Dienstag, 31. Mai 2011

Von Wrightwood nach Agua Dulce

Nun sind 730 km hinter mir. Am ersten Tag nach Wrightwood ging es auf einen Berg hoch, der 2700 m hoch ist. Hier hatte es noch sehr viel Schnee. Der Weg war nicht zu sehen, so musste ich den Fußspuren folgen. Leider gingen die Spuren senkrecht hoch! Das war sehr mühsam, denn ich hatte einen schweren Rucksack ( essen für 5 Tage ). Als es wieder runter ging, habe ich den Weg kurz verloren. Dank dem GPS fand ich zurück zum PCT.
Die nächsten Tage ging es immer weiter hinunter. Es wurde wieder wärmer, am Tag. In der Nacht ist es immer noch kalt. Hier ist wieder Wüste. Es hat Büsche und Blumen. Aber kein Gras. Etwa zwei Tage lief ich durch ein Gebiet, welches 2009 durch einen Waldbrand zerstört wurde. Büsche und Blumen wachsen wieder. Die Bäume sind kahl und schwarz. Der Trail rutscht hier immer wieder ab. Es ist nicht einfach solche Stellen zu durchqueren.
Das letzte Stück vom Trail geht durch einen wundervollen Canyon. Es ist eine Schlucht zwischen Felsen. Hier in Agua Dulce leben Trailangel. Sie haben im Garten Zelte für uns aufgestellt, mit Feldbetten. Wir können duschen, die Kleider werden gewaschen. Es hat Internet und Telefon. Wir können Velos benutzen. Die Post wird erledigt. Sie fahren uns wohin wir möchten. Und das alles Gratis. Morgen geht es weiter.
Übrigens, meinen Füßen geht es langsam besser.


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Position:Antelope Valley Fwy,Santa Clarita,Vereinigte Staaten

Donnerstag, 26. Mai 2011

Von Big Bear nach Wrightwood

Hier in Wrightwood mache ich einen Tag Pause. So können sich meine Füße ein wenig erholen. Die letzten fünf Tage habe ich immer 32 km gemacht. Zuviel für meine Füße! Wrightwood ist ein kleiner Ort, der alles hat was ich brauche. Hier gefällt es mir sehr gut.
Die letzten Tage ging es mal rauf, mal runter, aber oft auch eben. Ich habe 3 Schlangen gesehen. Der Trail führte durch ein Waldbrandgebiet. Hier hat es mal gebrannt und jetzt stehen kahle Bäume herum.
An einer Stelle ist der Weg gesperrt und wir müssen einen Umweg machen. Es geht alles über Strassen, zum Glück meist über Schotterstrassen und nur kurz über Asphalt. Leider verpassen wir die heißen Quellen. Meine Füße Schmerzen stark, ich habe neue große Blasen bekommen!
Am vierten Tag kommen wir zu einem McDonald!! Mhm, ist das Essen gut. Der Hunger ist immer beim wandern dabei. Ich denke oft darüber nach, was ich Abends koche.
Der PCT führt über Eisenbahnschienen, es ist eine vielbefahrene Strecke. Alle 15 Minuten kommt ein Güterzug vorbei. Ich zähle 3 Locks und 84 Wagen! Das Hornsignal ist noch weit weg zu hören
Einmal komme ich zu einem Parkplatz und hier treffe ich auf Trailmagic. Zwei Frauen braten auf einem Grill Hotdogs für uns. Außerdem gibt es Kartoffelsalat, Früchte, Guetzli, Bagels und etwas zu Trinken. Tut das gut. Es geht an einem grösseren See entlang. Leider nicht direkt am Wasser.
Kurz vor Wrightwood gehe ich durch ein Skigebiet.


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Position:Twin Pines Rd,Wrightwood,Vereinigte Staaten

Freitag, 20. Mai 2011

Von Idyllwild zu Big Bear City

Diese Etappe hat 5.5 Tage gedauert. Zuerst ging es rauf auf 2700 Meter. Hier musste ich grosse Schneefelder überqueren. Zum Glück hatte ich Mikrospikes ( Zacken für die Schuhe). So war es einfacher. Geschlafen habe ich auf 2500 Meter. Es hat gewindet und am Abend kam Nebel. Im Schnee habe ich übrigens Spuren eines Berglöwen gesehen.
Am nächsten Morgen hatte es Eis auf den Bäumen! Zum Glück schien die Sonne wieder. Nun ging es runter in die Wüste. Hier war es wieder heiß und meine Blasen, die am verheilen waren, kommen wieder zurück. Hier steht ein riesengrosser Windpark (Windräder). Nun geht der Trail wieder langsam hoch, oft an einem Bach entlang. Öfters muss ich den Bach überqueren. Mit Hilfe von Steinen oder über einen Baumstamm. Es ist manchmal schwierig. Ich sehe neben dem Weg eine Schlange! Ich mache ein Foto und dann einen großen Bogen um die Schlange herum. Der PCT geht wieder rauf auf 2300 Meter. Hier schneit es in der Nacht! Zwar nur ein wenig aber es ist sehr kalt am Morgen. Weiter geht es runter auf 1800 Meter. Ich komme zu einem Trailangel-Stop. Hier hat es Früchte, Fanta, Cola, WC-Papier, Guetzli, Süsses, einfach alles was ein Wanderer braucht. Super!!
Dann komme ich endlich zur Straße und kann nach Big Bear City runterfahren. Ich und andere Hiker machen Autostop. Eine Nacht im Hotel, dann geht es weiter. Meine Füße schmerzen sehr. Ich habe neue Blasen bekommen.


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Position:Big Bear Blvd,Big Bear Stadt,Vereinigte Staaten

Freitag, 13. Mai 2011

Von Warner Springs zu Idyllwild

Im Moment bin ich in Idyllwild und mache einen Tag Pause. Am Samstag geht es dann weiter. Inzwischen habe ich 288 km geschafft.
Seit meinem letzten Eintrag habe ich vieles erlebt. Die erste Nacht war ein starker Sturm. Zum Glück war ich gerade bei einem Trailangel angekommen und wir (die anderen Hiker, etwa 15) durften in der Garage oder im Haus schlafen! An diesem und am nächsten Tag war es bewölkt und neblig. Wenn keine Sonne scheint ist es richtig kalt. Der Weg ging immer rauf und runter. Obwohl wir in die Berge kommen, wo es grüner ist und Bäume hat, ist es schwierig Wasser zu finden. Oft ist das Wasser über einen Kilometer vom Weg entfernt! Am dritten Tag ging es steil hinauf auf 2000 Meter. Hier habe ich übernachtet und am nächsten morgen hatte ich Eis am Zelt!! Wenigstens schien die Sonne wieder. Nun ging es wieder rauf und runter und dann rauf auf 2500 m. Hier hatte es im Wald noch Schnee. Man musste immer wieder über einen Meter dicke Schneefelder laufen. Das ging etwa 2 km so. Danach bin ich dann runtergegangen nach Idyllwild.
Neues gibt es dann wieder, wenn ich in dem nächstem Dorf Internet finde.


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Samstag, 7. Mai 2011

von Campo bis Warner Springs

Ich bin in Warner Springs angekommen. Das sind 109.5 Meilen ( 176.3km). Es ist sehr heiss zum Wandern
(35Grad im Schatten) und in der Nacht manchmal sehr kalt (3Grad). Der Weg ist schon bis auf 1800 Meter hoch gegangen. Eine Schlange habe ich schon gesehen. Leider war sie zu schnell und ich konnte kein Foto machen. Es hat viele Blumen und auch die Kaktusse bluehen. Wunderschoen. Manchmal laufe ich in der Nacht weil es am Tag zu heiss ist. Zwischendurch haben wir 20 km wo kein Wasser ist. Das heisst 3 Liter Wasser mitschleppen. Inzwischen habe ich an jedem Fuss etwa 6 Blasen bekommen. Auf dem Weg habe ich auch schon Trailangel getroffen. Das sind Leute, die uns helfen. Einmal kam ich zu einer Strasse und da waren Leute mit ihren Autos. Wir bekamen Wasser, Fanta, Bier, Sprite, Eis und Schatten. Das hat gutgetan!
Die anderen Wanderer haben mir einen Trailnamen gegeben. Alle sagen mir jetzt Swissmiss. Jeder bekommt hier irgendwann einen Trailnamen.
Hier in Warner Springs mache ich einen Tag Pause. Meine Fuesse brauchen das. Morgen geht es dann weiter nach Idelwild. Ich hoffe in 4 Tagen dort zu sein.
Viele Gruesse an alle zu Hause.

Samstag, 16. April 2011

Adressliste

Hier sind die Adressen aufgeführt, wo ich Post abholen gehe. Ich freue mich über jeden Brief oder jedes Paket, welches ich erhalte.
Bei jedem Brief oder Paket muss in der linken oberen Ecke folgendes stehen:

Hold for PCT Hiker
ETA: (Hier das Datum welches ich bei jeder Adresse geschrieben habe), (Das Datum wird in USA anders geschrieben, Monat/Tag/Jahr),( irgendwie ist etwas schiefgelaufen, das Datum soll natürlich nicht in der Adresse stehen)


Bei Paketen sollte auf jeder Seite gross Braschler angeschrieben sein (dass Paket wird schneller gefunden).

Briefe sind etwa 2 Wochen unterwegs und Pakete Etwa 4 Wochen. Bitte früh genug schicken. Ich bin nur ein bis zwei Tage in der Stadt, dann gehe ich weiter.

Sonntag, 10. April 2011

Vorbereitung meiner nächsten Reise

Schon bald ist es soweit. Ich starte zu meiner nächsten Reise. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.
Am Ostermontag (25. April 2011) fliege ich von Zürich über Philadelphia nach San Diego. Dann endlich am 30. April 2011 starte ich zu meiner Wanderung auf dem Pacific Crest Trail. Der Weg führt von der mexikanischen Grenze, durch Kalifornien, Oregon und Washington, bis zur kanadischen Grenze. Die Strecke ist 4200 km lang und führt durch die Wüste und über die Berge (höchster Punkt ist der Forester Pass, 4009m.ü.M.). Wenn alles gut geht fliege ich am 24. Oktober 2011 von Seattle wieder nach Zürich.

Pacific Crest Trail




Freitag, 25. März 2011

Reisebericht: Malerweg 16. - 25.10.2009



FR 16. und SA 17.10.2009


Pünktlich fuhr der Zug um 19.30Uhr los. In Luzern musste ich 40 Minuten warten. In Basel ist die Zeit zum Umsteigen knapp. Auf dem Bahnsteig war kein Personal zu finden, so musste ich lange den richtigen Wagen suchen. Der Wagenführer ist mürrisch und unsympathisch. Ich war so müde, dass ich das Schloss erst beim 2. Versuch kapiere. Im anderen Bett ist eine Frau mit einem Bub. Um halb 11 Uhr gehe ich schlafen. Der Schlaf war nicht so erholsam. Um 7.00 Uhr stehe ich auf. Meine Mitreisenden sind schon ausgestiegen. Ich Frühstücke und packe. Um 8.20 Uhr ( statt 8.07 Uhr) kommen wir in Dresden an. Jetzt muss ich das richtige Gleis finden. Weil wir Verspätung hatten, ist der Zug nach Pirna schon weg. Also 30 Minuten warten. Endlich 9.00 Uhr, rein in den Zug. 25 Minuten fahren und in Pirna aussteigen. Busfahrkarte lösen und bis 10.09 Uhr warten. Mit dem Bus G/L dauert die Fahrt bis zum Liebethaler Grund 20 Minuten. Es nieselt zwischendurch immer wieder, aber es regnet zum Glück nie stark. Alles ist nass und dreckig. Der Weg führt an einem Bach entlang. Bei der Daubemühle esse ich zu Mittag. Dann gehts rauf und durch Mühlsdorf. Anschliessend gings durch Felder, Wiesen und Wälder. Über steile Treppenstufen runter und wieder rauf, eine Strasse queren und wieder durch Wiesen. Jetzt hatte ich Lohmen erreicht. Hier musste ich das erste Mal das Buch zur Hilfe nehmen. Wieder Wiesen und Wald. Bisher war die Strecke sehr schön in der Natur gelegen. Es geht runter in den Uttewalder Grund (  Nationalpark Sächsische Schweiz). Dies ist eine sehr schöne Schlucht. Der Weg geht jetzt immer am Bach entlang, durch Felsen. Weiter geht es unter einem Felsentor durch. Man muss sich leicht bücken. Dieser Weg ist wunderschön. Kurz darauf kommt das Restaurant Waldidylle. Hier habe ich etwas getrunken und den Stempel für den Wanderpass abgeholt. Als nächstes folgt der Wehlener Grund. Über Stufen geht es aufwärts zur Burgruine. Von hier hat man einen schönen Blick über die Elbe und die Stadt Wehlen. Dann noch runter zum Tagesziel. Im Strandhotel finde ich ein Zimmer. Ein gemütliches Einzelzimmer.