Samstag, 6. Oktober 2012

Adresse für Post

Wer mir Post schicken möchte, kann das tun. Ich freue mich über jeden Brief oder jedes Paket. ;-)
Ein Brief braucht etwa eine Woche. Ein Paket 2-3 Wochen. Bitte sagt mir Bescheid, wenn ihr etwas schickt. Ich muss es bei der Post abholen gehen.
Bis spätestens am 23. November muss alles hier sein. Danach reise ich nach Neuseeland.
Adresse:
Martina Braschler
General Delivery
San Diego, CA 92138
USA

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Position:San Diego

Freitag, 28. September 2012

Pause und Erholung

Ich bin nun in San Diego angekommen. Hier habe ich ein günstiges Zimmer gefunden. Jetzt habe ich Zeit die vielen Fotos zu sichten und online zu stellen. Dann muss ich meine weitere Reise planen. Damit ich nicht ganz außer Übung komme, mache ich lange Spaziergänge und suche Geocaches.
Es ist sonnig und sehr warm. Am Wochenende soll es 30-40 Grad heiß werden!


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Position:San Diego

Samstag, 22. September 2012

Weiter geht es

Vancouver ist eine wunderschöne Stadt. Ich habe den Aufenthalt genossen. Das Wetter war weiterhin perfekt.
Am Donnerstag ging es dann mit dem Greyhoundbus nach Seattle und damit zurück in die USA. An der Grenze hält der Bus an. Dann müssen alle aussteigen und alles Gepäck entgegen nehmen. Nun kommt man zum Zöllner. Er sagt wie lange man bleiben darf. Ich kam sehr schnell durch. Als er meinen Stempel vom Juni sah, durfte ich durch. Ich musste nicht mal meine Unterlagen von der kanadischen Zollstation zeigen. So viele Mühen und ich brauchte es nicht mal. Nun ging es noch zum Koffer röntgen und durch war ich.
In Seattle schlafe ich im international Hostel ( American Hotel). Eine gute Adresse. Sauber, gratis Internet und Frühstück, Aufenthaltsräume. Das beste Hostel, dass ich in Kanada und Amerika bisher hatte.
Heute habe ich meine zwei Pakete abgeholt und gleich weitergeschickt nach San Diego.
Am Sonntag fliege ich dann nach San Diego.
Am Nachmittag war ich noch im Rei. Das ist der größte Outdoorladen in der USA. Hier in Seattle ist die größte Filiale. Beeindruckend, die Auswahl an Waren, die man hier findet. Vor dem Laden hat es sogar eine Teststrecke für Mountainbikes!


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Position:Seattle

Sonntag, 16. September 2012

Fertig, auf nach Vancouver

Es ist also geschafft. Ich bin am Ziel. Irgendwie kann ich es noch nicht ganz begreifen!
Die Wanderschuhe habe ich entsorgt. Gemütlich gehen wir zum Frühstück. Um 11:10 Uhr kommt der Greyhoundbus. 4.5 Stunden dauert die Fahrt. Vieles geht mir durch den Kopf.
In Vancouver verabschiede ich mich von BananaPants und gehe zum Hostel. Ich bekomme ein Bett in einem Sechsbettraum. Bis am Donnerstag bleibe ich hier und schaue ein wenig die Stadt an. Dann geht es weiter nach Seattle.
Die Fotos folgen sobald ich einen Computer zur Hand habe.
Gelaufen bin ich dieses Jahr 925 Meilen. Das sind 1488.5 km!
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62. Tag, 14.9.2012

Gestern Abend hatte ich Besuch von einem Reh. Die Nacht war angenehm, nicht zu kalt. Ich schlief sehr unruhig. Die Aufregung war zu groß. Das Wetter war wieder perfekt. Sonnig und sehr warm.
Um 7:30 Uhr lief ich los. Der letzte Tag hat begonnen! Bis zur Grenze ging es stets bergab. Durch Wald und Gebüsch, über Bäche und Steinfelder. Ab und an hatte ich einen schönen Ausblick über Wälder und Berge. Ein paar Heubeeren fand ich auch noch. Viele Vögel und Schmetterlinge und zwei Hühner sah ich. Leider war kein Bär dabei.

Dann endlich um 11:00 Uhr stand ich an der Grenze!!


Es ist geschafft! Für dieses Jahr. Nun fehlt noch die Mitte. Ganz alleine war ich am Monument. Ich genoss mein Sprite, welches ich 82 Meilen getragen habe! Dann schaute ich im Register wer schon da war. Natürlich trug ich mich auch ein. Kurz vor zwölf kamen dann die drei anderen Wanderern und dann noch ein Pärchen. Wir Fotografierten uns gegenseitig. Alle waren überglücklich es geschafft zu haben.
Meine Gefühle kann ich gar nicht beschreiben. Vergessen sind die Schmerzen an den Füssen.
Um 12:30 Uhr lief ich weiter. Es sind noch 8 Meilen bis zur Lodge an der nächsten Strasse im Manning Park. Erst ging es wieder bergauf. Manchmal sehr steil. Dann endlich wieder runter. Die letzten Kilometer lief ich auf einer Schotterstraße. Es zog sich sehr in die Länge. Die Lodge wollte einfach nicht kommen. Endlich um 17:00 Uhr war ich dort angekommen.
Das einzige freie Zimmer kostet 200 Dollar!! Es hat auch Hostelzimmer für 30 Dollar, leider ausgebucht. Was nun? Ich traf zum Glück BananaPants, den Österreicher wieder. Er hatte noch ein Hostelzimmer bekommen. Er bot mir an bei ihm auf dem Boden zu schlafen. Dankbar nahm ich an. Nach der Dusche gingen wir zum Nachtessen. Keine große Auswahl, doch es schmeckte gut. Das Natel geht hier nicht und auch Internet gibt es nur an einem sehr langsamen Computer. Ich bin also erst in Vancouver wieder Online.

Manning Park!!

Kanada!!

Tagesfazit: 14.8 Meilen (24km)


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Position:Meile 2668.8

61. Tag, 13.9.2012

Heute ging ich es locker an. Die Nacht war zum Glück ein wenig wärmer. Der Tag war wieder mal sonnig und warm. Mit dem Wetter hatte ich sehr großes Glück. Ich hörte von Wanderern, die hatten in Oregon und Washington nur Regen. Tag und Nacht nur Regen. So würde es keinen Spass machen zu wandern.
Gestartet bin ich um 8:30 Uhr. Kurz ging es hoch und dann runter zu einem Pass. Immer im Wald. Es kamen noch zwei Bäche. Nun ging es hoch zu einem weiteren Pass. Nicht sehr steil aber stetig aufwärts. Zurück in felsiges und fast baumloses Gelände. Eine wunderschöne Hochebene durchlief ich. Dies wäre eine schöne Alp. Oben auf dem Sattel hatte ich wieder einen tollen Rundblick. Bis nach Kanada sehe ich nun. Leider war die Fernsicht nicht so gut.
Nun ging es runter in ein Tal und gleich wieder hoch zum nächsten Pass. Wieder eine super Aussicht.


Auf gleicher Höhe ging es am Berg entlang weiter. Auch heute traf ich Wanderer. Kurz ging es nochmals hoch. Hier traf ich zwei Schneehühner. Von hier oben sah ich unten schon den See, wo ich schlafen möchte.
Jemand hatte eine lustige Idee. Zehn Meilen vor der Grenze lag ein Stein auf dem Boden. Darauf steht: 10 Meilen. Nun kam ein Stein mit 9 Meilen und so weiter. Auf diese Idee muss man erst kommen.
Um 16:30 Uhr kam ich zum See. Die drei Wanderer sind auch hier.
Das ist die letzte Nacht im Zelt für diese Wanderung! Kaum zu glauben, morgen bin ich am Ziel! Jetzt fehlt nur noch die Mitte vom Pacific Crest Trail. Irgendwann hole ich das noch nach.
Für meine Füße wird es Zeit eine längere Pause zu machen. Ich habe wieder Schmerzen an den Fersen und überall wunde Stellen. Danke Tanja für die Blasenpflaster! Ich hatte keine mehr und der letzte Laden hatte auch keine. Gute Nacht euch allen!
Tagesfazit: 13 Meilen (20.5km)


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Position:Meile 2654

60. Tag, 12.9.2012

Es war unter Null Grad letzte Nacht. Das Wasser in den Flaschen war gefroren! Zum Glück habe ich einen warmen Schlafsack. Das Wetter war wieder sonnig. Ab dem Mittag wurde es richtig warm.
Um 8:15 Uhr lief ich los. Es ging rauf zu einem Grat. Wunderbare Aussichten boten sich mir. Nun lief ich um einen Berg herum. Dann runter zu einem Parkplatz. Hier traf ich eine Gruppe älterer Wanderer. Weiter ging es zu einem Pass. Hier kommt auch eine Schotterstrasse hin. Die letzte Strasse vor Kanada. Ich machte hier Mittagspause. Plötzlich kamen zwei Thruhiker, einer hatte gelbliche Hosen an. Ich fragte ihn, ob er Bananapants ist? Er bejahte und fragte gleichzeitig, ob ich SwissMiss bin. Er hat von mir gehört. Ich habe seine Internetseite verfolgt. Er ist aus Österreich und seit Mexiko am laufen. Schön mal deutsch zu sprechen. Ein paar Kilometer laufen wir zusammen. Dann muss ich sie ziehen lassen. Sie laufen zu schnell und weiter als ich. Leider.
Der Trail ging mal hoch, mal runter. Nie lange oder zu steil. Sehr angenehm. Viele Wanderer traf ich. Eine gab mir einen Apfel! Genau was ich gebraucht habe. Früchte sind immer Willkommen. So fein!
Ein paar Bäche gab es und dann ging es runter in den Wald zurück. Ich traf einen Amerikaner der deutsch sprach. Er erzählte mir, dass ein Thruhiker mit dem Helikopter rausgeflogen wurde. Er hatte sich den Knöchel gebrochen. Dieser Hiker war 4200 km gelaufen und musste 8 km vor dem Ziel aufgeben!! Wie der sich wohl fühlte. Mehr Pech kann man nicht mehr haben.
Um sechs Uhr kam ich zu meinem Camp. Als es dunkel wurde, kamen noch 8 Thruhiker dazu. Es wurde ein Lagerfeuer gemacht. Schön gemütlich.
Tagesfazit: 17 Meilen (27.5km)


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Position:Meile 2641

59. Tag, 11.9.2012

In der Nacht gab es nochmals Schnee. Das Zelt war weiß und auch der Boden war mit Schnee bedeckt. Der Winter hat sich angekündigt. Schnell war der Schnee in der Sonne geschmolzen. Heute schien nämlich wieder die Sonne. Kurz strich noch ein wenig Nebel umher. Allerdings ist es immer noch sehr kühl. Nur an der Sonne und windgeschützt ist es angenehm.
Um 8:20 Uhr lief ich los. Es ging kurz aufwärts zu einem Pass. Schöne Aussichten hat man hier. Ich traf heute nur die drei Wanderer vom letzten Camp. Dafür sah ich sie mehrmals. Und wieder schlafen wir am selben Platz.
Der Trail ging nun abwärts in ein Tal runter. Lange geht es im Wald weiter. Ein paar Bäche kamen und auch wieder viel Gestrüpp. Heute kam ich sehr gut voran. Am Mittag hatte ich schon neun Meilen hinter mir. Nun ging es rauf zu einem Pass. Es gab wieder schöne Ausblicke auf viele Berge. Nun ging es eben am Berg entlang weiter bis zu einer kleinen ebenen Fläche. Hier hat es Zeltplätze und einen Bach. Um 16:30 Uhr treffe ich hier ein und stelle mein Zelt auf. Die Sonne verschwindet leider gerade hinter dem Berg und es wird sehr kalt. Bin ich froh, dass die Wanderung zu Ende geht. Diese kalten Nächte sind kaum auszuhalten.
Tagesfazit: 15 Meilen (24km)


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Position:Meile 2624

58. Tag, 10.9.2012

In der Nacht hatte es kurz geregnet. Der Wind hat das Zelt jedoch schon wieder getrocknet. Nun scheint die Sonne. Es ist kühl und windig. Um 8:30 Uhr starte ich. Es geht immer aufwärts. Zum Glück nicht zu steil. 1000 Höhenmeter über 12 km verteilt. Im Gebüsch und im Wald geht es los. Einmal habe ich das Gefühl einen Bären zu hören! Leider war der Wald hier sehr dicht bewachsen und ich sah nichts. Dann kam ich zu einer größeren Strasse. Hier machte ich Mittagspause. Weil es kühl war, fielen die Pausen heute kurz aus. Noch schnell zur Toilette, die letzte vor Kanada!
Weiter aufwärts zu einem Pass. Heute traf ich viele Wanderer. Aber keine Thruhiker. Endlich komme ich aus dem Wald raus. Wunderbare Ausblicke folgen. Hohe, felsige Gipfel reihen sich am Horizont ein. Auch ich komme in felsiges Gebiet hoch. Der Pass ist etwa 2190 Meter hoch. Ich genieße kurz den Ausblick. Der Wind lässt mich schnell weiterlaufen.
Der Himmel zieht sich immer mehr zu. Die Sonne verschwindet und es fängt an zu schneien! Dazu kommt Nebel. Es wird richtig ungemütlich. Kalt und starker Wind. Wenn der Wind mal Pause macht, ist die Temperatur angenehm zum gehen. Der Weg geht runter zum nächsten Pass. Dann fast eben weiter. Hier geht es neben dem Weg steil runter. Endlich um 17:00 Uhr komme ich zu einer ebenen Fläche. Hier hat es Wasser und ich stelle mein Zelt auf. Es hat schon fünf Zelte hier. Immer noch schneit es. Mal stärker, dann hört es auf und fängt wieder an. Jetzt um sieben Uhr hat es vorläufig aufgehört.
Tagesfazit: 15.5 Meilen (25km)


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Position:Meile 2609

57. Tag, 9.9.2012

Letzte Nacht gab es ein Gewitter. Zum Glück schlief ich im Hotel. Am Morgen war alles vorbei und es wurde wieder ein sonniger und heißer Tag.
Nach dem Frühstück nahm ich den Bus um 8:00 Uhr. Der nächste fährt erst um 11:00 Uhr. Bei der Bäckerei hatten wir fünf Minuten Zeit. Ich kaufte ein Znüni. Um neun Uhr kamen wir beim PCT an. Nun aß ich erst mein Znüni. Etwa um 9:30 Uhr lief ich los.
Ich lies es heute langsam angehen. Der Weg ging heute immer aufwärts. Ganz kurz zwischendurch ging es auch mal flach oder runter. Steil war es zum Glück selten. Erst ging es im Wald los. Später kamen auch offene Abschnitte. Auf beiden Seiten war hohes Gestrüpp. Wenigstens wuchs es hier nicht in den Trail rein. Ein paar Bäche überquerte ich. Einer hatte eine Hängebrücke. Sie war kurz aber luftig. Eine Zeitlang verlief der Weg am oberen Rand einer Schlucht. Immer wieder traf ich Wanderer.
Das nahe Ende stimmt nachdenklich. Die Mitte fehlt mir noch. Irgendwann hole ich das noch nach. Dann Laufe ich von Ashland nach Lone Pine. Mein Körper sagt mir, dass es Zeit wird aufzuhören. Die Füße und andere Stellen brauchen eine gründliche Erholung. Deshalb werde ich bis zur Weiterreise in San Diego bleiben. Dann kann ich meine Neuseelandreise vorbereiten. Dafür brauche ich eine feste Adresse. Außerdem muss ich mal zur Ruhe kommen. Das Herumreisen ist stressig.
Es wird auch eigenartig sein, nicht mehr weiter zu laufen. Ich freue mich, vorläufig nicht mehr im Zelt schlafen zu müssen. Aber die Natur und die Ruhe werde ich vermissen.
Das und vieles mehr geht mir durch den Kopf, während ich laufe. Um 16:30 Uhr komme ich zum Camp. Herrlich so früh die Wanderung zu beenden! So kann ich es gemütlich angehen lassen. Hier hat es eine Leine zwischen zwei Bäumen aufgespannt. So kann man sein Essen aufhängen. Ich habe ein Loch im Netz vom Zelt entdeckt. Scheinbar war ein Nager oder Vogel eingedrungen. Deshalb und wegen der Bären, ich komme langsam ins Grizzlybärgebiet, lasse ich nun das Essen draußen. Mit Klebeband habe ich das Loch abgedichtet.
Tagesfazit: 13.5 Meilen (21km)


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Position:Meile 2593.5