Heute hieß es früh Aufstehen. Um 02:00 Uhr stand ich auf. Nach dem Frühstück packte ich den kleinen Rucksack und alles andere ließ ich im flachen Zelt zurück. Die Stöcke nehme ich natürlich auch mit. Deshalb flaches Zelt. Um 02:50 Uhr bin ich Abmarsch bereit. In der Wanderapp wird der Aufstieg mit etwas mehr als vier Stunden angegeben. Mit Stirnlampe laufe ich durch den dunklen Wald. Bald geht es steil rauf. Immer wieder hat es auch Tritte. Zum Teil sehr hohe. Über mir funkeln die Sterne und der Mond scheint. Eine wunderbare Nacht. Und so still.
Endlich erreiche ich die Waldgrenze und nun habe ich eine bessere Aussicht. Zwischendurch ist der Himmel mal ganz bedeckt. Es klart aber zum Glück schnell wieder auf. Ich mache immer wieder kurze Pausen. Es ist zu kalt für lange Pausen. Es geht mal steil, mal flacher, immer weiter hoch. Im Weg liegen viele Steine und es hat immer wieder Stufen. Trotzdem komme ich erstaunlich gut voran. Ich scheine inzwischen einiges fitter zu sein als am Anfang der Wanderung. Natürlich ist es auch angenehmer ohne schweres Gepäck.
So erreiche ich den Gipfel schon um 06:00 Uhr! Wow, damit hätte ich nicht gerechnet. Zum Glück bläst kein Wind. Nun heißt es warten auf den Sonnenaufgang. Noch bin ich ganz alleine hier oben.
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| Vor Sonnenaufgang |
Endlich um 06:40 Uhr kommt die Sonne raus.
Nun wird es endlich wärmer. Inzwischen sind auch mehr Leute angekommen. Ich genieße die Aussicht. Einfach fantastisch!
Um 08:00 Uhr beginne ich den Abstieg. Da heute Samstag ist, kommen mir massenweise Leute entgegen. Ich muss sehr aufpassen, dass ich nicht ausrutsche. Zweimal haben meine Stöcke ein hinfallen verhindert. Es ist wirklich sehr rutschig.
Die Erlen färben sich langsam Gelb. Wunderschön. Der Herbst zieht ein. Endlich komme ich zu einer Abzweigung. Hier verlasse ich den Colorado Trail und Wander runter nach Twin Lakes. Von dort hatte ich meine Wanderung fortgesetzt. So schließt sich die Lücke.
Etwa um 15:00 Uhr bin ich angekommen. Nun habe ich den Colorado Trail beendet! Ein tolles Gefühl. Gerade, weil ich ihn nun mit gutem Wetter abschließen durfte. Im Laden kaufe ich mir zur Belohnung etwas zu trinken. Etwa eine halbe Stunde später kommt der gratis Shuttle Bus. Er bringt mich nach Leadville. Von dort mache ich Autostop. Nach etwa 15 Minuten nimmt mich jemand mit. Beim Tennessee Pass lässt er mich aussteigen. Endlich bin ich zurück bei meinem Auto. Eine kurze Fahrt bringt mich zu einem gratis Stellplatz. Am späteren Abend regnet es sehr stark. Bin ich froh, nicht im Zelt zu sein. Bald ist es aber wieder Sternenklar.
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