwa 2000 Höhenmeter runter. Es folgen sehr viele Serpentinen. Eine richtige Passstrasse. Sie sieht aus wie eine Alpenpassstrasse. Nur dass es immer wieder kurze Abschnitte hat, wo der Asphalt fehlt. Die Lastwagen sind hier auch beim runterfahren im Schneckentempo unterwegs. Sonst würden vermutlich die Bremsen versagen. Mit dem Bus können wir auch nicht überholen. Dadurch können wir das Panorama immerhin in aller Ruhe geniessen. Das Gebirge ist hier mit sehr tiefen Schluchten durchzogen. Dazu wird es immer bunter. Langsam kommen wir in das Gebiet von den bunten Bergen.
Das Tal mit seinen vielen Kakteen ist endlich erreicht. Es erinnert mich stark an den wilden Westen. Mich hätte es nicht erstaunt, wäre ein Cowboy vorbeigeritten.
Die Felsen werden immer bunter. Von grünblau über rot, gelb, weiss, violett, orange bis grau. Und noch viele andere Schattierungen.


Der sogenannte Siebenfarbenhügel. Davor das kleine Dorf Purmamacra. 
Hier steige ich etwa um 14:30 Uhr aus dem Bus aus. Zum Glück ist es nur etwa 200-300 Meter bis zu meinem Hostel. Das Dorf ist winzig. In etwa 5-10 Minuten hat man es zu Fuss einmal durchquert. Erstmal richte ich mich im Zimmer ein. Auch hier ist alles einfach, aber sauber.
Leider spielt das Wetter nicht so mit. Es ziehen immer mehr Wolken auf. Trotzdem mache ich mich bereit, für eine erste Erkundung von der Umgebung. Das Abendlicht ist bekanntlich am schönsten. Ich spaziere einmal um den Hügel herum. Leider zeigt sich die Sonne immer nur ein paar Sekunden lang und es regnet auch leicht. Trotzdem mache ich ein paar Fotos.


Was mich ein wenig stört, bei den schönen und bunten Hügeln werden gerade mehrere Bühnen aufgestellt. Das gibt nicht so schöne Fotos.
So beende ich diesen Tag.