Donnerstag, 7. September 2017

80. Tag, Cornetti-Usseglio

Nach dem gemeinsamen Frühstück habe ich mich endgültig von Franz und Christa verabschiedet. Sie werden mir fehlen. 


Um 8:30 Uhr wanderte ich los. Das Wetter war wieder schön. Kurz ging es die Straße hoch. Bald ging der Wanderweg über den Bach und auf einem Pfad ging es weiter. Hier traf ich den Franzosen und den Deutschen. Mal ging es zusammen und dann wieder alleine weiter. Die Steigung war nicht zu stark. Entlang des Baches folgt der Weg dem Tal hoch. Heute waren auch noch vier Wanderer aus München unterwegs. Für sie ist es der letzte Wandertag. Wir überholen uns immer wieder gegenseitig.


Vorbei an Almen geht es hoch zu einem schönen See. Am See sitzen auch die Salzburger. Ich mache auch eine Pause. 
Durch ein Blockfeld geht es vorbei an einem kleinen See und weiter hoch zu einem Biwak. Eine nette kleine Unterkunft mit toller Aussicht. Hier treffen alle neun Wanderer wieder zusammen. Miteinander wandern wir hoch zum ersten Pass. Inzwischen sind ein paar Wolken und auch Nebel aufgezogen. Auf dem Pass windet es auch stark. Schnell wird eine Schicht mehr angezogen. Erst dann bemerken wir die drei Steinböcke. Sie stehen etwa 50 Meter vom Pass entfernt neben dem Wanderweg. Schnell machen wir Fotos. 

Ein prachtvoller Bock!
Wir versuchen noch näher heran zu gehen. Leider sind es zu viele Leute und die Steinböcke klettern über die Steine weiter den Berg hoch. Die Fotos sind deshalb und wegen dem durchziehenden Nebel nicht so gut geworden. Genossen haben wir den Anblick trotzdem. 
Es folgt ein kurzer Abstieg. Danach geht es wieder rauf zum zweiten Pass. Dort oben machen wir eine kurze Mittagspause. Die Sonne versteckt sich leider schnell hinter den Wolken. Es wird kalt und wir verkürzen die Pause. Der Ausblick geht weit runter bis ins Tal. Viele Felszacken sind zu sehen. Das Gelände ist recht steil abfallend und mit Gras bewachsen. 
Nach der Pause beginnen wir den steilen Abstieg. Ich bin froh, dass ich nicht alleine runter gehen muss. Der Weg ist recht schmal. Mit großer Vorsicht laufen wir runter. Es ist aber nicht so schlimm, wie es im Buch beschrieben wird. Nur ein oder zwei Stellen geben mir ein mulmiges Gefühl. Der Rest ist nicht so schlimm. Die Landschaft ist aber sehr dramatisch. Einfach toll!


Langsam kommen wir dem Tal näher. Es geht zurück in den Wald hinein. Schließlich folgen wir noch einer Bachverbauung. Momentan fließt aber kein Wasser darin. Der Weg geht dann auch mitten durch den Bach weiter. Auf der anderen Seite geht es runter nach Usseglio. Gleich das erste Haus ist mein Hotel. Um 15:00 Uhr sind wir im Albergo Rocciamelone angekommen. Zunächst genehmigen wir uns ein Eis. Mhm, lecker! Kurz tropft es ein wenig. Danach kommt die Sonne wieder raus. Die zwei Salzburger, der Deutsche und der Franzose werden abgeholt. Sie schlafen in meiner nächsten Unterkunft. Die kurze Etappe lassen sie aus. 
Mit den vier aus München esse ich am Abend zusammen. Später zieht noch ein heftiges Gewitter durch. Nach einer halben Stunde ist es aber wieder vorbei. 

Tagesstatistik
Strecke: 11.9km                   Dauer: 4h
Rauf: 1140m                        Runter: 1270m
Höchster Punkt: 2440m       Niedrigster Punkt: 1270m

Tourstatistik
Strecke: 1279.3km               Dauer: 312.5h
Rauf: 58898m                      Runter: 65268m
Höchster Punkt: 2850m       Niedrigster Punkt: 210m


Kommentare:

  1. Hallo Martina.

    Ich denke, Dir fiel der Abstieg am Hang entlang auch leichter, weil Du mittlerweile schon viel Übung und Routine hast !

    Und morgen durch den Tunnel oder durchs Tal ?

    Liebe Grüße
    K2.

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    1. Durch den Tunnel ging es. Dieses tolle Abenteuer ließ ich mir nicht entgehen.

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    2. Extra-Abenteuer mit Zusatz-Höhenmetern.
      Respekt !

      Cu K2.

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  2. Hi Martina
    Alles ok?
    Es gibt ein Sprichwort:Es wird nicht's so heiß gegessen wie es gekocht wird. Gut gemacht. Sind in Gedanken mit Dir auf dem Weg. Viele Liebe Grüße Christa und Franz

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    1. Ja, alles bestens. Seid ihr gut nach Hause gekommen?
      Liebe Grüße aus Susa
      Martina

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