Donnerstag, 8. November 2018

05.11.2018

Heute heißt es wieder früh aufstehen. Um 05:00 Uhr muss ich bereit sein. Mit Wanderausrüstung stehe ich im Dunkeln bereit. Um 05:15 Uhr kommt ein Jeep angefahren. Zwei sitzen schon drin. Er kommt aus der Nähe von Graz. Wie klein die Welt doch ist. Letztes Jahr bin ich in der Nähe von seinem zu Hause vorbei gelaufen. Sie ist eine Reisebekanntschaft und kommt aus der französischen Schweiz. Leider kann sie kein Deutsch. 
Weiter geht es zum nächsten Hostel. Dort reagiert auch auf mehrmaliges klopfen niemand. Wir holen also zuerst noch die nächsten zwei Gäste ab. Diese sind immerhin pünktlich. Nochmals fahren wir zum vorherigen Hostel. Auch aufs läuten reagiert niemand! Seltsam! Unser Führer telefoniert. Weiter geht es zur französischen Bäckerei. Nach kurzer Zeit taucht unser Guide mit gutem Brot wieder auf. Anschließend geht es zu einem anderen Hostel. Endlich nach sicher mehr als zwanzig Minuten warten, finden wir den letzten Gast. Scheinbar hatte er das falsche Hostel angegeben! 
Nun kann unser Abenteuer endlich beginnen! Auf dem Programm steht die Besteigung des aktiven Vulkanes Láscar. Er ist der aktivste Vulkan in ganz Nordchile. Das letzte mal brach er vor drei Jahren aus. Er spuckte Asche und Steine aus. Im Moment raucht er nur ein wenig. 
Während der Fahrt in Richtung Süden wird es immer heller. Die meisten dösen oder schlafen noch eine Runde. Langsam gewinnen wir an Höhe. Schließlich geht die Sonne auf. Eigentlich sollten wir zu diesem Zeitpunkt schon bei der Lagune sein. Endlich kommen wir doch noch bei der Lagune Lejia an. Wow, was für ein Platz! Das Wasser ist Spiegelglatt und die umliegenden Vulkane Spiegeln sich darin. 

Vom markanten Vulkan in der Mitte ausgehend, ist die nächste Erhebung links davon unser heutiges Ziel, der Láscar. 
Hier gibt es nun ein leckeres Frühstück. Froh sind wir für den heissen Tee oder Kaffee. Es ist eiskalt. Neben uns hat es noch zwei weitere Fahrzeuge von anderen Unternehmen. Nachdem alle satt sind, räumen wir schnell alles zusammen. Alle sind schon ganz gespannt auf die Wanderung. 
Die Fahrt geht weiter in einem Bogen auf den Láscar zu. Das letzte Stück geht es noch etwas steiler hoch, bis zum Ende der Piste. Bei etwa 4900 Metern über Meer parkieren wir unseren Jeep. Jeder bereitet sich auf die Wanderung vor. Wer muss, geht nochmals auf die Toilette hinter dem nicht vorhandenen Busch. Wenn Materialmässig etwas fehlt, kann man es mieten. 
Und los geht es! Unser Guide gibt uns noch Tipps, zum richtigen Gehen und Atmen. Wir sollen auch mindestens drei Liter trinken. Viel trinken hilft gegen die Höhenkrankheit. Gaaanz langsam laufen wir los. Die dünnere Luft spürt man ganz deutlich. Sehr schnell kommt man außer Atem. In Serpentinen geht es durch den lösen Schotter rauf. Die Aussicht wird immer besser. 
Ein altes Schneefeld. Die Sonne hat sich reingefressen. 

Sprachlos!
Der Weg ist einfach, keine ausgesetzte oder gefährliche Stellen hat es unterwegs. Nur der Schotter ist mühsam. Man rutscht immer wieder ein Stück zurück. Dazu kommt die Höhe. Die Gruppe kommt ganz gut voran. Nur der verspätete Gast hat Mühe, das Tempo mitzuhalten. Er ist auch der älteste Teilnehmer. Ich würde in auf über sechzig Jahre schätzen. Der Guide geht zu ihm zurück und schaut nach dem rechten. Scheinbar soll er sein Tempo laufen. Es gibt mehrere kurze Verschnaufs- und Fotopausen. Dazu drei längere Pausen. Den Nachzügler sehen wir nicht mehr. Unser Guide geht aber bei jeder längeren Pause zu ihm zurück. Dann steigt er wieder zu uns hoch. Das ist auch für ihn sehr anstrengend. Er schaut aber sehr gut zu uns. Immer wieder fragt er nach unserem Wohlergehen. 

Die weite Ebene unter uns. 

Der Gipfel kommt langsam näher. 
Auf 5500 Metern über Meer erreichen wir den Kraterrand. Alle sind überglücklich, es geschafft zu haben! Das strahlen kriegen wir nicht so schnell aus den Gesichtern. Wir gratulieren uns gegenseitig zu diesem Erfolg. Ich suche noch kurz, erfolgreich, einen Geocache. Nun werden ausgiebig Fotos gemacht. Tief geht es runter in den Krater. Dort raucht es und es stinkt nach Schwefel. 





Das Panorama ist fantastisch!






Dank der Sonne, ist es recht angenehm. Ich hätte es kälter erwartet. Der Wind weht auch nur mäßig. Wir haben wirklich großes Glück mit dem Wetter. Unser Guide sagt uns, dass wir noch bis zum Gipfel aufsteigen können. Jeder ist begeistert. Wir sollen mit den anderen Gruppen zusammen gehen. Er geht unterdessen zu unserem Nachzügler schauen. 
Die Rucksäcke lassen wir beim Krater zurück. Nur unsere Fotoausrüstung kommt mit. Nochmals geht es etwa hundert Höhenmeter hinauf. Der Gipfel ist etwa 5600 Meter hoch. 
Alle jubeln und beglückwünschen sich gegenseitig! Das Ziel ist erreicht! Von hier oben ist das Panorama einfach unbeschreiblich toll! Ich kann mich fast nicht sattsehen. Die Kameras laufen auf Hochtouren. 













Langsam heißt es Abschied nehmen. Es fällt mir nicht leicht, mich von dieser tollen Aussicht loszulösen. Der Abstieg beginnt. Runter geht es einiges einfacher. Das Atmen geht deutlich besser. Beim kraterrand sollen wir warten, bis die andere Gruppe nachkommt. Sie laufen einiges langsamer runter. Wir rutschen regelrecht durch den Schotter runter. Das macht großen Spaß! Wir warten also bei unseren Rucksäcken. Jeder isst und trinkt etwas. Unseren Guide und den Nachzügler sehen wir etwa 200 Meter entfernt ein kleines Stück weiter unten. Sie kommen scheinbar nicht mehr zu uns hoch. Schließlich gehen wir zu Ihnen runter. Der Nachzügler scheint große Probleme zu haben. Ich tippe auf die Höhenkrankheit. Weiter geht der Abstieg. Der Österreicher, die Schweizerin und ich laufen voraus. Als der Guide unser Tempo sieht, gibt er uns den Autoschlüssel mit. Wir dürfen alleine absteigen. Der Weg ist auch sehr gut zu erkennen. Unterbrochen von Fotopausen geht es recht zügig abwärts. Bald darauf erreichen wir als erstes die Autos. Inzwischen sind ein paar Wolken aufgezogen und es weht ein starker Wind. Schnell machen wir es uns im Wagen gemütlich. Nun heißt es warten. Die anderen zwei Gruppen trudeln nacheinander ein und fahren ab. Nach etwa einer Stunde warten kommt das Pärchen. Nach weiteren 15 Minuten kommt der Guide endlich. Der Nachzügler sitzt ein Stück weiter oben. Der Guide versucht nun, mit dem Jeep so nahe wie möglich zum Nachzügler hoch zu fahren. Etwa die Hälfte kommt er noch hoch, dann verlieren wir den Halt und er muss anhalten. Der Guide geht ihn nun abholen. Er muss im kräftig unter die Arme helfen. Seine Beine scheinen aus Gummi zu sein. Er kann kaum aufstehen. Irgendwie schafft er es ins Auto zu kommen. Jetzt können wir auch endlich zurück fahren. Je tiefer wir kommen, desto besser geht es unserem Nachzügler. Er erholt sich langsam. Bei der Rückfahrt hängt jeder seinen Gedanken nach. Das erlebte muss verarbeitet werden. 
Es gibt noch einen kurzen Stopp. Von hier aus sehen wir den Láscar noch von einer anderen Seite aus. 

Da oben waren wir. 
Weiter geht es. Um etwa halb vier Uhr erreichen wir San Pedro de Atacama. Der Guide setzt uns bei unseren Hostels ab. 
Müde, aber zufrieden und glücklich, lasse ich den Tag ausklingen. 




Mittwoch, 7. November 2018

04.11.2018

Nach ausgiebigem ausschlafen, stehe ich auf und gehe Frühstücken. Nach der Zimmerabgabe gehe ich zurück zu meinem vorherigen Hostel. Auch hier muss ich warten, bei is das Zimmer gereinigt wurde. Hier hat es auch Schatten und sogar Liegestühle. Ich mache es mir gemütlich. Heute steht sowieso Nichtstun auf dem Plan. Kurz nach dem Mittagessen, kann ich mein Zimmer beziehen. Mein restliches Gepäck Höhle ich auch noch zurück. Die schmutzige Kleidung gebe ich zum Waschen ab. Am späteren Nachmittag gehe ich gemütlich noch einmal ins Dorfzentrum. Die Kirche ist heute geöffnet. Kurz schaue ich sie mir an. 



Dann Versuche ich Geld abzuheben. Bei zwei Banken gibt es vier Bankomaten. Alle sind leer! Jetzt gibt es nur noch einen Bankomat in der Drogerie. Dort steht schon eine lange Warteschlange. Ich begebe mich ans Ende der Schlange. Über eine Stunde dauert es, bis ich an die Reihe komme!!
Gemütlich schlendere ich zurück zum Hostel. Am Abend gehe ich früh schlafen. 

03.11.2018

Heute hieß es früh aufstehen. Um 05:00 Uhr fuhren wir los. Durch die dunkle Nacht fuhren wir auf direktem Weg Richtung Grenze zurück. Unterwegs wurde es langsam heller und dann ging die Sonne auf. Langsam kamen wir wieder hoch auf über 4000 Meter. Einmal machten wir noch eine Pinkelpause. Bei der Grenze angekommen, gab es endlich Frühstück. Es gab echtes Bagett. Das erste richtige Brot auf meiner Reise. Die Uhrzeit müssen wir nun wieder umstellen. Bolivien hat eine Stunde Zeitunterschied zu Chile und Argentinien. 
Nachdem alle satt sind geht es zur Passkontrolle von Bolivien. Das geht recht zügig voran. Anschließend müssen wir das Gepäck umladen. Von hier geht es wieder mit einem Kleinbus weiter. Der Bus wird dieses Mal gefüllt. Zur chilenischen Grenze geht es hoch. Unser Bus kann plötzlich nicht mehr weiter fahren. Der Motor hat vermutlich nicht genug Kraft. Immerhin beträgt die Meereshöhe hier etwa 4700 Meter. Wir steigen alle aus und laufen das letzte Stück bis zur Grenze. Leer kommt der Bus knapp hoch. Längere Zeit müssen wir nun warten. Endlich dürfen wir reingehen. Zuerst erfolgt die Passkontrolle. Danach wird unser Gepäck kontrolliert. Viel Essen wird beschlagnahmt. Obwohl man es eigentlich wissen sollte, haben viele noch Obst und anderes verbotenes Essen dabei. Nun kann die Fahrt weiter gehen. Zum Glück geht es jetzt fast nur noch runter. Um 11:30 Uhr kommen wir in San Pedro de Atacama an. Eine tolle Tour ist nun zu Ende. Diese Nacht habe ich ein anderes Hostel gebucht. In meinem letzten Hostel war alles ausgebucht. Es ist halt Samstag. Ich laufe nun zum neuen Hostel. Etwa eine Stunde muss ich noch auf mein Zimmer warten. Das ist für mich kein Problem. Es hat schattige und kühle Sitzplätze. Nach dem Zimmerbezug dusche ich ausgiebig. Anschließend gehe ich Essen einkaufen. Gleichzeitig lasse ich mir eine gebuchte Tour bestätigen. Den Rest des Tages lasse ich gemütlich ausklingen. Die Bolivienreise war recht anstrengend. 

Sonntag, 4. November 2018

02.11.2018

Heute hieß es früh aufstehen. Um 04:15 Uhr fuhren wir los. Richtung Norden geht es zum Salzsee Salar de Uyuni. Wir möchten den Sonnenaufgang dort erleben. Auf einer blendend weißen Fläche, schauen wir der Sonne zu, welche langsam aufgeht. 




Die meiste Zeit im Jahr ist dieser See ausgetrocknet. Nur kurz hat es Wasser im See. Zurück bleibt eine riesige Fläche die mit einer dicken Salzschicht bedeckt ist. Die Reise geht weiter zu einer Insel mitten im See. Es ist die Insel Incahuasi. Der Name kommt daher, weil früher Inkas hier lebten. Allgemein wird sie die Kaktusinsel genannt. Die Insel ist aus Gestein und nur so mit riesigen Kakteen überzogen. 










Zuerst stiegen wir langsam hoch bis zur Spitze der Insel. Der See liegt auf 3680 Metern über Meer. Da muss man langsam aufsteigen. Die Landschaft ist einfach fantastisch! Überall diese riesigen Kakteen und rundherum eine weiße Fläche. Ich konnte mich kaum sattsehen. In vollen Zügen genoss ich diese kurze Wanderung. Zuoberst hatte es sogar einen Geocache zum Suchen gegeben. Was will man mehr. 
Langsam ging ich wieder hinunter. Beim Abstieg führt der Weg noch durch einen Korallenbogen hindurch. Unten bei den Autos hat es übrigens ein kleines Hotel mit Restaurant und Toiletten, dazu einen Souvenirladen. Uns wird nun das Frühstück serviert. Brot mit Konfitüre, Kuchen, Müsli, Kaffee und Tee und Joghurt. Der Tisch und die Bänke sind aus Salz hergestellt. 
Nachdem wir alle satt sind, spazieren wir noch um die halbe Insel herum. Dann kommt unser Fahrzeug und lädt uns wieder auf. Wir fahren ein Stück von der Insel weg, mitten in diese weiße Fläche hinein. Hier gibt es einen längeren Halt. Die Zeit nutzen wir intensiv. Zuerst mache ich viele Fotos von der Salzfläche. Dann folgen die funny Fotos. Wir spielen mit der Perspektive herum. Plötzlich haben wir Miniaturmenschen um uns herum. 

Unendliche weiten

So entstehen diese Fotos. Eine Person steht weiter hinten und erscheint dadurch viel kleiner. 






Das hat riesigen Spaß gemacht. 
Leider müssen wir irgendwann doch weiter gehen. Der nächste Stopp ist beim Salzhotel im See gelegen. Hier kam auch schon die Dakar Rallye vorbei. 

Alles aus Salz. 
In einem kleinem Ort am Rande des Salzsees schauen wir uns einen Markt an. Nun ist es nicht mehr weit bis Uyuni. Als erstes schauen wir uns den Eisenbahnfriedhof an. Hier stehen viele Skelette von Lokomotiven und Waggons herum. 




Anschließend gibt es Mittagessen. 

Das Essen war auf der ganzen Tour immer gut. Die Unterkünfte einfach, aber sauber. Da sie so hoch liegen, war es aber in der Nacht immer eiskalt. Eine Heizung gab es nicht. Ein Schlafsack hilft hier sehr weiter. Toilettenpapier muss man selber mitnehmen und es darf nicht ins Klo runtergespült werden. Alles kostet extra. Unterwegs kosten die Klos etwas, in der Unterkunft muss man für heiße Dusche, Internet und den Strom zum iPhone laden bezahlen. Es ist von Vorteil, wenn man eine Powerbank dabei hat. Steckdosen gibt es nirgendwo. Nur in der ersten Unterkunft konnte man gegen Bezahlung das iPhone aufladen lassen. Im Auto durfte man auch das Gerät einstecken. Es hat aber nur zwei Steckplätze und wir sind mit dem Fahrer sechs Personen. Nicht überall gibt es alles. 
Unser Fahrer war toll. Er war immer vorsichtig beim Fahren, immer pünktlich, putzte die Fenster mehrmals täglich, wenn wir einen zusätzlichen Fotostopp wollten, hielt er an. Der einzige Nachteil war, er konnte nur Spanisch sprechen. Er war immer bemüht unsere Wünsche zu erfüllen. 

Nach dem Essen fahren wir ins Zentrum zum Büro der Agentur. Die Fahrzeuge und Fahrer wurden gewechselt. Etwa um halb zwei Uhr waren wir dort. Zwei Stunden hatten wir nun Pause. Ich nutzte die Zeit und schaute mir das Zentrum ein wenig an. Der Deutsche aus unserer Gruppe blieb in Uyuni. Um halb vier Uhr fing unsere Rückreise an. Nun fahren wir nur noch. Es wird nichts mehr angeschaut. Gestoppt wird nur für die Toilettenpause. Etwa um 19:00 Uhr kommen wir im letzten Hotel an. Nach dem Abendessen gehe ich bald schlafen. Es war ein langer Tag und auch morgen müssen wir wieder früh aufstehen. 

01.11.2018

Trotz der Höhe schlief ich diese Nacht sehr gut. Um 07:00 Uhr gab es Frühstück. Schon vor acht Uhr setzten wir unsere Fahrt fort. Als erstes ging es nochmals zur roten Lagune. Diesmal aber auf die andere Seite. Wir hielten an einem erhöhten Aussichtspunkt. Ich war und bin immer noch sprachlos! Das Panorama war überwältigend schön!



Bilder sagen mehr als tausend Worte. 


Wir konnten uns fast nicht von der Aussicht losreißen. Schließlich mussten wir doch wieder weiter fahren. Die Fahrten sind auch sehr interessant. Die Landschaft verändert sich immer wieder. Es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken. Mal ein farbiger Berg, mal eine weite Ebene oder Tiere. Munter fahren wir zu ein paar Felsen. Sie stehen mitten in einer Sandwüste. Es sind Lavafelsen. Durch Wind und Sand sind hier bizarre Formationen entstanden. 


Darunter auch der sogenannte steinerne Baum. 
Nach der Besichtigung, ging es weiter zu einem erstarrten Lavafeld. Hier sehen wir ein paar Hasen. 

Wer findet den Hasen? Im linken oberen Ecken, folgt man
der waagrechten schwarzen Spalte, bis zur senkrechten schwarzen Spalte. Dort sitzt er im Dunkeln. 
Als nächstes hielten wir auf einer Sandebene an. Im Hintergrund hat es tolle, farbige Vulkane. 


Die Fahrt ging nun ein wenig runter. Es folgten drei Lagunen. Oft mit Flamingos. 


Bei der vierten Lagune steht das Eco-Hotel. Hier machen wir Mittagspause. Gegen Bezahlung, kann man auch ins Internet gehen. 
Nach dem leckeren Mittagessen, kommt eine längere Fahrt auf uns zu. Kontinuierlich geht es abwärts. Als letzten Höhepunkt für heute, durchfahren wir einen großen Salzsee. Es ist der kleine Bruder vom Uyuni Salzsee. Toll diese weiße Fläche. 


Am Ende von diesem Salzsee liegt San Juan. In diesem kleinen Dorf gibt es ein Salzhotel. Hier übernachten wir heute. Die Wände bestehen ganz aus Salz! 




Hier haben wir Zweier- oder Einzelzimmer. Gegen Bezahlung kann man auch warm duschen. So geht ein schöner und spannender Tag zu Ende. 


31.10.2018

Heute startet mein Ausflug nach Bolivien. Das große Gepäck kann ich im Hostel lassen. Mit leichtem Gepäck warte ich auf den Bus. Um 07:25 Uhr kommt er mich abholen. Vier Gäste sitzen schon im Bus. Mehr kommen auch nicht mehr dazu. Zügig fahren wir nun rauf zur Grenze. Etwa eine halbe Stunde später kommen wir an der Grenze an. Hier sind wir auf etwa 3800 Metern über Meer. Nun heißt es warten. Es stehen schon einige Busse vor uns. Die Tour wird von diversen Unternehmen durchgeführt. Vermutlich macht die Grenze auch erst zu einer gewissen Zeit auf. Etwa um neun Uhr geht es endlich vorwärts. An der Kontrolle müssen wir alle aussteigen und mit unseren Pässen ins Gebäude reingehen. Die Pässe werden kontrolliert und wir können wieder einsteigen. Dies war die Grenze von Chile. Nach kurzer Fahrt kommen wir zur Grenze von Bolivien. Zuerst gibt es nun ein Frühstück. Als alle satt sind, gehen wir zum Grenzposten. Unsere Pässe werden abgestempelt. Das Gepäck wird nun umgeladen. Von hier aus geht es mit einem Jeep weiter. Die Taschen werden aufs Dach geladen. Maximal sechs Leute und der Fahrer haben Platz. Leider kann unser Fahrer nur Spanisch. In unserem Fahrzeug sind außer mir noch ein Deutscher, zwei Spanierinnen und ein Chilene. Die Spanierinnen können zum Glück auch englisch. 
Jetzt geht die Reise wirklich los. Der Asphalt ist hier zu Ende. Nur noch Sandpisten finden wir hier vor. Der erste Stopp erfolgt bei der Laguna Blanca. Das Wasser sieht hier wirklich weiß aus. Es hat auch ein paar Flamingos dort. 


Eine kurze Fahrt bringt uns zur Laguna Verde gleich daneben. Dieser See ist grün. 


Wir sind hier übrigens schon auf über 4000 Metern über Meer. Die Landschaft ist hier sehr karg. Es hat aber noch Grasbüschel und auch die Verwandten der Alpakas leben hier oben. Einfach faszinierend, diese Gegend. 
Wieder fahren wir weiter, bis zu einer Stelle, wo es Sanddünen hatte. 


Kurz danach gab es einen längeren Halt bei einer Lagune. Dort konnte mann in einer warmen Quelle Baden. Ich schaute mir lieber die Flamingos an und spazierte ein wenig herum. 


Endlich konnte die Reise weiter gehen. Zwischendurch fahren wir bis auf 4800 Metern über Meer hoch. Es geht immer wieder ein wenig hoch und runter. Nun kamen wir zu einem vulkanisch aktiven Areal. Hier blubbert der Schlamm, Rauch kommt aus dem Boden und es stinkt nach Schwefel. 




Ein interessanter Platz. 
Der nächste Halt gab es bei unserer Unterkunft. Das Gepäck wurde abgeladen. Wir wurden auf zwei Zimmer aufgeteilt. Es ist eine einfache Unterkunft. Strom hat es nur fürs Licht und nur kaltes Wasser. Auch eine Heizung fehlt. Da wir aber auf 4300 Metern über Meer schlafen, wird es in der Nacht einiges unter null Grad werden. 
Nach dem Mittagessen fahren wir noch zur Nahen roten Lagune. Das Wasser dort ist außerordentlich rot. Es hat auch viele Flamingos. Hier finde ich alle drei Arten. Wir kriegen über eine Stunde Zeit. So können wir in aller Ruhe den Flamingos zusehen. 




Wieder zurück in der Unterkunft, gibt es Kaffee und Tee. Dazu noch Plätzchen. Um sieben Uhr gibt es schließlich Abendessen. Gemütlich lassen wir den Abend ausklingen. 

Mittwoch, 31. Oktober 2018

30.10.2018

Auf geht es zur nächsten Tour. Heute heißt es früh aufstehen. Allerdings bin ich schon vor dem Wecker wach. Zwischen 05:00 und 05:30 Uhr werde ich abgeholt. Diesmal bin ich eine der ersten und schon um 05:08 Uhr kommt der Bus. Die deutsche und ihr Patensohn sind auch wieder dabei. Unser heutiger Guide kann auch ein wenig englisch. Nachdem alle abgeholt wurden, kann die Fahrt losgehen. Durch die Dunkelheit geht es stetig aufwärts. Da es noch nicht viel zu sehen gibt, schlafen oder dösen bald alle ein. Im Schritttempo geht es steilere Abschnitte hoch und dann folgen wieder größere Hochflächen. Mit der Zeit wird es immer heller. Auf den Bergspitzen sieht man schon die ersten Sonnenstrahlen. Endlich erreichen wir das Geysirfeld von El Tatio. Es ist das höchstgelegene und drittgrößte Geysirfeld der Erde. Wir befinden uns auf etwa 4250 Metern über Meer! Die Temperatur liegt bei etwa -7 Grad Celsius! Brr, ist das kalt! Dick eingepackt steigen wir aus. 
Zu dieser Tour startet man so früh, damit mann vor der Sonne bei den Geysiren ankommt. Dann sieht man den Dampf  am besten. Es sprudelt und Sprüht auch stärker, so lange es noch kalt ist. Faszinierend, wie es überall dampft und zischt, brodelt und spritzt. Bei unserer Ankunft kommt langsam die Sonne raus. 

Das Wasser spritzt



Hier schießt das Wasser ganz schön hoch hinaus. 


Wir haben schön Zeit, uns alles anzusehen. Diese Kräfte der Natur faszinieren mich immer wieder aufs neue. Beeindruckend, dass alles!
Zurück beim Bus, gibt es wieder ein ähnliches Frühstück wie gestern. Anschließend fährt uns der Bus ans andere Ende der Ebene. Hier können die, welche Lust haben, im warmen Wasser baden. Bei einer Außentemperatur von unter null Grad, habe ich keine Lust dazu. 
Als alle wieder Trocken sind, machen wir uns an den Heimweg. Die Fahrt wird fast zu einer Safari. Überall sehen wir die Verwandten von den Alpakas. Dazu läuft uns ein Andenfuchs über die Straße. 


Bei einem kleinem See- und Sumpfgebiet machen wir einen Halt. Hier hat es viele verschiedene Enten, Gänse und andere Vögel. 


Weiter geht die Reise. An einem See gibt es den nächsten Stopp. Hier hat es Flamingos. Nochmals halten wir kurz. Der Guide hat einen Hasen gesehen. Den letzten Halt machen wir schließlich bei einem winzigen, alten Dorf. Auch hier hat es wieder eine alte Kirche. Ich suche noch einen Geocache. Etwa um 13:30 Uhr erreichen wir wieder San Pedro de Atacama. Eine schöne Tour geht zu Ende. Beim Zentrum steigen wir alle aus. Ich gehe noch Geld wechseln und das nötigste einkaufen. Den Rest des Tages Ruhe ich mich aus. Es waren zwei tolle, aber auch anstrengende Tage. 



Dienstag, 30. Oktober 2018

29.10.2018

Heute unternehme ich nun die ersten Touren. Um 07:00 Uhr soll ich vor dem Hostel warten. Es kann aber auch halb acht werden, bis ich abgeholt werde. Entweder ich bin eine der ersten oder die letzte, welche abgeholt wird. Gespannt warte ich. Kurz vor halb acht kommt dann ein Kleinbus. Etwa 15 Gäste haben Platz. Es geht noch kurz zu einem Laden. Dort wird frisches Brot eingekauft. Los geht die Fahrt! 
Wir fahren Richtung Süden. In Toconao machen wir einen ersten Halt. Der Führer erzählt uns etwas über die alte Kirche und über die Bevölkerung dieser Gegend. Zum Glück erzählt er das ganze auch noch auf englisch. 


Es gibt noch einen kurzen Besuch im kleinen Museum. Weiter geht die Fahrt zu einem Denkmal. Hier ging früher ein Inkatrail vorbei. Außerdem ist hier der Wendekreis des Steinbocks. 


Jetzt gibt es ein Frühstück für uns. Brot, Käse, Aufstrich, Rührei, Kuchen, zwei Säfte, Tee und Kaffe werden uns serviert. Anschließend geht die Fahrt weiter. Langsam steigt die Straße. Es geht den Hang hoch. Langsam aber stetig gewinnen wir an Höhe. Und der kargen und trockenen Landschaft hat es vereinzelte Grasbüschel. Wenn die Steigung stärker wird, kommt der Bus nur noch langsam vorwärts. Auf diesen Höhen hat der Motor viel weniger Kraft. Dann plötzlich ist es soweit. Der Bus kommt nicht mehr weiter. Der Fahrer fährt rückwärts runter und versucht immer wieder anzufahren. Ergebnislos! Erst nach etwa 500 Metern kommt eine kleine flache Stelle. Er stellt den Motor ab, damit er ein wenig abkühlen kann. Inzwischen sehen wir eine Herde von wilden Verwandten des Alpakas. Der Fahrer versucht es ein weiteres Mal, wieder anzufahren. Endlich klappt es! Die Erleichterung ist bei allen groß. Unsere Fahrt kann weiter gehen. Die Aussicht wird immer besser. Leicht schneebedeckte Vulkane kommen ins Blickfeld. Bald darauf erreichen wir die Laguna Miscanti. Ein schöner blauer See, auf 4050 Metern über Meer gelegen! Es gibt eine Fotopause. Toll das Panorama! Leicht unter uns liegt der See, am Ufer hat es ein paar Flamingos, und dahinter die schneebedeckten Vulkane. 


Zu Fuß spazierten wir noch zu einem kleinerem See. Auch dieser war wunderschön. 


Nachdem wir die Landschaft genossen hatten, stiegen wir wieder in den Bus ein. Die Fahrt ging wieder runter. Beim kleinen Dorf Socaire gab es den nächsten Halt. Auch hier steht eine alte Kirche. Zudem war das ein altes Inkadorf. Man sieht noch die Terrassengärten. Die Inkas leiteten über Kanäle das Wasser von den Bergen zu ihren Feldern. 
Nächster und letzter Stopp war bei der Laguna Chaxa. Der Guide erzählte uns einiges über die Flamingos. Danach hatten wir noch Zeit, uns die Flamingos anzusehen. Es hat hier drei verschiedene Arten von Flamingos. Zwei haben wir gesehen. 
Zurück ging die Fahrt nach San Pedro de Atacama. Statt um zwei Uhr, kamen wir erst um drei Uhr an. Wir wurden alle beim Stadtzentrum abgesetzt. Schnell ging ich zurück zum Hostel. Kurz umpacken und mich erfrischen. 
Gleich musste ich wieder zurück ins Dorfzentrum. Die nächste Tour stand auf dem Programm. 

Um 15:50 Uhr war der Treffpunkt vor der Agentur. Als alle beisammen waren, ging es zu Fuß ein kurzes Stück bis zum Bus. Wieder waren wir etwa 15 Personen. Eine kurze Fahrt brachte uns zu einem Aussichtspunkt. Von wo man eine Felslandschaft überblickt. 


Dieses Mal hatten wir eine Tourleiterin. Auch sie konnte englisch. Außer mir waren aber nur noch zwei Personen, welche kein Spanisch verstanden. Es waren eine Frau mit ihrem 18 Jährigen Patensohn aus Deutschland. Wir kamen ins Gespräch und blieben nun meist zusammen. Weiter ging die Fahrt ins Tal des Mondes. Diese Landschaft ist so trocken und ähnelt sehr der Landschaft auf dem Mond oder auch auf dem Mars. Tatsächlich soll das der Platz sein, welcher auf der Erde dem Mars am nächsten kommt. So wurde auch das Marsmobil hier getestet! 
Unser erster Halt war bei der Schlucht. Hier führt ein Weg durch eine enge und verwinkelte Schlucht. Manchmal ging es nur in der Hocke weiter. Oder Mann musste sich verbiegen. Ein kurzes Stück ging es noch durch eine Höhle. Am Ende der Schlucht folgte eine kurze Kraxelstelle. Das war ein tolles Erlebnis! 


Weiter ging es zu einer Gesteinsformation mit dem Namen betende Maria. Auf dem Rückweg spazierten wir an dem Sogenanntem Amphitheater vorbei. Ein halbrunder Felsen. Das eigentliche Ziel der Tour folgte zum Abschluss. Wir bestiegen pünktlich zum Sonnenuntergang die Große Sanddüne. Oben schauten wir zu, wie die Sonne sich verabschiedete und wie die Vulkane sich rot verfärbten. 
Mir persönlich hat der Sonnenuntergang bei den Lagunen besser gefallen. Nun brachte uns der Bus zurück ins Dorfzentrum. 
Ein schöner Tag geht nun zu Ende. Beide Touren kann ich weiter empfehlen.